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Wirtschaft
SHIPPING RESEARCH - Investoren ergreifen Ihre Chance im unterbewerteten Markt
Samstag, der 9.Juni 2012
SHIPPING RESEARCH - Investoren ergreifen Ihre Chance im unterbewerteten Markt

Hamburg: Die Situation auf den globalen Schifffahrtsmärkten bleibt auch im ersten Quartal 2012 angespannt. Aussagekräftige Prognosen über die weitere Entwicklung sind nach wie vor schwer zu treffen. Diese Erkenntnis zieht sich wie ein roter Faden durch die Analyse der jeweiligen Teilmärkte und diese beeinflussenden gesamtwirtschaftlichen Faktoren. Nach wie vor ist das Angebot an Tonnage größer als die Nachfrage. Die von der Feri Euro Rating Services AG dargestellten Wachstumsraten und prognostizierten positiven Schätzungen der Entwicklung der Konjunktur und des Handels reichen zurzeit nicht aus, um das stetig wachsende Angebot an Tonnage zu kompensieren. Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte auch in diesem Jahr nicht nachhaltig erholen werden. Ausgeschlossen bleibt aber keinesfalls eine vorübergehende positive Entwicklung von Teilsegmenten und Nischen. Positiv zu erwähnen ist, dass auf dem Schiffsfondsmarkt aktuell die ersten Neuemissionen erfolgt sind oder sich abzeichnen. Von mehreren Anbietern haben wir von derartigen Planungen und Vorbereitungen gehört. Neben den im letzten Newsletter erwähnten institutionellen Investoren wird damit das derzeitig günstige Einkaufsniveau auch einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Konjunktur und Handel
China durchschreitet konjunkturelle Delle. Wie erwartet ist die chinesische Wirtschaft im 1. Quartal lediglich um 1,2% zum Vorquartal nach 2,0 % Ende letzten Jahres gewachsen. Die aktuelle konjunkturelle Schwäche ist die Folge der konjunkturdämpfenden Anti-Inflationspolitik Chinas im zweiten Halbjahr 2011. Die Gefahr eines länger dauernden Abschwungs bleibt aber begrenzt. Rechtzeitig ist die chinesische Regierung wieder auf einen konjunkturstimulierenden Kurs umgeschwenkt und senkte bereits zweimal die Mindestreservesätze. Insofern erwarten wir bereits im 2. Quartal wieder eine merkliche konjunkturelle Belebung, die sich 2013 in steigenden Wachstumsraten widerspiegeln sollte. Einen zusätzlichen Schub für die Weltwirtschaft dürfte die Deeskalation der Euro-Schuldenkrise im Jahresverlauf liefern. Dies gilt insbesondere dann, wenn wie erwartet Griechenland die Währungsunion in den nächsten Monaten verlässt und eine Ansteckung anderer Länder dank der EZB vermieden werden kann. Wahrscheinlich würde die EZB schon aus Eigeninteresse im Zweifel unbegrenzt Staatsanleihen aus Spanien und Italien aufkaufen und somit ein völliges Auseinanderbrechen der Eurozone verhindern. Insofern wird sich auch das konjunkturelle Umfeld für den Euroraum wieder bessern und die milde Rezession im 2. Quartal überwunden werden. Rückenwind für die weltweite Konjunktur gibt es auch weiterhin aus den USA. Der Arbeitsmarkt belebt sich und der Immobilienmarkt zeigt erste Stabilisierungstendenzen.

