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Wirtschaft
Aktion gegen Lärm im abc Ausbildungscentrum der Bauwirtschaft
Freitag, der 27.April 2012
Aktion gegen Lärm im abc Ausbildungscentrum der Bauwirtschaft
Rostock: Lärmschwerhörigkeit ist die häufigste Berufskrankheit in der Bauwirtschaft. Dabei wären viele der Gehörschäden vermeidbar. Zum Tag gegen Lärm am 25. April 2012 organisierte die  Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) in Kooperation mit dem abc Ausbildungscentrum der Bauwirtschaft in Rostock Aktionen über zwei Tage für die Auszubildenden. 
Direkt an den Werkzeugen und Maschinen in ihrer Ausbildungsstätte führten die Jugendlichen Messungen der Schallpegel durch. Dabei stellten die Lärmfachleute der BG BAU den Jugendlichen anschaulich dar, warum Schallwirkungen gefährlicher sind als empfunden. Wer zu lange und ohne Gehörschutz Lärm über 85 Dezibel ausgesetzt ist, bei dem kann sich quasi unbemerkt eine Lärmschwerhörigkeit ausbilden. Und diese Lärmschwerhörigkeit ist nicht heilbar.
 
„In unserem Ausbildungszentrum legen für höchsten Wert darauf, die jungen Leute für die Risiken des Lärms zu sensibilisieren“, sagt Bernd Rackow, Geschäftsführer des abc Ausbildungscentrums der Bauwirtschaft. Gerade für die Auszubildenden sei es entscheidend, dass sie sich von Anfang an gegen Baulärm schützten.
 
In der Bauwirtschaft hat fast die Hälfte aller Berufskrankheiten Hörschäden als Ursache. Im Jahr 2010 musste die BG BAU gut 18 Millionen Euro für Heilbehandlung, Rehabilitationen und Renten für 6.600 Lärmgeschädigte aufbringen. Die Lärmschwerhörigkeit verursacht als Berufskrankheit nach asbestbedingten Erkrankungen die meisten Kosten. Und dieses könnte sich noch verschärfen: Wie Studien belegen, haben nur etwa 40 Prozent aller Jugendlichen ein völlig intaktes Gehör. So werden „ein Drittel der heutigen Jugendlichen mit 50 Jahren ein Hörgerät benötigen“, betont Dr. Anette Wahl-Wachendorf, Vizepräsidentin des Verbandes Deutscher Betriebs- und Werksärzte und Leiterin des Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienstes (ASD der BG BAU).
 
Ursache für die seit Jahren schlechte Situation ist ein viel zu lauter Musikkonsum der jungen Leute in ihrer Freizeit. Musik wird meist nicht als Lärm wahrgenommen. Wer jedoch beispielsweise einen MP3 Player voll aufdreht, erreicht eine Lautstärke von 100 Dezibel. 
Die Auszubildenden waren überrascht, als der Lärmfachmann der BG BAU im privaten Pkw eines Auszubildenden den Lärmpegel der Musikanlage gemessen hatte: Über 100 Dezibel. Wenn ein Beschäftigter am Arbeitsplatz bereits tagsüber mit Lärm konfrontiert wird und sich in der Freizeit keine Lärmpause gönnt, kann sich sein Gehör nicht mehr regenerieren. Deutlich schneller ist dann die Schwelle zur Gehörschädigung erreicht. (Pressemeldung vom 25.04.2012)
Quelle: abc Bau Ausbildungscentrum der Bauwirtschaft MV GmbH | Foto: abc Bau
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