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Wirtschaft
Mecklenburg-Vorpommern - Windenergie: Offshore Summit 2014 in Sassnitz
Montag, der 18.August 2014
Mecklenburg-Vorpommern - Windenergie: Offshore Summit 2014 in Sassnitz

Sassnitz: In Sassnitz nahm Energiestaatssekretärin Ina-Maria Ulbrich am 15.08.2014 am Offshore Summit des Fährhafens teil. Auf der Veranstaltung diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Politik über aktuelle und zukünftige Projekte in Nord- und Ostsee sowie Fragen der Netzanbindung.

In ihrem Grußwort betonte die Staatssekretärin die Bedeutung der Windenergie für die Energiewende. "Die Windkraft ist ein bedeutender Wachstums- und Jobmotor für Mecklenburg-Vorpommern. Insbesondere die Offshore-Windparks sind ein wesentlicher Baustein der Energiewende. Sie haben große Potenziale hinsichtlich der Grundlastfähigkeit und Versorgungssicherheit. Offshore-Windenergie sorgt in Mecklenburg-Vorpommern für neue Aufträge in der maritimen Wirtschaft und sichert und schafft damit gute Industriearbeitsplätze. Davon profitieren Häfen und Zulieferer ebenso wie die Werften", erklärte die Staatssekretärin.

Die Landesregierung habe sich deshalb im Verbund mit den anderen Nordländern intensiv in die Diskussion um das neue EEG eingebracht, damit die natürliche Energiequelle der Küstenregion "Wind" weiter die große Bedeutung bei der Gewinnung Erneuerbarer Energien behält.

Ulbrich betonte, dass ein Ausbau dieser Form der erneuerbaren Energien auch zu Konflikten mit anderen Raumnutzungen führt. Ulbrich: "Der Nutzungsdruck im Küstenraum, land- wie seeseitig, ist enorm gestiegen. Um diesen Raumanspruch der verschiedenen Nutzungen zu "managen", d. h. wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen und gleichzeitig die naturräumlichen Grundlagen zu erhalten, nutzen wir seit 2005, übrigens erstmalig in der Bundesrepublik, die Raumplanung auf See. Und um auch künftigen Raumansprüchen Rechnung zu tragen, schreiben wir derzeit das Landesraumentwicklungsprogramm fort."

Im ersten Beteiligungsverfahren seien zahlreiche Hinweise und Anregungen zu den jeweiligen Kapiteln eingegangen, die nun gesichtet und für das anschließende Abwägungsverfahren ausgewertet werden. "Auch zu den vorgeschlagenen Offshore-Windeignungsgebieten gibt es viele Hinweise und Anregungen, besonders aus den Bereichen Natur- und Landschaftsschutz und Tourismus. Wir nehmen diese Sorgen ernst, denn unbestritten ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land. Ebenso unbestreitbar brauchen wir aber weitere erfolgreiche Branchen, um zusätzliche und ganzjährig gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Wir haben verabredet, im konstruktiven Dialog die Flächen zu prüfen", so die Staatssekretärin abschließend. (Pressemeldung vom 18.08.2014) 

Quelle: EM MV Nr. 183/ 2014 | Foto: MV
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