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Wirtschaft
Lloyd Werft: Offshore wächst zum neuen Standbein
Freitag, der 10.August 2012
Lloyd Werft: Offshore wächst zum neuen Standbein

Bremerhaven: Ein Winter mit Hochbetrieb und vielen Passagierschiffen, im Frühjahr dominieren die Spezialschiffe das Bild in der Lloyd Werft. Die Halbjahresbilanz der Lloyd Werft Bremerhaven entspricht dem Klima, das Deutschlands Schiffbau derzeit erlebt. „Der Markt ist wechselhaft“, beschreibt Rüdiger Pallentin auch die Perspektiven für die kommenden Monate. Und doch ist der Geschäftsführer der Lloyd Werft mit Blick auf die Gesamtsituation nicht unzufrieden. Vor allem Umbauten und Reparaturen für Kreuzliner, aber auch attraktive Aufträge aus dem Spezialschiffbau haben deutlich gemacht, dass die innovativen Fähigkeiten und die Fähigkeiten der Werft international nach wie vor einen sehr guten Ruf genießen und Zukunftskapital bedeuten.

Die Lloyd Werft hat diese Gewissheit der internationalen Marktbedeutung im Schiffbau genutzt. Das Netzwerk der europäischen Agenturen wurde neu aufgestellt und bis nach Skandinavien durch die JML Shipyards & Marine AB (Fjällbacken/Schweden) und für den Fernen Osten bis nach Singapur mit der Coway Marine Services Pte Ltd. erweitert. Und auch die wichtige Repräsentanz in den USA ist seit April mit der Vogler Marine Agencies LLC neu formiert, die die Werft jetzt in den USA, Kanada, Mexiko, den Bahamas, Bermudas und Costa Rica vertritt.

Aber auch hausintern hat die Lloyd Werft eine Schlüsselposition neu besetzt: Den Bereich Einkauf/Materialwirtschaft vertritt jetzt mit Friedrich Norden ein erfahrener Leiter von erfolgreichen Großprojekten wie z. B. dem Fertigbau aller vier Combi Dock-Schwertransporter.

Neben dieser Schaffung teilweise neuer und auf die Zukunft ausgerichteter Strukturen steht das Schiffbaugeschäft, wie es sich auf einer modernen Werft künftig mit allen ihren Geschäftsbereichen darstellt, im Mittelpunkt des Geschehens: Die Umbauten und Reparaturen von fünf Kreuzreiseschiffen, der Umbau eines bei der Lloyd Werft gebauten neuen Dockschiffs zum Offshore-Unterstützungs-Spezialisten, etliche Reparatur- und Klasse-Aufträge und der Fertigstellung der beiden Windkraft-Errichterschiffe „Victoria Mathias“ und „Friedrich Ernestine“ von RWE

Die Halbjahres-Bilanz der Lloyd Werft verbindet bewährte Kompetenz und Zukunftsorientierung:

MS „Black Watch“ (28.613 BRT, 205, 56 Meter lang) gehört zu den Klassikern der Kreuzliner-Flotte. Fred Olsen Cruises schickte die einstige „Royal Viking Star“ zu umfangreichen Reparatur- und Urbauarbeiten zur Lloyd Werft.

Bereits im Frühsommer 2011 baute die Lloyd Werft für Phoenix-Reisen innerhalb eines Monats deren neues Flaggschiff um. Aus dem ehemaligen P & O-Liner „Artemis“ aus dem Baujahr 1984 wurde nach einem umfangreichen Umbauprogramm MS „Artania“ (44.588 BRT, 231 Meter lang) für 1.200 Passagiere.

Nach diesen guten Erfahrungen schickte Phoenix im November 2011 gleich zwei ihrer anderen großen Kreuzreiseschiffe zu den Bremerhavenern: MS „Albatros“ (28.518 BRT, 205,46 Meter lang, 830 Passagiere) erhielt zur besseren Energienutzung einen neuen Wulstbug, wurde repariert und fit gemacht für eine Weltreise. Zeitgleich lag MS „Amadea“ (Baujahr 1991, 192,50 Meter lang) zu umfangreichen Arbeiten im Stahlbereich, an den Stabilisatoren und der Wellenanlage in der Werft.

Über drei Monate Zeit hatte die Lloyd Werft hingegen für den gründlichen Umbau von MS „Minerva“ (Baujahr 1995, 12.449 BRT, 135,10 Meter lang). Die Artica Adventure & Cruise Shipping Ltd. Will ihren Kreuzliner im neuen und sehr anspruchsvoll erweiterten Outfit vor allem auf dem englischen Markt einsetzen.

Zu einem Technik-Stopp mit Überprüfung der Wellenanlage lag der Kreuzliner MS „Marco Polo“ (22.080 BRT, 176,20 Meter lang) bei der Lloyd Werft. Als „Alexander Puschkin“ gehörte der 1965 in Wismar gebaute Kreuzliner früher zu den Stammgästen an Bremerhavens Columbuskaje.

Mit dem Umbau des Schwerlast-Dockschiffs MS „Combi Dock IV“ zum Offshore Unterstützungs-Spezialisten „OIG Giant II“ (Baujahr 2009, 17.341 BRT, 162,30 Meter lang) setzte die Lloyd Werft einen Akzent im Zukunftsmarkt der Offshore Windenergie. 2009 lieferte die Werft „Combi Dock IV“ als letztes Spezialschiff einer Vierer-Serie der Bremer Reederei Harren ab. Elf Monate später ließ Harren seinen Neubau aufwändig umrüsten zur hochmodernen Unterstützungs-Plattform „OIG Giant II“ für die Errichtung von Offshore Windkraftanlagen.

An diesen Zukunftsmarkt, dem sich die Werft mit einem eigenen neuen Geschäftsbereich intensiv nähern will, schließt auch die Fertigstellung von zwei riesigen Errichterschiffen für RWE an: Die beiden selbstfahrenden Hub-Plattformen „Victoria Mathias“ und „Friedrich Ernestine“ (100 Meter lang, 40 Meter breit) für die RWE Innogy GmbH in Essen, wurden bei der Lloyd Werft fertig gebaut und ausgerüstet für ihre Einsätze auf hoher See.

Die derzeitige Situation auf dem Markt für große Schiffsreparaturen und Umbauten ist ruhig. Eine Erholung – so Rüdiger Pallentin – ist auch für das zweite Halbjahr 2012 nicht nachhaltig in Sicht. Aber die Kajen der Lloyd Werft sind trotzdem zumeist belegt mit den Werft-Standards: Klasse-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten oder – wie bei dem Stammgast MS „Polarstern“ – umfassende Auffrischungen von Technik und Rumpf auf dem inzwischen 30 Jahre alten Forschungs-Eisbrecher des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung.

Auf fast 60 Schiffe haben die Fachleute der Lloyd Werft Bremerhaven in den ersten 6 Monaten des Jahres gearbeitet. Neben den erwähnten Passagierschiffen, Forschungsschiffe und Offshore-Spezialisten waren es überwiegend Frachtschiffe wie Container und General Cargo – Schiffe, aber auch Gas, Produkten- und Öltanker, Bulker, Autotransporter und Bagger fanden sich in den Auftragsbüchern der Lloyd Werft wieder. (Pressemeldung vom 09.08.2012)

Quelle: Lloyd Werft | Foto: Lloyd Werft
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