Inflation und WechselkurseVon Mitte 2010 bis April 2011 hatte der Ölpreis um rund zwei Drittel zu•gelegt und zeitverzögert auch die Inflationsraten weltweit nach oben ge•trieben. Nachdem der Ölpreis anschließend tendenziell fiel, tendierten ab Herbst 2011 auch die Inflationsraten niedriger. Im Zuge der Eskalation der Iran-Krise zu Beginn des Jahres ist der Ölpreis erneut gestiegen und hatte zeitweise auch das Rekordniveau von April 2011 wieder erreicht. Da nicht davon auszugehen ist, dass die Iran-Krise schnell gelöst werden wird und der Ölpreis insofern auf einem hohen Niveau verharren wird, sollte auch der Rückgang der weltweiten Inflationsrate bald gestoppt werden.
Aktuell richtet sich im Zuge der Euro-Schuldenkrise das Augenmerk der Jahres umzukehren sein. Selbst zum britischen Pfund notierte der Euro aus Investoren vornehmlich auf die Reformfortschritte Spaniens. Wegen zuneh-Sorge vor einer erneuten Eskalation der Euro-Schuldenkrise zuletzt deutlich mendem Pessimismus fiel der Euro zum US$ zwischenzeitlich auf unter schwächer, obwohl Großbritannien sehr ähnliche Schuldenprobleme auf 1,31, konnte sich später aber wieder auf 1,32 erholen. Dieser generelle Ab-weist wie der Euroraum. Eine Ausnahme ist der Yen. Nach verbalen Interwertungstrend des Euros dürfte in den nächsten Monaten weiter anhalten, ventionen der Notenbank gegen die heimische Währung konnte der Euro aber mit vertrauensbildenden Maßnahmen seitens der Politik im Laufe des zum Yen seit Anfang des Jahres zulegen. 



 - Schifffsmärkte -
 
Containerschiffe
 
Beschäftigungssituation 
Die Beschäftigungssituation in allen Segmenten der Containerschifffahrt hat sich während der ersten 3 Monate im Jahr 2012 leicht verschlechtert. Der Maersk BrokerTime Charter Rate Index zeigte einen leichten Rückgang von 408 Punkten im Februar auf 395 Punkte im März 2012. Über alle Größenklassen hinweg haben sich die Raten im ersten Quartal laut Clarksons Research Ltd. wie folgt entwickelt: Im Segment 1.000 TEU fielen die Raten von 5.600 USD auf 
5.200 USD, im Segment 1.700TEU von 7.800 USD auf 6.400 USD, im Bereich der 2.500-TEU-Schiffe von 7.900 USD auf 6.900 USD und im Segment 3.500 TEU von 8.867 USD auf lediglich 6.750 USD. Schiffe der Größenklasse 4.400 TEU haben einen Ratenverfall von 8.250 USD auf ca. 6.700 USD hinnehmen müssen. Ein Ratenniveau, bei dem Schiffe dieser Größenklasse kaum noch in der Lage sind, die Kosten des laufenden Schiffsbetriebs zu decken. 
 
Flottenentwicklung 
Das Flottenwachstum der Containerschiffsflotte von insgesamt 7,8% im Jahr 2011 muss mit Vorsicht betrachtet werden. Laut Clarksons Research Services wurden rund 28% der für das Jahr 2011 bestimmten Schiffe aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr rechtzeitig abgeliefert und kommen somit erst in diesem Jahr auf den Markt. Das Wachstum für 2012 wird mit derzeit prognostizierten 6,7% dennoch deutlich niedriger ausfallen als im Vorjahr. Das Order-buch umfasst derzeit etwa 623 Schiffe mit einer Kapazität von 4,3 Mio TEU. Ca. 27,9% oder 1.2 Mio. TEU werden im Jahr 2012 erwartet. Die Post-Panamax Containerschiffe stellen derzeit den deutlich größten Teil des Orderbuchs. 3,14 Mio. TEU und somit ca. 73,0% der zu erwartenden Schiffe machen das Segment der Post-Panamax Containerschiffe aus. Im ersten Quartal des Jahres wurden bereits 62 Containerschiffe mit einer Kapazität von 455.000 TEU abgeliefert, hiervon 23 Schiffe mit einer Kapazität größer als 10.000 TEU. 
 
