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Wirtschaft
Jugend- und Familienministerkonferenz - Beitragsfreie Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern?
Freitag, der 4.Mai 2018
Jugend- und Familienministerkonferenz - Beitragsfreie Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern?
Schwerin | Kiel: „Wir kommen mit den Zusagen des Bundes unserem Ziel einer für Eltern beitragsfreien Kindertagesförderung in Mecklenburg-Vorpommern einen bedeutenden Schritt näher“, hebt Sozialministerin Stefanie Drese das wichtigste Ergebnis der zweitägigen Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) der Länder in Kiel hervor.
 
Nach Aussage von Familienministerin Dr. Franziska Giffey während der JFMK stellt der Bund den Ländern von 2019 bis 2021 mit dem „Gute-KiTa-Gesetz“ insgesamt 3,5 Milliarden Euro für mehr Qualität und weniger Elterngebühren zur Verfügung. Weitere 2 Milliarden Euro sind für das Jahr 2022 angekündigt.
 
Die Verteilung der Mittel soll sich nach dem jeweiligen Anteil der Unter-Sechs-Jährigen in den einzelnen Bundesländern richten. „Durch unseren überdurchschnittlichen Anstieg der Geburtenraten in den letzten Jahren profitieren wir dann überdurchschnittlich von den Bundesmitteln“, so Drese. 

Foto: Die Mitglieder der Jugend- und Familienministerkonferenz mit Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey in Kiel. Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern
 
Geplant ist, dass der Bund im kommenden Jahr Zielvereinbarungen mit allen 16 Ländern über die Verwendung der Mittel schließt. Drese: „Wir werden den Großteil in die vollständige Beitragsfreiheit für Eltern stecken.“ Darüber hinaus erhöht das Land nach Angaben von Drese auch seine eigenen Mittel für die Kindertagesförderung. „Allein für die Beitragsfreiheit für Geschwisterkinder ab 2019 investieren wir 30 Millionen Euro zusätzlich“, so Drese.
 
Als weitere wichtige Beschlüsse der JFMK bezeichnet Drese die von den Ländern geforderte Erhöhung der Mindest- und Höchstbeträge beim Elterngeld sowie die Verbesserung der rechtlichen Absicherung von Pflegekinderverhältnissen etwa durch eine mehrjährige Perspektivklärung. „Dabei geht es uns darum, Kindern, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können, mehr Stabilität und Kontinuität zu ermöglichen.“
 
Sehr positiv bewertet Ministerin Drese zudem eine in Aussicht gestellte Fachkräfteoffensive des Bundes für Erzieherinnen und Erzieher. Drese: „Auch wenn wir mit unserer neuen dual-orientierten Ausbildung auf der JFMK als gutes Beispiel hervorgehoben wurden, brauchen wir weitere Anstrengungen, um den Fachkräftebedarf mittelfristig zu decken. Dazu gehören z.B. die weitere Erhöhung der Ausbildungskapazitäten oder die Einführung und Weiterentwicklung der Möglichkeiten des Quereinstiegs im Rahmen berufsbegleitender Ausbildungswege. Es ist gut, dass Franziska Giffey hier mit uns gemeinsam einen Schwerpunkt setzt.“ (Pressemeldung vom 04.05.2018)
Quelle: Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung SM MV
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