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Wirtschaft
AGRAVIS Raiffeisen - Getreidepreise: Was bringt uns die Zukunft?
Donnerstag, der 27.Juli 2017
AGRAVIS Raiffeisen - Getreidepreise: Was bringt uns die Zukunft?
Münster: Wir kennen das: Solange keine neuen Ernten eingefahren sind, treffen die Medien meist nur recht vage Vorhersagen zu Angebot und Nachfrage. Erst mit dem Eintreffen von Fakten und konkreten Ertragszahlen der Flächen samt ihrer Qualitäten ändern sich auch die Qualitäten der Statistiken und Prognosen. Deutlich zu beobachten war das im Vorjahreszeitraum in Europa – und speziell bei unseren französischen Nachbarn.
 
Aus der vormals „hochgelobten Ertragslage“ wurde, bedingt durch die katastrophale Ernte in Frankreich, eine europäische Ernte weit unter Durchschnitt. Vieles daraus hat dazu beigetragen, dass sich die Preisniveaus für Getreide und Ölsaaten in der Europäischen Union im Herbst 2016 stabilisierten und bei Raps sogar haussierten. Außerhalb Europas wurde Getreide teils sehr gut geerntet, was uns leider phasenweise niedrige Weizen-, Mais- und Gerstenpreise in den EU-Exporthäfen bescherte.
 
Wird die Ernte 2017 doch nicht so groß ausfallen wie vor Wochen prognostiziert?
Im Vorfeld der diesjährigen Ernte haben Fondsgesellschaften, auf Basis der hohen Endbestände der Ernte 2016 und einem vermeintlich üppigen Angebot der Ernte 2017, spekulativ auf fallende Preise gesetzt, doch nun scheint ein gewisser Boden erreicht zu sein. Tatsächlich stufen alle namhaften Institutionen die diesjährigen globalen Getreideernten gegenüber dem Vorjahr deutlich schwächer ein. Besonders Australien und Russland werden als bedeutende Exporteure ihre Rekordernten vom Vorjahr unterschreiten.
 
Auch der Rückgang der US-Weizenfläche lässt hoffen, dass Europas Getreide wieder ein größeres Tortenstück am Exportmarkt ausmachen wird. Denn eines scheint sicher: Langfristig wächst der weltweite Bedarf! Es bleibt nur eine Frage der Zeit oder weiterer Rückstufungen der Ernteerwartungen, wann die spekulativen Investmentgesellschaften ihre großen Leerverkäufe (shorts) wieder eindecken müssen, um bei anziehenden Getreidepreisen nicht Verluste zu machen.
 
Steigende Preise – Einlagern oder Landea-Kontrakte für Weizen und Raps abschließen?
Bei der Vermarktung wird am häufigsten ein Terminkontrakt gewählt, der neben dem gewünschten Liefertermin auch Qualitäten sowie alle relevanten monetären Konditionen fixiert. Ein solcher Kontrakt dient der Absicherung gegen fallende Marktpreise und der Liquiditätssteuerung.
 
Vertritt man die Marktmeinung eines zukünftig steigenden Produktpreises, dann wird die Ware weiter gelagert oder es werden Prämienkontrakte abgeschlossen. Wie bei der Einlagerung ist die Ware nicht verkauft, sondern der Preisabstand zwischen der Ware im Lager und der Ware eines Terminkontrakts des vergleichbaren Produkts – z.B. an der Warenterminbörse NYSE Euronext (MATIF) – wird als Prämie (KASSA minus MATIF) vertraglich fixiert. Der MATIF-Kurs dient hierbei als eine Art Trendmonitor und der Landwirt entscheidet später unter Beobachtung der MATIF, wann er den finalen Verkaufspreis für seine Lagerware fixiert. 
Für die gleiche Markterwartung steigender Preise können Landea-Kontrakte für Weizen und Raps eine gute Alternative zur Einlagerung oder einem Prämienkontrakt sein. Das Prinzip aller Landea-Kontrakte basiert auf einer Kombination aus Verkauf der physischen Ware und gleichzeitigem Kauf einer gleichen Warenmenge eines Referenzkontrakts mit möglichst langer Laufzeit an der Warenterminbörse. Damit kauft man sich das Recht (Option) und die Chance, bei später anziehendem MATIF-Niveau den günstigen Einkauf wieder teurer zu verkaufen. Die Differenz ist der Gewinn, der dem Landwirt nachvergütet wird. Der Landwirt benötigt hierfür kein Börsenkonto, sondern handelt praktisch beide Märkte (KASSA und BÖRSE) aus einer Hand.
 
Sofortige Liquidität
Nach erfolgter physischer Lieferung (z.B. ex Ernte) erhält man den zum Stichtermin vereinbarten Kontraktpreis und somit, anders als bei der Einlagerung, sofortige Liquidität. Der Kaufpreis der Landea-Menge ist nicht etwa der volle MATIF-Kurs, sondern die je nach Kontraktmodell fällige Optionsgebühr. Wählbar sind Landea-Modelle mit Mindestpreis und Absicherung gegen fallende Börsenpreise, die in etwa so viel kosten wie eine Einlagerungsgebühr. Kontrakttypen ohne Preisschutz kosten für Weizen nur 3 Euro/Tonne und für Raps lediglich 5 Euro/Tonne, völlig unabhängig der gewählten Laufzeit – selbst wenn sie beispielsweise erst im April des Folgejahres endet. Innerhalb dieser Zeit entscheidet der Landwirt, wann er die gekaufte MATIF-Menge wieder verkauft. Die erzielte Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufsniveau an der Warenterminbörse wird als Ergebnis vergütet.
 
Vor rund vier Jahren mit wenigen Landea-Kontraktmodellen gestartet, bietet die Landea-Produktfamilie heute für jede Markterwartung und Marktsituation ein breites Sortiment. Entsprechend ist auch die Nachfrage aus der Landwirtschaft gewachsen: Mit den Jahren haben landwirtschaftliche Betriebe diese Vermarktungskonzepte in Kontraktgrößen von 50 Tonnen bis zu mehreren 100 Tonnen genutzt.
 
Landea: Infos kompakt
  • Mit Landea setzen Sie auf steigende Märkte und optimieren Ihre Vermarktung
  • Landea kann eine gute und sinnvolle Alternative zur Einlagerung sein
  • Landea-Optionsgebühr bereits schon ab 3 Euro/Tonne
  • Mit physischer Lieferung erhalten Sie sofort Liquidität!
  • Ein Vertragspartner für Kassamarkt und börsenbasierte Kontrakte
  • Langjährige Erfahrung, bewährte Kontraktmodelle für sicherheits- und/oder chancenorientierte Anleger
  • Tägliche Transparenz und Aktualität / E-Mail-Report Ihrer Marktwerte
  • Zeitpunkt des Handelns bestimmen weiter Sie
  • Selbst Durchschnittspreismodelle können Sie aktiv optimieren
  • Landea – einfach strukturiert und praxiserprobt in kleinen 50-Tonnen-Schritten
  • Sie benötigen kein Börsenkonto
 
(Pressemeldung vom 26.07.2017)
Quelle: AGRAVIS Raiffeisen AG | Foto: AGRAVIS Raiffeisen AG
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