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Wirtschaft
Biomassepotenzialstudie für Schleswig-Holstein
Freitag, der 16.Dezember 2011
Biomassepotenzialstudie für Schleswig-Holstein
Kiel: Umweltministerin Dr. Juliane Rumpf hat heute (13. Dezember) die aktuelle Biomassepotenzialstudie für Schleswig-Holstein vorgestellt. Das in Kiel präsentierte Dokument schätzt das Energiepotenzial aus Biomasse für das Jahr 2020 neu ab. Außerdem wurde untersucht, welche Stoffmengen für die Erreichung des Ziel- und Ausbauszenarios der energetischen Nutzung von Biomasse benötigt werden. Umweltministerin Rumpf: "Zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass im Jahr 2020 das energetische Biomassepotenzial deutlich höher ist als der bisher angestrebte Versorgungsbeitrag der Biomasse am Endenergieverbrauch in Schleswig-Holstein." Sie erläuterte, dass der Kalkulation nur eine sehr moderate Ausweitung des Anbaus von Energiepflanzen zugrunde liege. Erreicht werde das insbesondere durch eine konsequente Nutzung von Reststoffen, insbesondere Gülle und Stroh, sowie einem züchterischen Fortschritt bei den ertragreichsten Energiepflanzen. 
Aus Biomasse könnten etwa 20 Prozent (44 Petajoule) des 2020 zu erwartenden Endenergieverbrauchs für die Sektoren Strom, Wärme und Kraftstoffe bereitgestellt werden. "Damit ist bei konsequenter Nutzung von Reststoffen und dem Anbau geeigneter Energiepflanzen genügend heimische Biomasse vorhanden, um das Ziel- und Ausbauszenario für Energie aus Biomasse im Jahr 2020 zu erreichen", betonte Juliane Rumpf. Einflussfaktoren wie Wirtschaftlichkeit, Akzeptanz und technisch-administrative Hemmnisse bewirkten aber, dass das potenziell vorhandene Biomassepotenzial bis 2020 vermutlich zu etwa 70 Prozent ausgeschöpft werde.
Die energetische Nutzung von Reststoffen stelle mit 48 Prozent des Gesamtpotenzials die entscheidende Größe dar. Das bedeute, dass für den weiteren Ausbau nach 2020 zusätzliche Rohstoffpotenziale bereitstehen, ohne die Anbaufläche für Energiepflanzen erheblich ausweiten zu müssen, betonte Frau Rumpf. Dieser Anbau (ohne Holz) folge mit immerhin 46 Prozent. Trotz dieser ebenfalls noch großen Bedeutung komme die Studie zu dem Resultat, dass nur 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche für den Anbau von Energiepflanzen genutzt werden (Anteil an Ackerfläche 29 Prozent, derzeit 24 Prozent). Im waldarmen Schleswig-Holstein spiele die Energie aus Holz (Wald- und Knickholz) mit ca. sechs Prozent hingegen eine eher untergeordnete Rolle.
 
Statistikamt Nord belegt positive Effekte bei Treibhausgasminderung
 
Die Umweltministerin verwies zugleich auf eine weitere Studie des Statistikamts Nord, in der erstmals eine vollständige Bilanzierung des Versorgungsbeitrags der erneuerbaren Energien (EE) in Schleswig-Holstein für die Jahre 2006-2010 vorgenommen werde. 2010 erreichte EE-Strom demnach einen Anteil am Bruttostromverbrauch von 49 Prozent. "Wäre 2010 ein normal gutes Windjahr gewesen, hätte der Anteil sogar bei 54 Prozent gelegen", sagte Juliane Rumpf. Da auf Bundesebene der Anteil bei 17 Prozent liege, habe Schleswig-Holstein also einen etwa dreimal so hohen Anteil erreicht. Über alle drei Teilmärkte – Strom, Wärme und Kraftstoffe – lag 2010 der EE-Anteil am Endenergieverbrauch in Schleswig-Holstein bei 16 Prozent; im Bundesdurchschnitt bei elf Prozent. "Überrascht hat mich das Ergebnis, dass 2010 der endenergetische Versorgungsbeitrag der Biomasse sogar deutlich höher als bei der Windenergie war", so die Umweltministerin. Ersterer habe 6.024 Gigawattstunden (GWh) betragen, letzterer lag bei 4.901 GWh. (Eine GWh entspricht einer Milliarde Wattstunden.) Dennoch sei im Szenario für den EE-Ausbau bis 2020 der Ausbau der Windenergie entscheidend. Erfreulich sei laut Frau Rumpf auch das Ergebnis der Treibhausgasminderung durch erneuerbare Energien für die Jahre 2006-2010 in der Studie des Statistikamts Nord. So sei 2010 bereits eine Minderung von knapp sechs Millionen Tonnen erfolgt. Davon entfielen 3,6 Millionen (61 Prozent) auf die Windenergie und zwei Millionen Tonnen (34 Prozent) auf Biomasse. "Die erneuerbaren Energien haben 2010 also bereits gut ein Fünftel der schleswig-holsteinischen Treibhausgasemissionen kompensiert", zeigte sich die Umweltministerin zufrieden. Mit dem vorgesehenen EE-Ausbau bis 2020 werde die Treibhausgasminderung sogar mindestens 40 Prozent höher sein als die noch verbleibenden Treibhausgasemissionen, erläuterte sie. (Pressemeldung vom 15.11.2011)
Quelle: ML Schleswig-Holstein | Foto: Schleswig-Holstein
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