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Wirtschaft
Mariko: Deutsche und niederländische Wirtschaft kooperiert beim „Green Shipping“
Freitag, der 19.September 2014
Mariko: Deutsche und niederländische Wirtschaft kooperiert beim „Green Shipping“

Leer: Zusammen mit dem Land Niedersachsen, den nordniederländischen Provinzen und der EDR (Ems Dollart Region) luden die NHL Hogeschool (Leeuwarden) und die MARIKO GmbH Experten aus der maritimen Wirtschaft und Wissenschaft ins Maritime Kompetenzzentrum nach Leer ein, um Perspektiven und grenzübergreifende Projektansätze zur Unterstützung des maritimen Sektors zu diskutieren.

Einleitend stellte Landrat Bernhard Bramlage dar, dass die maritime Wirtschaft, die beiderseits der Grenze eine prominente Stellung einnimmt, vor großen Herausforderungen angesichts verschärfter Umweltregularien und steigendem Kostendruck steht. Die grenzüberschreitende Kooperation in der maritimen Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren - nicht zuletzt im Rahmen des deutsch-niederländischen Kooperationsprojektes MariTIM (Maritime Technologien und Innovationen – Modellregion Deutschland/Niederlande) - zu einer festen Größe mit hohem Mehrwert für die Entwicklung von Innovationen in der Schifffahrt entwickelt, so Bramlage. Insbesondere der Bereich „Green Shipping“ wird perspektivisch als ein Handlungsschwerpunkt gesehen, um den maritimen Sektor zukunftsfähig weiter zu entwickeln.

Foto: MariTIM-Schiff „Sirocco“  (Mit LNG betriebener Gastanker) der Reederei Chemgas Barging Sarl (Quelle: Chemgas)


Diese Einschätzung teilte auch Franz-Josef Sickelmann, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung. Herr Sickelmann berichtete, dass die niedersächsische Landesregierung die hohe Bedeutung der Themenstellung erkannt habe und bestrebt sei, ein „Green Shipping-Kompetenzzentrum“ in der Weser-Ems Region einzurichten. Nachfolgend stellten Katja Baumann, stellvertretende Geschäftsführerin der MARIKO GmbH und Leo van der Burg, Projektleiter bei der NHL Hogeschool in Leeuwarden, Meilensteine der bisherigen deutsch-niederländischen Kooperation dar: So wurde im Projekt MariTIM nicht nur der Umbau der Borkumfähre „MS Ostfriesland“ der AG EMS, die Ende des Jahres als erstes mit verflüssigtem Erdgas (LNG – Liquefied Natural Gas) betriebenes Schiff unter deutscher Flagge in Fahrt geht, vorbereitet und begleitet.

Foto: Franz-Josef Sickelmann, Landesbeauftragter für regionale Entwicklung in Weser-Ems

Auch wurden drei Binnenschiffe mit einem emissionsarmen Antrieb ausgestattet – darunter auch das erste umgerüstete Binnenschiff mit LNG-Antrieb (Koppelverband Eiger-Nordwand der Reederei Danser in den Niederlanden). Als weiteres Projekt wird derzeit ein Segelzusatzantrieb (Flettner Rotor) für Küstenmotorschiffe konzipiert, welcher kurzfristig in die Erprobung geht und – je nach Fahrgebiet – ein Kraftstoff-Einsparpotenzial von 10 bis zu 25% verspricht. Auf diesen Erfahrung aufbauend, sei man nun mit der Entwicklung weiterer Ansätze befasst, die nicht nur einen ökologischen Beitrag zum Umweltschutz leisten, sondern insbesondere den klein- und mittelständischen Unternehmen in der Region auch einen ökonomischen Vorteil verschaffen sollen. 


Im Rahmen des Experten-Workshops wurden in drei Themengruppen Ansatzpunkte für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Kontext „Green-Shipping“ entwickelt: In der Gruppe „Kraftstoffe der Zukunft“ wurde diskutiert, welche Alternativen es angesichts der Endlichkeit fossiler Brennstoffe gibt, um perspektivisch unabhängiger vom Öl zu werden und energieeffizientere Schifffahrt zu betreiben.

Die Gruppe „Smart Grids – Smart Ships“ beschäftigte sich mit Möglichkeiten einer optimierten (dezentralisierten) Energieversorgung und besseren Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, elektrischen Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln an Bord. Die Experten sehen darin ein erhebliches Potenzial im Hinblick auf Kosteneffizienz und Umweltfreundlichkeit eines Schiffes. Die dritte Arbeitsgruppe fokussierte auf „Ausbildungstechnologien“ vor dem Hintergrund, dass sich mit Hilfe innovativer
Techniken und Instrumente die Effizienz des Schiffbetriebs erhöhen ließe, sowie die Hauptursachen von marinen Umweltverschmutzungen besser vermieden werden könnten. In diesem Zusammenhang wurde den Workshop-Teilnehmern eine Auswahl modernster Lern- und Assistenzsystem im Kontext eLearning, Multimedia und Visualisierung präsentiert und deren Anwendbarkeit für die maritime Ausbildung diskutiert.

Die Organisatoren der Veranstaltung zeigten sich euphorisch angesichts der Vielzahl der Ansatzpunkte und hervorragenden Perspektiven der deutsch-niederländischen Kooperation im maritimen Sektor. Die Ergebnisse der Workshops werden einfließen in Konzept für einen Förderantrag im EU-Programm INTERREG. Potenzielle Partner, die Interesse haben, sich an grenzübergreifenden Entwicklungen von Innovationen im Bereich Green Shipping zu beteiligen, sind herzlich eingeladen, sich mit der MARIKO GmbH in Verbindung zu setzen. (Pressemeldung vom 19.09.2014) 

Quelle: MARIKO GmbH | Foto: MARIKO GmbH
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