Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfanges der Webseite, bestätigen Sie bitte auch die Verwendung von Third-Party-Cookies & Plugins. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung
Ok
Wissenschaft
Campus Lübeck - Neues Therapieverfahren bei Komplikationen nach akutem Herzinfarkt
Mittwoch, der 30.April 2014
Campus Lübeck - Neues Therapieverfahren bei Komplikationen nach akutem Herzinfarkt
Lübeck: Die Kardiologen der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein haben zum ersten Mal in Lübeck eine neue Methode angewandt, um einen Einriss der Herzkammerscheidewand (Ventrikelseptumdefekt) zu behandeln. Der komplizierte kardiologische Eingriff erfolgte bei einer 76-jährigen Patientin nach akutem Herzinfarkt.
 
Die Patientin hatte vor einigen Tagen einen Herzinfarkt erlitten, der zunächst mittels einer Ballonaufdehnung und Einsetzung einer Gefäßstütze behandelt wurde. Wenige Tage später trat spontan ein Einriss der Herzkammerscheidewand auf. Der Ventrikelseptumdefekt ist eine seltene, aber meist sehr schwerwiegende Komplikation des Herzinfarktes. Unbehandelt versterben fast alle Patienten an Herzversagen.
 
Mit einer neuen modifizierten Kathetermethode konnte das Team um den Direktor der Medizinischen Klinik II, Prof. Dr. Holger Thiele, die Patientin jetzt ohne Operation erfolgreich behandeln. Der Ventrikelseptumdefekt wurde mit einem speziellen Schirmchen verschlossen. „Gleich nach dem Eingriff, der ohne Narkose durchgeführt wurde, ließ sich die Patientin bereits stabilisieren“, sagte Prof. Thiele. „Sie befindet sich aktuell noch auf der Intensivstation, konnte aber bereits weiter stabilisiert werden.“
Das Mittel der ersten Wahl zum Verschluss des Ventrikelseptumdefektes ist eine Operation. Diese Operation ist allerdings mit einem sehr hohen Risiko verbunden – vor allem, wenn bereits wichtige Organfunktionen der Patienten durch das beginnende Herzversagen beeinträchtigt sind. Bei der Patientin, die jetzt mit dem Katheterverfahren behandelt werden konnte, waren bereits die Nierenfunktion und die Leberfunktion durch das Herzversagen schwer beeinträchtigt. Aus diesem Grund wurde im Expertenteam der Kardiologen und Herzchirurgen am Campus Lübeck entschieden, dass eine Operation wegen des hohen Risikos nicht möglich sei und der Eingriff per Katheter erfolgen sollte.
 
Prof. Thiele ist Experte für die diese relativ neue kardiologische Kathetertechnik. Er hat sie weltweit mit am häufigsten bei Patienten angewandt, die ein extrem hohes Operationsrisiko haben. „Für mich ist es auch immer wieder eine besondere Herausforderung, diese sehr komplexe Technik einzusetzen. Wir hoffen, in Zukunft diese und andere interventionellen Techniken vermehrt zum Wohle der Patienten anbieten zu können“, sagte Prof. Thiele nach dem erfolgreichen Eingriff. (Pressemeldung vom 30.04.2014)
Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | Foto: UKSH, Campus Lübeck
Lesezeichen - weitere Meldungen


04.02.2019
  • Mo
    • Montag, der 04.02.2019
  • Di
    • Dienstag, der 05.02.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 06.02.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 07.02.2019
  • Fr
    • Freitag, der 08.02.2019
  • Sa
    • Samstag, der 09.02.2019
  • So
    • Sonntag, der 10.02.2019
  • Mo
    • Montag, der 11.02.2019
  • Di
    • Dienstag, der 12.02.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 13.02.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 14.02.2019
  • Fr
    • Freitag, der 15.02.2019
  • Sa
    • Samstag, der 16.02.2019
  • So
    • Sonntag, der 17.02.2019
  • Mo
    • Montag, der 18.02.2019
  • Di
    • Dienstag, der 19.02.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 20.02.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 21.02.2019
  • Fr
    • Freitag, der 22.02.2019
  • Sa
    • Samstag, der 23.02.2019
23.02.2019