Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfanges der Webseite, bestätigen Sie bitte auch die Verwendung von Third-Party-Cookies & Plugins. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung
Ok
Wirtschaft
GfK im ersten Halbjahr 2014: Positive Effekte der Transformation trotz Umsatzrückgangs sichtbar
Dienstag, der 12.August 2014
GfK im ersten Halbjahr 2014: Positive Effekte der Transformation trotz Umsatzrückgangs sichtbar

Nürnberg: Die GfK Gruppe hat im ersten Halbjahr 2014 ihre strategische Transformation konsequent fortgesetzt und sieht die positiven Effekte der Transformation. Bei rückläufigem Umsatz hat GfK die Marge gehalten und den Cash Flow deutlich verbessert. Der organische Umsatzrückgang von 1,6 Prozent wurde durch Währungseffekte auf 4,2 Prozent verstärkt. Das angepasste operative Ergebnis betrug 68,6 Millionen Euro (-10,1 Prozent ggü. Vorjahreszeitraum). Die Marge lag bei 9,8 Prozent nach 10,5 Prozent im Vorjahreszeitraum, der durch einen Einmaleffekt positiv geprägt war. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im ersten Halbjahr 2014 deutlich um 26,9 Millionen Euro auf 57,6 Millionen Euro. Die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr wurde leicht angepasst. Die Margenprognose wurde bestätigt.

„Unseren Kurs sehen wir bestätigt. Die Umsetzung unserer Transformation und die Bereinigung unseres Produktangebots greifen, und wir sehen ihre positiven Effekte. Dennoch zeigen die Zahlen des ersten Halbjahres ein gemischtes Bild, das durch ein schwaches Marktumfeld, starke Währungseinflüsse und einen Einmaleffekt in der Vergleichsbasis beeinflusst wird“, so Matthias Hartmann, Vorstandsvorsitzender GfK SE.

GfK befindet sich in einer Phase der Neuausrichtung. Das Ziel ist es, die Transformation des Unternehmens bis Ende des Jahres größtenteils abgeschlossen zu haben.

Der Consumer Choices Sektor verfolgt weiterhin eine Wachstumsstrategie und investiert entsprechend. Die Investitionen in zukünftiges Wachstum belasten planmäßig die Profitabilität des Sektors in diesem Jahr. Die starken Auftragseingänge im Mediengeschäft werden ab dem Jahr 2015 zu höherem organischen Wachstum des Sektors führen.

Im Sektor Consumer Experiences stehen die Verbesserung des Ergebnisses und der Marge durch Veränderungen im Produktportfolio und die Konzentration auf Kernaktivitäten im Vordergrund. Hier konnten trotz der planmäßigen Bereinigung des Produktportfolios die Marge und das Ergebnis gesteigert werden.

Details zur Entwicklung der Sektoren
Der Sektor Consumer Choices liegt mit seinem soliden Wachstum im Rahmen des Erwartungskorridors. Der Umsatz im ersten Halbjahr stieg um 1,2 Prozent. Organisch betrug der Anstieg 3,7 Prozent, doch Währungseffekte hatten einen negativen Einfluss von 2,6 Prozentpunkten. Die im Dezember bzw. Januar gewonnenen Aufträge im Bereich der Fernsehzuschauerforschung in Saudi-Arabien und Brasilien führen derzeit zu Anlaufkosten, werden aber ab Mitte 2015 wie geplant zum stärkeren organischen Wachstum beitragen. Die Marge des Sektors betrug 19,4 Prozent. Der Rückgang (Vorjahreswert: 22,5 Prozent) entspricht der Planung und resultiert aus höheren Abschreibungen, den Anlaufkosten für die Neuaufträge, Währungseinflüssen sowie Akquisitionen. Ohne die Investitionen in das zukünftige Geschäft läge die Marge ca. 2 Prozentpunkte höher. Das Ergebnis des Sektors betrug 57,9 Millionen Euro. Ursache für den Rückgang um 8,5 Millionen Euro waren die erwartungsgemäß gestiegenen Abschreibungen für Systeme sowie ein positiver Einmaleffekt im Vorjahreszeitraum.

