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Wirtschaft
MV: Telemedizin im Land weiter ausbauen
Samstag, der 27.Oktober 2012
MV: Telemedizin im Land weiter ausbauen
Schwerin: Wirtschaftsminister Harry Glawe hat im Schweriner Landtag für den Ausbau der Telemedizin im Land geworben. "Wir müssen Lösungen finden, um bei einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung, bei einem zunehmenden Ärztemangel, z. B. in ländlichen Regionen und bei steigenden Ausgaben eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung der Bevölkerung gewährleisten zu können", sagte Glawe. "Ein verstärkter Einsatz innovativer Gesundheitsdienstleistungen wird zukünftig hierbei unabdingbar sein. Eine Chance liegt in der Nutzung telematischer Anwendungen. Sie können entscheidende Beiträge zur Lösung der demografischen Herausforderungen leisten." Bei der Telemedizin geht es im Wesentlichen um das Überbrücken einer räumlichen Distanz zwischen Arzt und Patient mit Hilfe moderner Kommunikationstechnik.
 
Das Wirtschaftsministerium unterstützt telemedizinische An-wendungen. In der Euroregion Pomerania wird mit Hilfe des INTERREG-Programms zwischen Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und der Republik Polen (Wojewodschaft Westpommern) grenzüberschreitend ein Datennetzwerk zwischen deutschen und polnischen Krankenhäusern aufgebaut. "Der Patient braucht keine langwierigen Reisen auf sich nehmen, um Fachspezialisten aufzusuchen. Bereits über 20 Krankenhäuser beider Länder arbeiten in dem System", so Glawe weiter. In einem weiteren Projekt entwickelt das Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald einer integrierte, geräte- und systemunabhängige telemedizinische Plattform, von der alle Arztpraxen und Kliniken profitieren können. Bislang gibt es keine einheitliche Datenbasis für die verschiedenen spezifischen medizinischen Indikationen.
 
Die Telemedizin gewinnt auch in Bezug auf die Verbundforschung im Land an Bedeutung. "Wir wollen, dass das Potenzial und bereits vorhandenes Know-how der Universitäten, Forschungseinrichtungen und der Unternehmen auch im Land bleibt. Mit unserer Neuausrichtung der Verbundforschung geben wir die dafür nötigen Anreize, Forschung und Entwicklung im Praxisverbund mit kleinen und mittelständischen Firmen in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen." Aktuell unterstützt das Wirtschaftsministerium eine moderne telemedizinische Lösung für die Nachsorge von Patienten mit schweren Hauterkrankungen. Projektpartner sind das Institut für Präventivmedizin der Universität Rostock, die Universitätshautklinik Greifswald und das Neubrandenburger Unternehmen Infokom GmbH. "Es gilt, die medizinische Versorgung der Patienten zu sichern, unter Einbindung vieler Akteure wie z. B. der Hochschulen oder der IT-Branche", sagte Glawe. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern stehen in der EU-Förderperiode 2007 bis 2013 Mittel in Höhe von insgesamt 155 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.
 
"Durch passgenaue Telematikanwendungen kann einerseits die Betreuung der Menschen gesichert bzw. verbessert und ihre Lebensqualität erhalten werden. Andererseits sind dadurch enorme Effizienzreserven im Gesundheitswesen zu erschließen, da personelle und materielle Ressourcen noch besser ausgelastet werden können. Flächenländer mit einer geringen Bevölkerungsdichte wie Mecklenburg-Vorpommern müssen diese Vorteile nutzen", betonte Glawe.
 
Gleichwohl steht Telemedizin noch vor größeren Herausforderungen. Die Aufnahme als Regelleistung in die Kataloge der Krankenkassen und die breite Akzeptanz telemedizinischer Leistungen im Kreise von Ärzten und Patienten sind nicht unumstritten. Hinzu kommen datenschutzrechtliche Bedenken. "Es ist erforderlich, dass die einzelnen Akteure eng zusammen arbeiten und ihre Ansprüche aufeinander abstimmen. Dies wird zu einer besseren Akzeptanz und einem steigenden Einsatz der Telemedizin führen", so Glawe abschließend. (Pressemeldung vom 25.10.2012)
Quelle: WM MV Nr. 204/12 | Foto: MV
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