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Wirtschaft
Stärkeres Engagement für Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern gefordert
Mittwoch, der 13.Mai 2015
Stärkeres Engagement für Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern gefordert

Schwerin: Der Bundesverband WindEnergie und die IG Metall Küste haben vor einem zögerlichen Ausbau der Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern gewarnt. Vor der Landespressekonferenz in Schwerin forderten der Interessenverband und die Gewerkschaft, stärker die Chancen herauszustellen, die die Energiewende für die Wirtschaft und Arbeitsplätze im Land bedeuten.

„Ohne die Windenergie an Land und auf See wird die Energiewende nicht gelingen“, sagte Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Es sei deshalb falsch von der Landesregierung, die Pläne für Windparks auf See drastisch einzuschränken. „Die Regierung darf sich nicht von den Interessen einzelner Gruppen wie den Hotelbesitzern leiten lassen, sondern muss deutlich stärker für die Akzeptanz der Energiewende werben“, so der Gewerkschafter. „In der Diskussion wird häufig vergessen, dass die Windkraftindustrie für Wertschöpfung und Arbeitsplätze sorgt. Dadurch wird die industrielle Basis im Land gesichert.“

Andreas Jesse, Landesvorsitzender Mecklenburg-Vorpommern des Bundesverbandes WindEnergie, sieht als Voraussetzungen für eine weiter positive Entwicklung der Erneuerbaren Energien im Land, dass veraltete fossile Kraftwerke aus dem Markt genommen werden und Flächen für die Errichtung von Anlagen bereitgestellt werden. Nötig sei außerdem ein Strommarktdesign, welches der Energiewende Rechnung trägt. Er forderte von der Landesregierung ein „deutlich stärker akzentuiertes gemeinsames Auftreten“ für die Energiewende: „Der Energieminister darf in der Debatte nicht allein gelassen werden. Die Energiewende ist nicht das Projekt einer Person, sondern ein Gemeinschaftswerk. Wir fordern daher die Landesregierung auf, mutiger zu sein und gemeinsam die Chancen der Energiewende zu ergreifen“, so Jesse. (Pressemeldung vom 13.05.2015)

Quelle: IG-Metall Küste | Foto: IG-Metall Küste
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