Ausblick 
Nach vier sehr volatilen Jahren in der Containerschifffahrt, lässt sich für das Jahr 2012 nur schwer eine aussagekräftige Prognose stellen. Nachdem sich der Markt für Containerschiffe im Jahr 2010 sehr schnell von den Folgen der globalen Wirtschafts-und Finanzkrise erholt hatte, entwickelte sich 2011 erneut zu einem sehr turbulenten Jahr. Geprägt durch den Konkurrenzkampf der Linienreedereien fielen die Charterraten auf das Krisenniveau 2009 zurück und die Flotte der aufliegenden Schiffe nahm zum Jahresende deutlich zu. Das erste Quartal 2012 war geprägt durch eine Vielzahl an Neubauablieferungen und eine deutliche Zunahme des Flottenvolumens. In seinem Bericht zum 1. Quartal 2012 berichtet der Branchendienst Alphaliner von einer „available capacity“ von fast 15 Mio. TEU, dem höchsten Stand seit August 2011. Das Volumen der beschäftigungslosen Schiffe nahm insbesondere durch die Reaktivierung größerer Schiffe erstmals wieder ab. Handelte es sich im März noch um ein Volumen von über 913.000 TEU, so waren Anfang April nur noch 
 
Bulk Carrier
 
Beschäftigungssituation 
Das Segment der Bulk Carrier hatte keinen guten Start ins Jahr 2012. Ange•sichts der schwachen Nachfrage aus China und der EU sowie infolge der hef•tigen Regenfälle in Brasilien mussten alle Größenklassen erhebliche Rückschläge hinnehmen. Darüber hinaus belastet das Überangebot an Schiffen weiterhin den gesamten Bulkermarkt. Den größten Rückgang mit rd. 33% musste die Größenklasse der Caper hinnehmen. Hier sanken die Raten im Vergleich zumVorquartal von durchschnittlich 14.923 USD auf aktuell 10.000 USD. Die Entwicklung der übrigen Größenklassen stellt sich ähnlich dar. Die Abschlüsse für Bulker bis 30.000 tdw fielen von 10.519 USD Ende 2011 auf nunmehr 8.231 USD (-22%). Den niedrigsten Rückgang verzeichnen die Panamaxe (70.000 bis 75.000 tdw). Im Vergleich zum Vorquartal nahmen die Charterraten um rund 17% von 13.327 USD auf durchschnittlich 11.087 USD Ende März ab. Diese Entwicklung spiegelt auch der Baltic Dry Index (BDI) wider, der gern als Signal für die Entwicklung der Weltwirtschaft gesehen wird. Am3.Februar2012erreichte ermit647Punktenfastsein historischesTiefvon 554 Punkten aus dem Jahr 1986. Ein Jahr zuvor notierte der Index noch mit 1.045 Punkten. Positiv hervorzuheben ist, dass der BDI sich zum Ende des abgelaufenen Quartals bereits wieder erholte und um rund 44% auf 934 Punkte zulegen konnte. 
 
Flottenentwicklung 
Das erste Quartal 2012 war gekennzeichnet von einer außergewöhnlich hohen Verschrottungsaktivität. Insgesamt wurden in den ersten drei Monaten 139 Massengutfrachter mit einer Gesamtkapazität von 7.776.000 tdw verschrottet. Besonders massivkonnte dieSteigerung derVerkäufezurVerschrottung im mittleren Größensegment der Handymax-und Panamax-Klasse beobachtet werden. Wurden im vierten Quartal 2011 noch 11 (518.000 tdw) bzw. 9 Schiffe 
(595.000 tdw) abgewrackt, waren es im abgelaufenen Quartal 28 (1.285.000 tdw) bzw. 35 (2.391.000 tdw) Frachter. Im Vergleich ergeben sich daraus mit einem Plus von 155% bzw. 289% laut Clarksons Research die höchsten Quartalswerte aller Zeiten. Aufgrund der weiterhin hohen Anzahl an Ablieferungen ist allerdings keine Entlastung des Überangebots zu erwarten. Den 139 abgewrackten Frachtern stehen 306 Ablieferungen gegenüber, welche trotz der erhöhten Verschrottungsaktivität zu einem Flottenwachstum von 8.890 am Jahresende auf 9.075 Frachter am Quartalsende geführt haben. 
 
