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Wissenschaft
Der plötzliche Herztod gehört noch immer zu den häufigsten Todesursachen.
Dienstag, der 24.Januar 2012
Der plötzliche Herztod gehört noch immer zu den häufigsten Todesursachen.
Kiel: Im Rahmen des Hauptstadtkongresses für Anästhesiologie und Intensivtherapie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) in Berlin wurde Dr. Matthias Grünewald (34),  Facharzt der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des UKSH, Campus Kiel, im Bereich experimentelle Forschung ausgezeichnet. Sein Vortrag mit dem Titel „Die Vorhersage der Volumenreagibilität in der Postreanimationsphase ist abhängig von der linksventrikulären Funktion“ wurde mit dem 3. Preis prämiert. Die Ergebnisse der Arbeit können dazu beitragen, die Behandlung wiederbelebter Patienten zu verbessern. „Nur eine optimale Weiterbehandlung der erfolgreich wiederbelebten Patienten sichert langfristig deren Lebensqualität“, so die Überzeugung des Facharztes für Anästhesiologie.
 
Zum Team gehört auch der Kieler Arzt Tobias Neumann (30), der auf der Jahrestagung der American Heart Association (AHA) im vergangenen November in Orlando (Florida, USA) den Young Investigator Award erhielt. In seiner Arbeit „Hands-On Defibrillation has the Potential to Improve CPR Quality and Is Safe for Rescuers: A Preclinical Study“ konnte der Anästhesist zeigen, dass bei Einhaltung strenger Sicherheitsmaßnahmen die Herzdruckmassage während der Defibrillation mit modernen Geräten nicht unterbrochen werden muss. Die kontinuierliche Herzdruckmassage wird heute als entscheidend für das Überleben angesehen. „Der Young Investigator Award zeigt erneut, welch hohen Stellenwert die internationalen Fachgesellschaften der Wiederbelebungsforschung zukommen lassen“, freut sich Neumann über die Auszeichnung. Der Kongress der AHA – eine international anerkannte Tagung mit mehr als 22.000 Teilnehmern – bringt führende Experten der ganzen Welt aus den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin, Epidemiologie und Prävention zusammen.
 
Der plötzliche Herztod gehört noch immer zu den häufigsten Todesursachen. In Deutschland versterben an der Herzerkrankung 100.000 bis 200.000 Menschen pro Jahr. Die frühzeitig begonnene Reanimation und eine optimale Therapie können helfen, diese schwere Erkrankung zu überleben. Das Forscherteam aus der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, um Privatdozent Dr. Patrick Meybohm und Prof. Dr. Berthold Bein beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit diesem Thema. (Pressemeldung vom 23.01.2012)
Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein UK SH | Foto: UKSH
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