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09 Uhr - EHEC - weitere Krankheitsfälle, Ursachenforschung läuft auf Hochtouren - WEITER LESEN…
Montag, der 30.Mai 2011
09 Uhr - EHEC - weitere Krankheitsfälle, Ursachenforschung läuft auf Hochtouren - WEITER LESEN…
Hamburg: Der aggressive EHEC-Erreger fordert immer mehr Opfer, die Quelle ist immer noch nicht identifiziert . Die Zahl der Toten, alle stammten aus Norddeutschland, stieg auf zehn. Viele Patienten liegen in äußerst kritischem Zustand auf der Intensivstation. Laut Verbraucherschutzministerium ist derzeit noch nicht bekannt, wo die Kontamination der Waren stattgefunden habe. "Es ist wichtig, dass die Ursache so schnell wie möglich ermittelt wird. National und international arbeiten die zuständigen Behörden mit Hochdruck an der Aufklärung des Falls. Solange es den Experten in Deutschland und Spanien nicht gelungen ist, die Quelle des Erregers zweifelsfrei zu benennen, haben die allgemeinen Warnhinweise für Gemüse weiterhin Bestand. Der Schutz der Verbraucher hat immer Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen - deshalb war es richtig, dass die deutschen Fachbehörden frühzeitig gewarnt haben",  so Bundesministerin Ilse Aigner zum aktuellen Stand der EHEC-Fälle in Deutschland am 29. Mai 2011Heute wollen sich Bundesregierung, Länder und Behörden bei einem Spitzentreffen in Berlin beraten.

Um EHEC-Infektionen zu vermeiden, empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung den Verbrauchern:
 
  •  Fleisch und Hackfleisch von Wiederkäuern vor dem Verzehr ausreichend erhitzen (mindestens 70°C für zwei Minuten im Inneren des Fleisches)
  •  Rohmilch, also unbehandelte Milch direkt vom Bauernhof, vor dem Verzehr abkochen
  • Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen und sorgfältig abtrocknen (mindestens vor der Zubereitung von Speisen, nach Kontakt mit Tieren oder rohem Fleisch und vor dem Essen)
  • Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten, auch verschiedene Bretter, Teller, Messer und Zangen benutzen (auch beim Grillen)
  • Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit rohem Fleisch, dessen Verpackungen oder Tauwasser sofort gründlich reinigen und abtrocknen
  • Lappen und Handtücher nach der Zubereitung von rohem Fleisch möglichst auswechseln und bei mindestens 60°C waschen
  • Rohes Gemüse und Obst vor dem Konsum schälen oder zumindest gründlich waschen.
Prof. Dr. Jörg F. Debatin, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) am Samstag: "Wir bereiten uns im UKE auf weitere schwer kranke HUS-Patienten vor, für sie halten wir stets zehn Prozent Kapazität frei. So haben wir acht Patienten mit im Vergleich leichterem Krankheitsbild  in andere Krankenhäuser verlegt." Zwischen zehn und 20 Prozent der Ehec-Erkrankten entwickeln als Komplikation das so genannte HU-Syndrom. "Zahlreiche Kliniken, Firmen und auch niedergelassene Ärzte aus Hamburg und den benachbarten Bundesländern haben uns auf vielfältige Weise Unterstützung angeboten. Wir freuen uns sehr über diese Angebote." 
 
"Seit Freitagabend setzen wir bei schwerstkranken Patientinnen und Patienten mit Störungen des zentralen Nervensystems ein neues Medikament ein", sagt Prof. Dr. Stahl, renommierter Nierenspezialist und Ärztlicher Leiter der III. Medizinischen Klinik des UKE. "Erst in einigen Wochen werden wir wissen, wie erfolgreich diese Therapie sein wird. Es handelt sich dabei um einen Antikörper, der neurologische Veränderungen und Nierenschäden verbessern soll.
Auch der Aufruf, dass in diesen Wochen zusätzliche Blutspender gebraucht werden, stößt auf großes Echo. Dafür sind wir dankbar. Das UKE verfügt noch für einige Wochen über ausreichend Plasma, selbst wenn weiterhin täglich 500 Einheiten benötigt werden. Der durchschnittliche Verbrauch liegt sonst bei 60 Einheiten pro Tag. Die Spenden in diesen Wochen werden benötigt, um die Plasma-Vorräte wieder zu füllen. Denn die Gewinnung von Plasma aus Blut dauert rund drei Monate. Die UKE-Blutspende hat jeden Werktag geöffnet.
 

Aktuelle Zahlen: 
Erwachsene: Am Samstag versorgen die UKE-Ärzte insgesamt 64 Patienten, die das HU-Syndrom entwickelt haben. Darunter derzeit 48 Erwachsene (insgesamt waren seit vergangenem Donnerstag damit 68 erwachsene HUS-Patienten im UKE; 8 wurden im Laufe der Woche entlassen, 8 nach Hannover verlegt, 2 in ein Hamburger Krankenhaus, 1 nach Berlin). In der vergangenen Nacht ist eine 87-jährige an HUS erkrankte Patientin im UKE verstorben.
Kinder: Derzeit befinden sich 16 Kinder in der UKE-Kinderklinik, die an HUS erkrankt sind. Nachdem zwei Kinder entlassen werden konnten, vier weitere gestern aufgenommen.
In der Notfallambulanz für Betroffene mit Verdacht auf eine EHEC-Infektion stellten sich auch am heutigen Freitag rund 40 bis 50 Patientinnen und Patienten vor. Insgesamt hat das UKE damit rund 400 Patienten mit Verdacht auf eine EHEC-Infektion untersucht und diagnostiziert. Bei den meisten bestätigt sich weiterhin der Verdacht. (Pressemeldung vom 28.05.2011/29.05.2011)
Quelle: UKE | RKI | BMELV
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