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Wirtschaft
Petrotec AG - Preisdruck bei AME führt zu schwächerem Q1 Ergebnis
Donnerstag, der 15.Mai 2014
Petrotec AG - Preisdruck bei AME führt zu schwächerem Q1 Ergebnis

Borken: Petrotec AG (ISIN DE000PET111), Europas größter Produzent abfallbasierten Biodiesels, überwiegend auf Basis von Altspeisefetten, erwirtschaftet im ersten Quartal (1. Januar bis 31. März) des Geschäftsjahres 2014 einen Konzern-Umsatz in Höhe von EUR 46,0 Mio., verglichen mit dem gleichen Vorjahreszeitraum (Q1 2013: EUR 47,8 Mio.). Das Unternehmen verzeichnete einen Betriebsverlust (EBIT, Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von EUR 0,8 Mio. (Q1 2013: Betriebsgewinn EUR 1,5 Mio.). Als Ergebnis vor Steuern (EBT) weist das Unternehmen minus EUR 1,2 Mio. (Q1 2012: plus EUR 1,1 Mio.) aus, und das Ergebnis pro Aktie (EPS) sinkt von EUR 0,04 in Q1 2013 auf minus EUR 0,05 im ersten Quartal 2014. Diese Ergebnisse spiegeln die erschwerten Marktbedingungen im ersten Quartal 2014 auf dem abfallbasierten Biodieselmarkt wider.

Die jüngsten Entwicklungen auf den Rohstoff- und Biodieselmärkten haben zu erheblichem Druck auf die AME-Margen (Altspeisefettmethylester) geführt. Auf dem Markt für Biodiesel mit einfacher Gewichtung auf die obligatorische Beimischungsquote hat das Unternehmen einen deutlichen Rückgang der Preise und Margen beobachtet. Durch die Bindung der FAME 0- und RME-Margen (Rapsölmethylester) an Gasöl, haben schwächere Gasöl-Margen einen doppelt negativen Effekt auf die Altspeisefettmethylester-Preise und führen zu sinkenden Verkaufspreisen. Das operative Ergebnis (EBIT) war auch geprägt von einem Rückgang der Produktionsmengen, höheren Personalaufwendungen, sowie aus dem Lageraufbau folgenden höheren Lagerkosten.

Trotz der traditionell schwachen Wintersaison war Petrotec in der Lage, eine höhere Nachfrage nach Biodiesel im ersten Quartal auf zu sich zu ziehen, in erheblichem Umfang Handel zu betreiben (11.700 t in Q1 2014 verglichen mit 3.900 t in Q1 2013) und damit die Verkaufsmengen an Biodiesel in Q1 2014 auf 47.600 t gegenüber 43.400 t in Q 1 2013 zu steigern. Aufgrund geringerer Margen gingen jedoch die Umsatzmargen deutlich zurück. Bedingt durch den Preisrückgang sank der gesamte Verkaufswert trotz höheren Umsatzvolumens um 3,8%. Weiterhin führten eine begrenzte Rohstoffbeschaffung sowie die von Petrotec angelegten strikten Qualitätsparameter zu einem Rückgang des Produktionsvolumens (34.900 t in Q1 2014 gegenüber 37.100 t in Q1 2013). Die Auslastung beider Biodieselproduktionsanlagen betrug 76,5% gegenüber 81,3% in Q1 2013.

In Spanien setzte das Unternehmen seinen geschäftlichen Wachstumstrend fort und diversifizierte seine Zielmärkte. Das Quotensystem wurde in Spanien während des ersten Quartals 2014 bekannt gegeben. Es gilt ab Mai 2014. Darüber hinaus kündigten die spanischen Behörden im April 2014 an, dass der Mechanismus der doppelten Gewichtung in naher Zukunft auch auf dem spanischen Markt eingeführt wird.

