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Wirtschaft
Vattenfall investiert in den Bau Europas größter Batteriefabrik in Nordschweden
Sonntag, der 19.November 2017
Vattenfall investiert in den Bau Europas größter Batteriefabrik in Nordschweden
Berlin: Die schwedische Firma Northvolt plant den Bau der größten Batteriefabrik in Europa, um Kunden aus der Automobilbranche und anderen Industrien flexible Speicherlösungen anbieten zu können. Unter der Federführung zweier ehemaliger Tesla Manager soll die Fabrik bei Fertigstellung im Jahr 2020 eine Gesamtkapazität von 32.000 Gigawattstunden pro Jahr aufweisen und 2.500 Arbeitsplätze schaffen.
 
Vatenfall investiert nicht nur fünf Millionen Schwedische Kronen in die Batteriefabrik, sondern unterstützt damit aktiv die Umstellung auf erneuerbare Energien. „Wenn die Batteriefabrik Wirklichkeit wird, bedeutet das eine Halbierung der Kosten für Batterien für Elektrofahrzeuge. Das wird Elektromobilität wettbewerbsfähiger machen. Wenn der Anteil der Elektroautos steigt, erhöht sich wiederum der Wert des Ladenetzes InCharge, welches wir dabei sind aufzubauen“, betont Andreas Regnell, Leiter des Bereichs Strategie bei Vattenfall.
 
Der Gründer von Northvolt, Peter Carlsson, war vorher Logistikleiter bei Tesla, dem amerikanischen Hersteller von Elektroautos. Das Unternehmen will Batterien für den Verkehrssektor und die Energiespeicherung herstellen. Die Produktion soll während des zweiten Halbjahres 2018 beginnen und Ende 2020 die Volumenproduktion erreichen.
 
Andreas Regnell, Head of Strategy bei Vattenfall, erklärt, warum Vattenfall an dem Projekt teilnimmt.
 
Andreas Regnell: Wir verfolgen die Strategie, für die Energiewende und für klimafreundliche Lösungen einzutreten. Der Bau dieser Fabrik zur Herstellung von Batterien ist das interessanteste und größte Batterieprojekt in Europa. Aber es ist nicht so, dass Vattenfall nun eine Batteriefabrik kauft. Wir investieren rund fünf Millionen Schwedische Kronen. Diese Investition könnte mn aus unserer Sicht am treffendsten als ein Geschäftsentwicklungsprojekt bezeichnen.
 
Was heißt das?
Uns ist bewusst, dass Batterien und die Speicherung von Strom bei der Umstellung auf Energien ohne fossile Brennstoffe eine wichtige Rolle spielen werden. Durch unsere Beteiligung werden wir viel lernen – Kenntnisse, die Anregungen für neue, eigene Geschäfte geben können. Batterien haben eine stetig zunehmende Bedeutung, vor allem im Verkehrssektor, aber auch für das Energiesystem insgesamt, wenn der Bedarf für Energiespeicherung steigt.
 
Auf welche Weise nützt das Vattenfall?
Wenn die Batteriefabrik Wirklichkeit wird, bedeutet das eine Halbierung der Kosten für Batterien für Elektrofahrzeuge. Das wirdElektroautos vom Kostengesichtspunkt her wettbewerbsfähiger machen. Wenn der Anteil der Elektroautos steigt, erhöht sich wiederum der Wert des Ladenetzes InCharge, welches wir dabei sind aufzubauen.
 
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Fabrik für ihre Batterieherstellung 300 Megawatt Strom benötigt. Das ist ein erheblicher Betrag, um den sich der Stromverbrauch erhöht, was für Vattenfall ebenfalls von Vorteil wäre.
 
Peter Carlsson, Geschäftsführer von Northvolt, steht der Sache ebenfalls positiv gegenüber. Peter Carlsson: Es ist natürlich von Vorteil, wenn sich eines der größten Energieunternehmen Skandinaviens an unserem Plan beteiligt, Europas größte Batteriefabrik zu bauen. Unser Engagement zielt darauf ab, das Energiesystem von morgen ohne fossile Brennstoffe möglich zu machen. Wir freuen uns sehr darüber, dass Vattenfall mit dabei sein will, was unserer Ansicht nach eine Win-win-Situation für die Gesellschaft insgesamt ist.
 
Der Baubeginn für Europas größte Batteriefabrik ist für 2018 geplant. (Pressemeldung vom 20.11.2017)
Quelle: Vattenfall GmbH | Foto: Vattenfall GmbH
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