Ausblick 
Auf den ersten Blick birgt die Situation der Bulk Carrier wenig Hoffnung auf einebaldige Erholung.VergleichtmanjedochdenVerlaufder Charterratenaus dem Vorjahr mit der Entwicklung aus dem ersten Quartal 2012, ist vorsichtige Zuversicht erlaubt. Auch im ersten Quartal 2011 brachen die Charterraten, besonders im Größensegment der Caper, massiv ein. Dieser Trend setzte sich 723.000TEU ohne Beschäftigung.Alphalinerrechnetfür2012 miteinem weiteren Rückgang,undspeziellimSegmentüber 5.000 TEU mit einer vollständigen Reaktivierung der beschäftigungslosen Flotte. Die steigende Indienstnahme aufliegender Schiffe könnte erneut zu einem Ratenrückgang im Jahr 2012 führen. Auch durch ein großes Volumen an anstehendenVerschrottungen kann das Flottenwachstum in 2012 nur geringfügig gemindert werden. Im ersten Quartalwurdenbereits 55Verschrottungen(93.500TEU)berichtet.Insgesamt rechnet man laut Alphaliner mit einem Verschrottungspotenzial von mehr als 
200.000TEU für das Jahr 2012. Dennoch wird angesichts der erwarteten Neubauten kaum eine entspannende Wirkung auf das Nachfrage-Angebot-Verhältnis durch die bevorstehenden Verschrottungen erwartet. 
 
Bis zum Ende des zweiten Quartals fort, konnte aber im Verlauf der zweiten Jahreshälfte gestoppt werden. Zum Jahresende konnten die Abstürze teilweise durch ansehnliche Steigerungen von bis zu 32% kompensiert werden. Mit dem Rückgang des ersten Quartals in Höhe von 33% sind die Caper also geradeerst wiederauf demVorjahresniveau. Spekuliert man auf einenähnlichen Verlauf wie im Jahr 2011 und berücksichtigt man die Entwicklung des BDI, der in den letzten Wochen bereits deutlich auf 1.137 Punkte (Stand: 25.04.12) zulegte, kann man auf eine erfreulichere Performance der Bulker hoffen.
 
Tanker
 
Beschäftigungssituation 
Die Chartereinnahmen im Tankersegment zeigten sich im ersten Quartal des neuen Jahres instabil. Der Unterschied zwischen den Klassen könnte nicht größer sein. Während die Handysize-Tanker (-47,66%), die Aframax-Tanker (-47,64%) und die Suezmax-Tanker (-35,31%) deutliche Abschläge in den ersten drei Monaten hinnehmen mussten, konnte die größte Tankerklasse, die VLCC-Tanker, einen Anstieg der Chartereinnahmen um 48,67% verbuchen. Die Chartereinnahmen der Handysize-Tanker hatten ihren Höhepunkt zum Jahreswechsel mit 18.624 USD und sanken dann kontinuierlich auf 9.758 USD zum Ende des ersten Quartals. Einen fast identischenVerlauf verzeichnen die Aframax-Tanker. Hier sank die Rate von 22.011 USD auf 11.524 USD mit einem Zwischenhoch von 17.622 USD Mitte März. Der Chart der Suezmaxe zeigt sich dagegen volatiler. Hier starteten die Chartereinnahmen mit 29.109 USD, schwankten im weiteren Verlauf zwischen 18.582 USD im Minimum und 34.367 USD im Maximum und standen Ende März schließlich bei 18.831 USD. Die VLCC-Tanker waren ebenfalls sehr volatil. Zum Jahresanfang betrugen die Einnahmen 31.486 USD. Das Quartalsminimum waren 29.259 USD Mitte Februar, das Quartalsmaximum betrug 47.259 USD Mitte Januar. Zum Ende stand mit 46.811 USD ein sattes Plus von 48,67% gegenüber dem Jahresanfang. Das deutliche Plus entwickelte sich maßgeblich aus einer Angebotsverknappung, durch unterschiedlichste Gründe, und einer gering steigenden Ölnachfrage. Die leichte Zunahme der Ölnachfrage ist auf eine strategische Vergrößerung der Ölvorräte aus China und den USA zurückzuführen. Hierbei wurde allerdings ein Teil nicht in den Raffinerien verarbeitet, sondern auf den Frachtern gelagert. Die weiteren Gründe der Angebotsverknappung lagen in technischen Defekten. So hatte u. a. eine Single Point Morring, eine Be-und Entladestation für Tanker, einige Startschwierigkeiten, wodurch sich ca. 20 VLCC´s für einen knappen Monat akkumulierten. Darüber hinaus gab es auch in den USA Schwierigkeiten bei Löschvorgängen, welche ebenfalls längere Wartezeiten nach sich zogen. Eine gute Nachricht gibt es aus dem Irak zu vermelden, hier wurde die größte Exportmenge seit 2003 datiert. 
GmbH 
 