Eigenkapitalquote stabil bei 47,9 %

Zum 31. März 2014 verzeichnete die Bilanzsumme einen Rückgang auf EUR 55,6 Mio. gegenüber der Bilanzsumme von EUR 58,2 Mio. zum Jahresende 2013. Dieser Rückgang ist in erster Linie auf den Rückgang des Kassenbestandes (um EUR 5,6 Mio.) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (um EUR 2,7 Mio.) zurückzuführen. Dem gegenüber erhöhte sich der Bestand an Vorräten deutlich um EUR 5,2 Mio. Ferner leistete Petrotec Darlehenstilgung und Zinszahlungen in Höhe von EUR 1,2 Mio. sowie tätigte Investitionen im Umfang von EUR 1,2 Mio. in die Anlagenerweiterung und -modernisierung sowie die teilweise Erneuerung des Fuhrparks, welche ihrerseits zur Abnahme bei Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten auf EUR 4,3 Mio. führten. Insgesamt hat das Unternehmen seine Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 31. März 2014 um 4,9 % auf EUR 29 Mio. gesenkt (31. Dezember 2013: EUR 30,5 Mio.).

Zum 31. März 2014 lag Petrotecs Eigenkapitalquote weiterhin stabil bei 47,9% gegenüber 47,6 % zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2013. Die nahezu unveränderte Eigenkapitalquote ist teilweise auf den Nettoverlust im Berichtszeitraum zurückzuführen, der durch die parallel reduzierte Bilanzsumme ausgeglichen wurde.

Im Vergleich zum Jahresende 2013 stieg das Betriebskapital (Working Capital) um EUR 3,2 Mio. auf EUR 19,8 Mio., hauptsächlich bedingt durch die Zunahme des Vorratsvermögens. Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen sowie sonstige Verbindlichkeiten verringerten sich. Im Berichtszeitraum verzeichnete Petrotec einen negativen operativen Cashflow von EUR 3,2 Mio. gegenüber einem positiven Cashflow aus operativer Tätigkeit von EUR 6,8 Mio. in Q1 2013.

Ausblick 2014

Die geringere Nachfrage auf dem deutschen Markt hat die letztjährige Prämie und Marge für AME deutlich reduziert. Da Rohstoffpreise auf dem Altspeisefett-Markt typischerweise mit einem gewissen Zeitverzug an den Preis für AME gekoppelt sind, wird mit der Preisanpassung der Rohstoffpreise während des zweiten Quartals gerechnet. Ferner veranlassten die letztjährigen Erfahrungen des zur Sommersaison zu verzeichnenden Preisanstiegs von AME und damit auch des Altspeisefettes die Anbieter dazu, ihre hohen Rohstoffpreise beizubehalten. Es ist zu erwarten, dass sich diese an die nachlassenden Biodieselpreise und Margen dieser Sommerperiode nach unten anpassen werden.

Generell geht das Unternehmen von einem weiteren Anstieg der Nachfrage nach Biodiesel in Europa, vor allem aufgrund der steigenden Anzahl von Ländern, die das System der doppelten Gewichtung einführen, und der höheren Beimischungs-Verpflichtungen, um die nationalen und europäischen Zielvorgaben für die Treibhausgaseinsparung zu erreichen. Die Bestrebungen der Petrotec nach kontinuierlichen Produktions- und Absatzsteigerungen durch die Optimierung der Produktionsausbeuten sowie des Logistik-Netzwerks genießen auch weiterhin höchste Priorität für Petrotecs Geschäftsleitung.

Unter Berücksichtigung der jüngsten Entwicklungen auf dem Biodieselmarkt und der schwächeren Margen bei einfach gewichteten Produkten, hält es die Geschäftsleitung für wahrscheinlich, dass lediglich die untere Grenze der Zielspanne der im Geschäftsbericht 2013 veröffentlichten Prognose erreicht wird und dass die Möglichkeit besteht, dass die Gesamtprognose reduziert werden muss. (Pressemeldung vom 15.05.2014)

Quelle: Petrotec AG | Foto: Petrotec
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