Der Sektor Consumer Experiences setzt seinen Umbau mit Fokus auf der Margenverbesserung wie geplant fort. Der Anteil innovativer, globaler Produkte, die auf digitalen Plattformen basieren, steigt und trägt zur Akquisition neuer Aufträge bei. Der Umsatz des Sektors ging jedoch um 7,8 Prozent auf 397,2 Millionen Euro zurück. 2,9 Prozentpunkte sind währungsbedingt. Der organische Rückgang (5 Prozent) entstand durch die weitere strategische Bereinigung des Produktportfolios und die Konzentration auf das margenstärkere Kerngeschäft. So trug die Nichtfortführung eines außerhalb des Kerngeschäfts liegenden Auftrags im Bereich der Consumer Electronics einen erheblichen Teil zum Umsatzrückgang bei. Darüber hinaus wirkt eine branchenweit spürbare Schwäche in der Auftragsforschung. Mit dem planmäßigen Umbau seiner Aktivitäten sowie striktem Kostenmanagement erhöhte der Sektor jedoch seine Profitabilität: Das Ergebnis stieg um 15,2 Prozent auf 18,7 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich von 3,8 im Vorjahreszeitraum auf 4,7 Prozent.

Entwicklung der Regionen
Erneut gut entwickelte sich das Geschäft in der Region ZENTRAL OSTEUROPA/META (Mittlerer Osten, Türkei, Afrika). Der Umsatz stieg organisch um 11,4 Prozent, allerdings standen dieser guten Entwicklung starke Währungseffekte entgegen. Der Umsatz wuchs deshalb insgesamt nur um 2,3 Prozent auf 63,9 Millionen Euro. Das Geschäft in Russland konnte im Berichtszeitraum gesteigert werden, doch zeigen sich im Auftragsbuch erste Auswirkungen der Ukraine-Krise.

In der Region NORDEUROPA betrug der Umsatz im ersten Halbjahr 2014 278,0 Millionen Euro. Im Rückgang um 6,6 Prozent fiel die Reduzierung des Auftragsvolumens eines einzelnen Herstellers im Bereich der Consumer Electronics ins Gewicht.
Ebenfalls etwas zurückgegangen (um 2,7 Prozent auf 131,9 Millionen Euro) ist der Umsatz in der Region SÜD- UND WESTEUROPA, in der ein schwieriges Geschäftsklima anhält. GfK hat mit Kapazitätsanpassungen vor allem in Frankreich, Italien und Griechenland auf diese Situation reagiert.

Das organische Wachstum betrug in LATEINAMERIKA 5,4 Prozent. Sehr drastische Währungseffekte wirkten jedoch in der Region, so dass das Gesamtwachstum wegen der Währungseffekte minus 12,5 Prozent betrug. Der Umsatz lag bei 27,3 Millionen Euro.
Das Geschäft in der Region NORDAMERIKA konnte im zweiten Quartal zu einem Umsatzwachstum zurückkehren. Organisch ging der Umsatz nach minus 7,5 Prozent im ersten Quartal daher im Halbjahr insgesamt nur noch um 0,5 Prozent auf 121,0 Millionen Euro zurück. Zum Teil war der starke Umsatz des zweiten Quartals auf den verzögerten Umsatzausweis durch die Einführung des neuen ERP/SAP-Systems im ersten Quartal zurückzuführen.

Dem starken organischen Wachstum in der Region ASIEN UND PAZIFIK von 9,4 Prozent standen negative Währeungseffekte gegenüber, so dass GfK den Umsatz hier letztlich um 2,1 Prozent auf 75,8 Millionen Euro steigern konnte. Zur Umsatzsteigerung hat insbesondere die gute Geschäftsentwicklung in China beigetragen.

Wichtige Kennzahlen
Der UMSATZ der Gruppe ging organisch um 1,6 Prozent zurück. Während der Umsatz des Sektors Consumer Experiences organisch um 5,0 Prozent rückläufig war, konnte der Sektor Consumer Choices organisch um 3,7 Prozent wachsen. Währungseffekte hatten mit minus 2,7 Prozent den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung, so dass der Umsatz um 4,2 Prozent auf 697,9 Millionen Euro zurück ging.

