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Wirtschaft
Solar Orbiter geht vor nächster Sonnenfinsternis an den Start
Dienstag, der 22.August 2017
Solar Orbiter geht vor nächster Sonnenfinsternis an den Start
Stevenage: Die heutige totale Sonnenfinsternis in den USA wird spekta­ku­läre Bilder der geheimnisvollen Sonnenkorona liefern. Von der Erde aus ist dieser eine Million Grad heiße „Feuerring“ um die Sonne mit bloßem Auge nur sichtbar, wenn sich der Mond, der das schwache Leuchten der Korona normalerweise überlagert, für kurze Zeit vor die Sonnenscheibe schiebt.
 
Wissenschaftler, die das Glück haben, die Sonnenfinsternis von der Erde aus beobachten zu können, werden die Korona während des maximal 160 Sekunden dauernden Ereignisses genau studieren und versuchen, viele ungeklärte Fragen zu beantworten. Bis heute weiß beispielsweise niemand, warum die Korona mehr als 100 Mal heißer als die Oberfläche der Sonne ist.
 
Zeitgleich stellt Airbus im englischen Raumfahrt-Montagezentrum Stevenage den im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA zu bauenden Solar Orbiter endgültig fertig.
Foto: Airbus steht in Stevenage (Großbritannien) kurz vor dem Abschluss der Integration des Solar Orbiter. Dann folgt eine vollständige elektrische Testreihe.  Bei der nächsten totalen Sonnenfinsternis wird der Solar Orbiter bereits seine Reise ins Innere des Sonnensystems angetreten haben!
 
Im Februar 2019 wird der Solar Orbiter gestartet und nach Erreichen der Umlaufbahn eine Beobachtung der Sonnenkorona über längere Zeiträume und mit einer Detailgenauigkeit ermöglichen, die von der Erde aus oder mit einem um die Erde kreisenden Raumfahrzeug niemals realisierbar wäre. Die zehn an Bord befindlichen Instrumente werden nicht nur Informationen zur Korona, sondern auch zur Sonnenscheibe selbst, den Solarwinden und den Magnetfeldern der Sonne liefern. Damit erhält die Wissenschaft wichtige Einblicke in die Funktionsweise unseres Zentralgestirns, mit denen sich auch die zeitweilig auftretenden „Sonnenstürme“ besser vorhersagen lassen.
 
Das letzte der zehn Instrumente wird diesen Monat eingebaut. Danach geht der Orbiter in eine Testphase, bevor gegen Ende 2017 der Hitzeschild, die Antennen und der Ausleger installiert werden. Den ersten vollständigen elektrischen Test haben die Bordinstrumente bereits erfolgreich absolviert. Damit steht fest, dass das gesamte System wie erwartet funktioniert.
 
Wenn im Pazifischen Ozean und in Südamerika am 2. Juli 2019 die nächste totale Sonnen­finsternis zu beobachten ist, wird der Solar Orbiter seine dreieinhalbjährige Reise ins Innere des Sonnensystems bereits angetreten haben. (Pressemeldung vom 21.08.2017)
Quelle: Airbus Defence and Space| Foto: Airbus Defence and Space
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