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Wirtschaft
Im Dienstwagen fährt das Finanzamt mit
Samstag, der 8.September 2012
Im Dienstwagen fährt das Finanzamt mit
Schwerin: Ein Firmen- oder Dienstwagen steht bei Arbeitnehmern hoch im Kurs. Erst recht, wenn er auch privat genutzt werden kann. Die Kosten des Firmenwagens werden im Unternehmen als Betriebskosten abgerechnet, also beispielsweise Kfz-Steuern, Versicherungen, Benzin- und Garagenkosten. Für Unfallkosten werden meist gesonderte Regelungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer festgeschrieben.
 
Allerdings muss der Fahrer eines Dienstwagens an zusätzliche Steuerbelastungen denken, erklärt Jörg Hähnlein von der Steuerberaterkammer Mecklenburg-Vorpommern. Denn darf das Fahrzeug auch privat genutzt werden - dazu zählen auch Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte - ist der dadurch entstehende geldwerte Vorteil zu versteuern. Das Finanzamt fährt also ständig mit. Für die Bewertung der privaten Nutzung können zwei Möglichkeiten herangezogen werden: Versteuerung über eine Pauschale oder Abrechnung nach Fahrtenbuch.
 
Die pauschale Regelung kann prinzipiell nur für solche Fahrzeuge in Anspruch genommen werden, die nachweislich zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt werden. Um den geldwerten Vorteil für den Arbeitnehmer zu ermitteln, wird für die Privatnutzung pauschal pro Kalendermonat 1 Prozent des gültigen inländischen Listenpreises zum Zeitpunkt der Erstzulassung einschließlich Umsatzsteuer veranschlagt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wagen vom Arbeitgeber aus Zweit- oder Dritthand gekauft oder geleast wurde. Für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte sind lohnsteuerlich monatlich zusätzlich 0,03 Prozent des Listenpreises für jeden Entfernungskilometer anzusetzen.
 
Beispiel: Ein Arbeitnehmer, der 4000 Euro Gehalt bekommt, 30 Kilometer zur Arbeit fährt und einen Dienstwagen für 35.000 Euro erhält, muss mit 665 Euro geldwerten Vorteil rechnen, so dass sein steuerpflichtiges Einkommen dann 4665 Euro beträgt.
Als Alternative zur 1-Prozent-Methode kann der Fahrzeugnutzer auch den konkret anfallenden Privatverbrauch als Bemessungsgrundlage heranziehen. Dazu muss er in einem Fahrtenbuch lückenlos belegen, welche Fahrleistung jeweils im Kalenderjahr dem betrieblichen oder privaten Bereich zuzurechnen ist. Dann können alle Kosten des Firmenwagens exakt zugeordnet und der geldwerte Vorteil berechnet werden. Der Fahrer muss u.a. Datum, Kilometerstand, gefahrene Kilometer, Zweck und Ziel der Reise zeitnah festhalten. Die Finanzverwaltung stellt hohe formale Anforderungen an ein Fahrtenbuch.
 
Da nur einige Aspekte des komplexen Bereiches privater Nutzung von betrieblichen Kfz aufgezeigt werden können, empfiehlt es sich, mit Hilfe eines Steuerberaters die finanziellen Auswirkungen eines Dienstwagens zu prüfen. (Pressemeldung vom 07.09.2012)
Quelle: Steuerberaterkammer MV | Foto: Steuerberaterkammer MV
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