Flottenentwicklung 
Zum Ende des 1. Quartals 2012 besteht die Tankerflotte aus 5.696 Tankern mit einer Gesamttonnage i. H. v. 480,08 Mio. tdw. Die Flotte vergrößerte sich um 33 Tanker mit insgesamt 3,88 Mio. tdw und damit um 0,81%. Das Orderbuch weist die geringste Auslastung seit 2003 auf. Mit 79,44 Mio. tdw (699 Tanker) befinden sich nur noch 16,55% der gesamten Tankerflotte im Orderbuch. Darüber hinaus befinden sich noch immer 358 Einhüllentanker mit einerTonnage i. H. v. 15,94 Mio. tdw in derTankerflotte. Dieses entspricht einem Tonnageanteil von 3,32%. Mit 7,82 Mio. tdw (300 Tanker) befindet sich knapp die Hälfte der Einhüllentanker im Bereich der Handysize-Tanker. Weitere Angaben zu einzelnen Klassen entnehmen Sie bitte der Tabelle. 
 
 
Ausblick 
Trotz anhaltender niedriger Chartereinnahmen im gesamten Tankersegment geht der Trend in eine positive Richtung. Das Orderbuch gibt aktuell Hoffnung, dass es mittelfristig zu einer Stabilisation und langfristig zu steigenden Chartereinnahmenführenkönnte.Insgesamtsollenin 2012nochrd.385Tanker mit einem Tonnagevolumen i. H. v. rd. 41,8 Mio. tdw abgeliefert werden. Der größte nominelle Anteil mit über 190 Tankern wird im Bereich der Handysize-Tanker zum Einsatz kommen. Den größten Tonnageanteil, mit über 19 Mio. tdw, verzeichnen die VLCC-Tanker. Durch „phasing out“ sollen 2012 noch insgesamt 292Tanker mit einem Gesamtvolumen i. H. v. 13,3 Mio. tdw vom Markt genommen werden. Hier ist sowohl der nominelle Anteil mit 241 Tankern und der Tonnageanteil i. H. v. 6 Mio. tdw in der Klasse der Handysize-Tanker am höchsten. Aktuell wird eine steigende Ölnachfrage um 0,8 Mio. Barrel pro Tag auf 89,9 Mio. Barrel pro Tag prognostiziert. Die Weltwirtschaft soll allen widrigen Umständen zum Trotz um 2,5% wachsen. Sollten alle Tanker ausgeliefert werden und nur die vorgesehenen Einhüllentanker verschrottet werden, würde die Tankerflotte im Jahr 2012 ein moderates Wachstum von 5,89% aufweisen. Diese Voraussetzungen sollten den Tankermarkt stabilisieren und könnten zukünftig wieder zu besseren Chartereinnah•men führen. (Rene.Daumann@Deutsche-Fondsresearch.de) 
 
