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Gesundheit und Lebenssituation in Deutschland: Von Arthritis bis Zahnvorsorgeuntersuchung - Neue Daten und Trends - wie gesund ist Deutschland
Freitag, der 14.September 2012
Gesundheit und Lebenssituation in Deutschland: Von Arthritis bis Zahnvorsorgeuntersuchung - Neue Daten und Trends - wie gesund ist Deutschland
Wiesbaden: Knapp 75 % der Männer und 69 % der Frauen schätzen ihre Gesundheit als „sehr gut“ oder „gut“ ein. Asthma nimmt bei Frauen und Männern zu. Ein Drittel der Männer und ein Fünftel der Frauen trinkt zu viel Alkohol. Die Inanspruchnahme von Zahnvorsorgeuntersuchungen ist im mittleren Lebensalter zwischen 30 und 64 Jahren am höchsten. 6 % der Erwachsenen waren in einem Jahr an mehr als 50 Tagen krank. Frauen aus Baden-Württemberg leiden seltener an Diabetes.
 
Dies sind einige Ergebnisse der neuen Telefonbefragung des Robert Koch-Instituts (RKI) mit insgesamt 22 050 Teilnehmern aus allen Regionen. Die Daten geben ein umfassendes Bild des Gesundheitszustands, der Einflussfaktoren auf die Gesundheit sowie der Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems. Durch den Vergleich mit den Ergebnissen früherer Gesundheitsbefragungen 2003 und 2009 lassen sich Trends einschätzen. Die Daten ermöglichen auch den Vergleich zwischen Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Regionen, in denen jeweils einige kleinere Länder zusammengefasst sind.
 
Die Befragung GEDA („Gesundheit in Deutschland aktuell“) wird regelmäßig durchgeführt. Sie besteht aus einem konstanten Kernbereich und flexiblen Themen zu aktuellen Fragestellungen. Bei der aktuellen Befragung beantworteten Männer und Frauen im Alter ab 18 Jahren zwischen September 2009 und Juli 2010 insgesamt etwa 200 Fragen.
 
Die Ergebnisse der 33 Themen (Indikatoren) werden übersichtlich in Faktenblättern dargestellt. Jedes Faktenblatt, von Arthritis bis Zahnvorsorgeuntersuchung, ist identisch gegliedert in Einleitung, Indikator, Kernaussagen, Ergebnisbewertung, Häufigkeitsverteilung (nach Alter, Bildungsgruppe und Geschlecht) sowie regionale Verteilung. Themen, die besonders interessieren, sind dadurch schnell zugänglich. Der GEDA-2010-Bericht kann kostenlos beim RKI bestellt werden und ist auf den RKI-Internetseiten als Pdf-Datei abrufbar. Zusätzlich können die Originaldaten für wissenschaftliche Auswertungen als sogenannter Public Use File angefordert werden.
 
Im Internet, im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes, sind auch die wichtigsten Kennziffern von GEDA 2009 und 2010 in gestaltbaren Tabellen zu finden. Diese Tabellen können hinsichtlich der Gliederungstiefe (Altersgruppen, Geschlecht, Bildungsstatus, Region) verändert und heruntergeladen werden. Das Informationssystem umfasst über GEDA hinaus mehr als 100 Datenquellen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, des RKI und zahlreicher weiterer Institutionen aus dem Gesundheitsbereich und ist die zentrale Informationsquelle für gesundheitsbezogene Fragestellungen. Die Gesundheitsberichterstattung des Bundes ist eine gemeinsame Aufgabe des RKI und des Statistischen Bundesamtes (Destatis).
 
Die Daten des Telefonsurveys GEDA ergänzen die Ergebnisse aus DEGS, der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“, deren erste Ergebnisse am 14. Juni 2012 vorgestellt wurden. Bei GEDA liegt der Schwerpunkt in der Bereitstellung aktueller Gesundheitsdaten, der Möglichkeit der Regionalisierung von Daten und der Analyse zeitlicher Trends. DEGS ist dagegen ein Untersuchungssurvey: neben Befragungen gibt es auch körperliche Untersuchungen und Tests sowie Laboruntersuchungen von Blut- und Urinproben. Bei DEGS werden die Teilnehmer auch in den Folge-Untersuchungen befragt, das ermöglicht über die Jahre „Längsschnitt-Analysen“, die für die Ursachenanalyse von Erkrankungen wichtig sind. Zusammen mit der Kindergesundheitsstudie KiGGS bilden GEDA und DEGS das Gesundheitsmonitoring, mit dem das RKI im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums die Gesundheit der Bevölkerung kontinuierlich untersucht. (Pressemeldung vom 06.09.2012)
Quelle: Statistische Bundesamt | Nr. 302| 2012 - Robert-Koch-Institut | Foto:Statistische Bundesamt
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