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Wirtschaft
FBBC: Wichtiger Fortschritt für das Fehmarnbelt-Projekt
Montag, der 16.April 2018
FBBC: Wichtiger Fortschritt für das Fehmarnbelt-Projekt
Schwerin | Kopenhagen: Mit großen Schritten kommt die Planung für das Fehmarnbelt-Tunnel-Projekt voran. Das Fehmarnbelt Business Council (FBBC) begrüßt das erneute Bekenntnis von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Projekt sowie die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen für den ersten Abschnitt der Schienenanbindung durch die Deutsche Bahn beim Eisenbahnbundesamt. „Das ist insgesamt ein wichtiger Fortschritt für die Realisierung des Vorhabens“, sagte der FBBC-Vorsitzende Siegbert Eisenach. 
Er verwies darauf, dass die Investitionen auf dänischer und auf deutscher Seite die über die erwarteten Wachstumsimpulse für die Wirtschaft die Entwicklung der gesamten Region positiv verändern würden: „So wird zum Beispiel die Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Lübeck und Kopenhagen Emissionen verringern und die Umwelt schonen. Auch Pendler profitieren von verbesserten Anbindungen nach der Fertigstellung des Projekts.“ Die Schienenanbindung sei ein essenzieller Bestandteil der neuen Verbindung zwischen den Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen/Malmö. 
 
Michael Svane, Vize-Vorsitzender des FBBC, fügte hinzu: „Besonders aus dänischer Sicht sind es gute Nachrichten, denn nun ist klar, dass die deutscher Seite alles daran setzt, das Projekt möglichst zügig und mit der gebotenen Sorgfalt bei der Planung eines so komplexen Vorhabens zu realisieren.“ Er erinnerte daran, dass umfangreiche Neuplanungen der Streckenführung der Bahnanbindung zwischen Lübeck und Puttgarden bereits erfolgt sind. Die rund 85 Kilometer lange deutsche Schienenanbindung werde auf 30 Kilometern einen neuen Verlauf nehmen, um Orte an der Lübecker Bucht zu umfahren. 
 
In diesem Zusammenhang verwies Svane auf die Vorteile des zweigleisigen Ausbaus der dann elektrifizierten Eisenbahnstrecke auf insgesamt über 220 Kilometern Länge auf der Fehmarnbelt-Achse. Auf dänischer Seite seien die Bauarbeiten in vollem Gange, denn auch dort seien mit dem Ausbau große Kraftanstrengungen verbunden: Eine Strecke von 55 Kilometern Länge werde zweigleisig ausgebaut und die 120 Kilometer lange dänische Schienenanbindung elektrifiziert. „Elektrifizierung und zweigleisiger Ausbau sind äußerst wichtig für grenzüberschreitende Verkehre auf der Schiene”, betonte Svane. 
 
Eisenach betonte die Vorteile für die Wirtschaft: „Skandinaviens Anbindung an Mitteleuropa auch beim Güterverkehr auf der Schiene wird deutlich besser. 160 Kilometer Umweg über die sogenannte Jütland-Route lassen sich künftig einsparen.“ Durch die durchgehende Verbindung und den Ausbau werde die Bahn deutlich attraktiver – auch für den Personenverkehr: „Dadurch wird es möglich, in etwa zweieinhalb Stunden von Kopenhagen nach Hamburg zu fahren. Die Wachstumszentren Nordeuropas rücken somit näher aneinander.“ 
Schon jetzt sei das Interesse an den Nachbarn groß und es bestünde ein reger Austausch in vielen Bereichen, auch über die Wirtschaft hinaus. Dieses Miteinander würde sich in Zukunft noch deutlich verstärken, sind sich Eisenach und Svane sicher. Gemeinsam mit dem schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Bernd Buchholz wird sich eine Delegation mit hochrangigen Vertretern der norddeutschen Wirtschaft am 27. Mai 2018 über Kopenhagen auf den Weg nach Malmö machen, um im Herzen der südschwedischen Stadt an den Fehmarnbelt Days teilzunehmen (28. Und 29. Mai 2018). Die im Fehmarnbelt Business Council zusammengeschlossenen Kammern und Wirtschaftsorganisationen treten diese Reise gemeinsam mit dem Fehmarnbelt-Komitee, dem Zusammenschluss der Akteure in der deutsch-dänischen Grenzregion, an. 
 
In Malmö wird Buchholz mit seinen Amtskollegen aus Dänemark und Schweden, Ole Birk Olesen und Tomas Eneroth, sowie dem Europäischen Koordinator für den skandinavisch-mediterranen Korridor, Pat Cox, diskutieren. Auch dies unterstreicht den zutiefst europäischen Gedanken des gesamten Fehmarnbelt-Projekts, das einen Flaschenhals im europäischen Verkehrsnetz beseitigen soll. 
 
Das Fehmarnbelt Business Council ist ein Zusammenschluss der Handelskammer Hamburg, Handwerkskammer Schleswig-Holstein, IHK Schleswig-Holstein, Industrie- und Handelskammer zu Schwerin, Kaufmannschaft zu Lübeck, Unternehmensverband Nord, Dansk Industri, Dansk Erhverv, Deutsch-Dänischen Handelskammer, HanseBelt e.V. sowie der Industrie- und Handelskammer Südschweden. Mit seinen elf Mitgliedsorganisationen repräsentiert es über 400.000 Unternehmen aus Deutschland, Dänemark und Schweden. (Pressemeldung vom 16.04.2018)
Quelle: Industrie- und Handelskammer zu Schwerin | Foto: IHK Schwerin
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