 
Sales & Purchase 
Die Deutsche Fondsresearch hat im 1. Quartal 2012 über 278 Schiffsverkäufe mit einem Volumen von knapp 10,2 Mio. tdw registriert. Dabei konnten 12 verschiedene Schiffstypen (nach der Klassifizierung von Clarksons) erfasst werden. Insgesamt ergab sich damit ein Verkaufserlös von mindestens 2,63 Mrd. USD. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass nur bei ca. drei Viertel der registrierten Schiffe dieVerkaufspreise veröffentlicht wurden. Zum Gesamtjahr 2011 hat sich die Reihenfolge im 1. Quartal (nach Verkaufsvolumen) nur moderat verändert. Weiterhin liegen Tanker und Bulker mit insgesamt fast 2 Mrd. USD und damit über 75% der gesamten Verkaufserlöse an vorderster Stelle. An dritter Position folgt das Containersegment mit einem Marktanteil von knapp 14%. Folglich repräsentieren die 3 bedeutendsten Schiffstypen der Handelsschifffahrt fast 90% des gesamten registriertenVerkaufserlöses.
 
Erstmarkt Fonds
Der Tiefpunkt am Erstmarkt für Schiffsfonds ist erreicht: Im ersten Quartal 2012 wurde kein einziger Schiffsfonds zur Genehmigung bei der BaFin eingereicht. Damit sind seit der Einführung der BaFin-Gestattung der Emissionsprospekte geschlossener Fonds im Jahr 2005 erstmals die Schiffsfonds in einer Quartalserfassung nicht vertreten. Die Zukunft von Schiffsfonds ist damit ungewisser denn je. 
In den anderen Assetklassen ereilte die Flugzeugfonds dasselbe Schicksal wie die Schiffsfonds, im ersten Quartal 2012 wurde ebenfalls kein Flugzeugfonds neu aufgelegt. Gegen den Trend zulegen konnten die Private-Equity Fonds, das prospektierte Eigenkapital beträgt im ersten Quartal rund 210 Mio. EUR, was gegenüberdemVorquartal einemWachstumvon30%entspricht.DieImmobilienfons konnten ihre Vorherrschaft ausbauen, hier beträgt das prospektierte Eigenkapital 559,3 Mio. EUR (+24%). Die New Energy-Fonds (-31%) und die Spezialitätenfonds (-71%) mussten dagegen deutliche Einbußen hinnehmen. 
 
Zweitmarkt Fonds
Im Zweitmarkt für geschlossene Fonds ist im ersten Quartal trotz wiederholt zunehmender Sanierungen von Schiffsfondsgesellschaften das Interesse an dem Erwerb von Schiffsfondsanteilen erheblich gestiegen. „Investoren, sowohl institutionelle als auch private, lassen sich durch vermeintliche Hiobsbotschaften nicht mehr abschrecken. Vielmehr informieren sich die Investoren eingehend über die Fondsgesellschaften und investieren jetzt in den stark unterbewerteten Schifffahrtsmarkt. Dabei konzentrieren sie sich auf die Fonds, die ein hohes Upsidepotenzial in der Substanz aufweisen“, so Björn Meschkat, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG. 
Das nominale Handelsvolumen lag im ersten Quartal bei 11,6 Mio. EUR. Die Durchschnittskurse beliefen sich auf 41,7 %. Der Deutsche Zweitmarktindex für Schiffsfonds DZX-S spiegelt diese Entwicklung jedoch noch nicht wider. „Im Verhältnis zu den bekannten Aktienindices hat der DZX-S einen zeitlichen Versatz von 9 bis 12 Monaten“, so Björn Meschkat, Vorstand der Deutschen Zweitmarkt AG. Der Chartverlauf im ersten Quartal 2012 bestätigt die Chartformation des Double Dip. Wie bereits im Vorquartal verdeutlichen die am meisten gehandelten Beteiligungen, dass Beteiligungen mit wirtschaftlich aussichtsreichen Rahmendaten bei Käufern sehr gefragt sind.
Quelle: Deutsche Fondsresearch GmbH | Foto: Deutsche Fondsresearch GmbH
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