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Wirtschaft
Umweltministerium MV: Restaurierung des Lankower Sees hat begonnen
Montag, der 12.März 2012
Umweltministerium MV: Restaurierung des Lankower Sees hat begonnen

Schwerin: "Mit der in dieser Woche begonnenen Restaurierung des Lankower Sees soll seine Beschaffenheit stabilisiert werden, um ihn langfristig als Klarwassersee mit vielen Uferpflanzen zu entwickeln", sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus heute in Schwerin. Der Lankower See befindet sich im nördlichen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Schaalsee und liegt westlich von Ratzeburg (Schleswig-Holstein) noch im Territorium von Mecklenburg-Vorpommern. Er besitzt eine Fläche von 81,7 Hektar (ha) und ist bei 8,5 Meter (m) Maximaltiefe durchschnittlich 4,1 m tief. Obwohl das Gewässer vom Wind meist voll durchmischt wird, bilden sich in den Sommermonaten kurzzeitige thermische Schichtungen. Dadurch bedingt treten in Wassertiefen unter 5 m starke Sauerstoffdefizite auf infolgedessen sich der aus früheren Belastungen stammende und in den Sedimenten festgelegte Phosphor wieder zurück löst. Dieser Phosphor steht dann als Nährstoff für eine übernormale Algenproduktion zur Verfügung, was zu einer Wasserbeschaffenheit führt, die u.a. durch geringe sommerliche Sichttiefen, Probleme im Sauerstoffhaushalt und Blaualgenmassenentwicklungen gekennzeichnet ist.

"Um diese Missstände zu beseitigen, bestehen schon seit längerer Zeit Bestrebungen, den See zu restaurieren. Dazu wurden in den letzten Jahren bereits umfangreiche Untersuchungen für eine entsprechende Machbarkeitsstudie durchgeführt. Im Ergebnis der Untersuchungen wurde als Restaurierungsmaßnahme eine Phosphorfällung favorisiert, die dem Algenwachstum die Nährstoffgrundlage entzieht und gleichzeitig zur Sedimentkonditionierung beiträgt", so Minister Backhaus.

Zur Umsetzung dieser Maßnahme fand am 21. Februar 2012 mit den am Vorhaben beteiligen Firmen und Behörden die Bauanlaufberatung statt. Zunächst wurden Zeitpläne und Einsatz der für die Maßnahme benötigten Technik koordiniert, die günstigsten Anfahrtswege festgelegt sowie die Anlage des Zwischenlagers für die per Lastzug angelieferten ca. 225 Tonnen (t) Fällmittel abgestimmt.

Unmittelbar nach der Eisschmelze wurde die Zeit genutzt, einen Schwimmsteg zu installieren und den motorisierten Ponton zu verankern, der für die Ausbringung des Fällmittels genutzt werden soll. Am 7. März 2012 wurde die erste Fällmittellieferung vom Lastzug in die im Zwischenlager bereit stehenden sogenannten Kubitainer gepumpt, aus denen die Behälter der Fälleinrichtung versorgt werden. Das Ausbringen des Fällmittels geschieht über einen Sprühbalken, der auf dem GPS-gesteuerten Ponton angebracht wurde, und wird voraussichtlich bis zum 16. März 2012 abgeschlossen sein. Bis auf die unmittelbaren Uferbereiche wird die gesamte Seefläche behandelt. (Pressemeldung vom 09.03.2012)

Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
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