Das EBITDA verringerte sich um 5,7 Millionen Euro auf 90,1 Millionen Euro, das EBIT um 7,8 Millionen auf 60,2 Millionen Euro. Die sonstigen Abschreibungen haben sich in Folge der Investitionen in neue Systeme um 3,5 Millionen Euro wie geplant erhöht.
Das ANGEPASSTE OPERATIVE ERGEBNIS (im Folgenden: Ergebnis) betrug in den ersten sechs Monaten 68,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Verringerung um 7,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vorjahr hatte die Auflösung von Pensionsrückstellungen in Folge der Umstellung des Pensionsplans in der Schweiz zu einem einmaligen Gewinn ab dem zweiten Quartal 2013 geführt, der sich in 2014 nicht fortsetzte. Im ersten Halbjahr 2014 hatte die Abwertung verschiedener für GfK wichtiger Währungen einen negativen Einfluss auf das Ergebnis von 2,2 Millionen Euro.

In Summe ging die MARGE der Gruppe von 10,5 Prozent auf 9,8 Prozent zurück. Diese Differenz entspricht exakt dem Einfluss des einmaligen Pensionseffektes im Vorjahr. GfK ist es somit gelungen, negative Währungseinflüsse, erhöhte Abschreibungen und geringere Umsätze durch ein straffes Kostenmanagement im Ergebnis zu kompensieren.

Der CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT für die ersten sechs Monate 2014 konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 87,5 Prozent auf 57,6 Millionen Euro verbessert werden. Dies wurde durch die deutliche Verbesserung des Working Capital um 17,2 Millionen Euro erreicht. In der Vergleichsperiode war der Cashflow im Zusammenhang mit den Steuernachzahlungen in der Türkei mit 7,6 Millionen Euro belastet.

Ausblick
GfK erwartet, dass die verhaltene Umsatzentwicklung in der ersten Jahreshälfte nicht vollständig durch stärkeres Wachstum in den beiden folgenden Quartalen kompensiert werden kann. Der Vorstand geht deshalb von einem Jahresumsatz für 2014 auf Vorjahresniveau (1.495 Millionen Euro) oder leicht darunter aus und erwartet kein organisches Wachstum. Das neue Ziel liegt nun zwischen -1,5 und 0 Prozent (bisher: +1 bis +2 Prozent) organischer Umsatzentwicklung. Der Zielkorridor für die AOI-Marge (angepasstes operatives Ergebnis zum Umsatz) von 12 bis 12,5 Prozent bleibt unverändert. Wir gehen bei dieser Prognose davon aus, dass sich die geopolitische Lage nicht weiter verschlechtern wird.
Ende Juni waren 79,5 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes verbucht oder im Auftragsbestand enthalten (Vorjahr: 81,9 Prozent).

Der Halbjahresbericht wird planmäßig am 13. August 2014 veröffentlicht.. (Pressemeldung vom 12.08.2014) 

Quelle: GfK SE | Foto: GfK SE
Lesezeichen - weitere Meldungen


04.06.2018
  • Mo
    • Montag, der 04.06.2018
  • Di
    • Dienstag, der 05.06.2018
  • Mi
    • Mittwoch, der 06.06.2018
  • Do
    • Donnerstag, der 07.06.2018
  • Fr
    • Freitag, der 08.06.2018
  • Sa
    • Samstag, der 09.06.2018
  • So
    • Sonntag, der 10.06.2018
  • Mo
    • Montag, der 11.06.2018
  • Di
    • Dienstag, der 12.06.2018
  • Mi
    • Mittwoch, der 13.06.2018
  • Do
    • Donnerstag, der 14.06.2018
  • Fr
    • Freitag, der 15.06.2018
  • Sa
    • Samstag, der 16.06.2018
  • So
    • Sonntag, der 17.06.2018
  • Mo
    • Montag, der 18.06.2018
  • Di
    • Dienstag, der 19.06.2018
  • Mi
    • Mittwoch, der 20.06.2018
  • Do
    • Donnerstag, der 21.06.2018
  • Fr
    • Freitag, der 22.06.2018
  • Sa
    • Samstag, der 23.06.2018
23.06.2018