Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfanges der Webseite, bestätigen Sie bitte auch die Verwendung von Third-Party-Cookies & Plugins. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung
Ok
Wirtschaft
Neues Schweißverfahren für dreidimensionale Grobbleche für Offshore-Anlagen aus Mecklenburg-Vorpommern
Dienstag, der 29.April 2014
Neues Schweißverfahren für dreidimensionale Grobbleche für Offshore-Anlagen aus Mecklenburg-Vorpommern

Stralsund: Die Ostseestaal GmbH & Co KG aus Stralsund entwickelt ein innovatives Schweißverfahren für dreidimensionale Grobbleche für Offshore-Anlagen. „Die Weiterentwicklung von modernen Verfahren und somit der Ausbau von Wissen in so einem wichtigen Feld wie die erneuerbaren Energien ist wichtig, um im Wettbewerb mit anderen mithalten zu können. Dies ist aktive Zukunftssicherung im Offshoresektor“, betonte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

„Das Stralsunder Unternehmen mit Aufträgen aus aller Welt hat sich diesbezüglich einen Namen in der Branche erarbeitet. Gerade bei Offshoreanlagen gibt es noch ein großes Potenzial, da gilt es in die Entwicklungs- und Forschungsarbeit zu investieren und sich somit einen führenden Stand auf dem Wachstumsmarkt zu sichern und neue hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen.“ Das Wirtschaftsministerium beteiligt sich an dem Projekt mit einem Zuschuss aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 197.220 Euro. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen für das Projekt ca. 650.000 Euro.

Reduzierung von Fertigungszeiten und Verbesserung von Qualitätsparametern
Die Ingenieure der Ostseestaal GmbH & Co. KG arbeiten an einem innovativen Schweißverfahren, das zum Fügen mehrdimensional geformter Grobbleche aus hochlegierten Chromnickelstählen eingesetzt werden kann. Dabei soll insbesondere auf der Grundlage von Unterpulver- und Elektroschweißverfahren eine spezielle Verfahrensvariante entwickelt werden, mit der in Kombination mit entsprechender Wärmebehandlung eine qualitätsgerechte Schweißverbindung hergestellt werden kann. Mit Hilfe des zu entwickelnden Verfahrens sollen im Produktionsbereich mehrfach gekrümmte Grobbleche aus hochwertigen Chromnickelstählen prozesssicher zu komplexen Baugruppen gefügt werden. Hauptanwendungsgebiet wird dabei der Bereich der erneuerbaren Energien sein.

Foto: Eine Propellerdüse, die zukünftig mit dem neuen Verfahren gefertigt werden soll.

Der erfolgreiche Abschluss des Projektes würde dem Unternehmen im internationalen Wettbewerb ein klares Alleinstellungsmerkmal garantieren, da ein solches Verfahren bislang nicht produktionsreif zur Verfügung steht. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schweißverfahren lässt der Einsatz der geplanten Verfahrensentwicklung eine erhebliche Reduzierung von Fertigungszeiten und eine Verbesserung von Qualitätsparametern erwarten. Im Bereich der erneuerbaren Energien und hier speziell im Offshoresektor wird von einer Umsatzsteigerung von 20 Prozent ausgegangen. „Mit der Realisierung des Projektes im kommenden Jahr sollen vier neue Arbeitsplätze entstehen“, so Glawe.

Wirtschaftsministerium stockt Mittel für Forschung, Entwicklung und Innovation auf
Der Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation hat zukünftig noch mehr Gewicht in der neuen EU-Förderperiode 2014 bis 2020. „Die Mittel für Forschungsvorhaben werden aufgestockt. Ganz besonders gilt das für die Forschung von Unternehmen. Im Fokus stehen Projekte von Unternehmen und Verbünden aus Wirtschaft und Wissenschaft – die sogenannte Verbundforschung – sowie die Verbesserung der anwendungsnahen Forschungsinfrastruktur“, so Glawe weiter. Künftig sollen im Wirtschaftsministerium fast zehn Prozent mehr EU-Mittel, nämlich 168 Millionen Euro, in der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 (155 Euro Millionen 2007 bis 2013) für die wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung eingesetzt werden.

Die 1995 gegründete Ostseestaal GmbH & Co KG Stralsund ist Spezialist für exaktes dreidimensionales Verformen von Grobblechen in Stahl, Edelstahl, Aluminium sowie Speziallegierungen. Ein Team erfahrener Ingenieure, Meister und Facharbeiter konstruiert und fertigt Baupakete und hochwertige Schweißkonstruktionen für den Schiffbau, die Luftfahrt, die Architektur sowie für regenerative Energieanlagen. Ostseestaal ist mit mehr als 130 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region und integraler Bestandteil des international tätigen Firmenverbundes Central Industry Group, welcher industrielle Produkte und Dienstleistungen auf dem weltweiten, maritimen Sektor bereitstellt. (Pressemeldung vom 29.04.2014) 

Quelle: WM MV Nr. 126 | 2014 | Foto: WM MV, Mecklenburg-Vorpommern
Lesezeichen - weitere Meldungen


29.03.2019
  • Fr
    • Freitag, der 29.03.2019
  • Sa
    • Samstag, der 30.03.2019
  • Mo
    • Montag, der 01.04.2019
  • Di
    • Dienstag, der 02.04.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 03.04.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 04.04.2019
  • Fr
    • Freitag, der 05.04.2019
  • Sa
    • Samstag, der 06.04.2019
  • So
    • Sonntag, der 07.04.2019
  • Mo
    • Montag, der 08.04.2019
  • Di
    • Dienstag, der 09.04.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 10.04.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 11.04.2019
  • Fr
    • Freitag, der 12.04.2019
  • Sa
    • Samstag, der 13.04.2019
  • So
    • Sonntag, der 14.04.2019
  • Mo
    • Montag, der 15.04.2019
  • Di
    • Dienstag, der 16.04.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 17.04.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 18.04.2019
18.04.2019