Mit der Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Für die Nutzung des vollen Funktionsumfanges der Webseite, bestätigen Sie bitte auch die Verwendung von Third-Party-Cookies & Plugins. Mehr Informationen in unserer Datenschutzerklärung
Ok
Wirtschaft
Greenpeace Energy -Bürger subventionieren Atom und Kohle
Freitag, der 21.Februar 2014
Greenpeace Energy -Bürger subventionieren Atom und Kohle

Hamburg: Atom und Kohle verursachen Kosten über die Stromrechnung hinaus, die sich für einen durchschnittlichen Haushalt umgerechnet auf rund 360 Euro pro Jahr belaufen. Das geht aus einer Kurzanalyse des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag des Ökostromanbieters Greenpeace Energy eG hervor. Rund ein Drittel weniger, etwa 220 Euro, zahlt ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden im Jahr 2014 über die EEG-Umlage für den Ausbau der Erneuerbaren. "Die Preise am Strommarkt sind verzerrt. Während die Förderung von Wind und Sonne gut sichtbar in der Stromrechnung ausgewiesen wird, erhalten Kohle und Atom versteckte Subventionen, ohne dass die Stromkunden dies wissen", kritisiert Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy.

Während die erneuerbaren Energien transparent über die EEG-Umlage gefördert werden, haben die konventionellen Energien in 2012 versteckte Kosten in Höhe von rund 40 Milliarden Euro verursacht, die von der Bevölkerung getragen werden müssen. Würde man diese Kosten nach EEG-Methode auf die Verbraucher umlegen, wären dies für einen Haushalt mir einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden umgerechnet 360 Euro pro Jahr. Von den versteckten Kosten entfielen 11 Milliarden Euro auf die Atomenergie, 12,4 Milliarden Euro auf Steinkohle und 13,9 Milliarden Euro auf die besonders umweltschädliche Braunkohle. Hierbei handelt es sich zum einen um staatliche Förderungen wie Finanzhilfen und Steuervergünstigungen, zum anderen um die externen Kosten der einzelnen Energieträger wie Klimaschäden oder Folgekosten eines nuklearen Unfalls. Diese Kosten tragen nicht die Verursacher, sondern werden von Verbrauchern unter anderem über Steuern und Abgaben gezahlt.

Gleichzeitig führt der Ausbau von Wind und Sonne zu einer kräftigen Kostenersparnis, die nicht im Strompreis auftaucht. Erneuerbare-Energien-Anlagen produzieren schon heute zum Teil deutlich günstiger Strom als der konventionelle Kraftwerkspark. Bis zum Jahr 2030 summiert sich der Kostenvorteil auf insgesamt 54 Milliarden Euro, bis 2050 sogar auf 522 Milliarden Euro. "Investitionen in erneuerbare Energien machen uns nicht nur unabhängiger von umwelt- und klimaschädlichen Technologien, sondern unsere Stromversorgung auf lange Sicht auch günstiger", sagt Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy. Die positive Bilanz der erneuerbaren Energien hat zwei Gründe: Atom und Kohle verursachen Umweltschäden, die von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Jede Kilowattstunde grüner Strom hilft, diese Umweltschäden zu vermeiden. Zum anderen schmelzen die Kosten für neue Ökostrom-Anlagen dank technischer Weiterentwicklung und wachsender Routine mehr und mehr dahin. (Pressemeldung vom 21.02.2014)

Quelle: Greenpeace Energy eG | Foto: Greenpeace Energy
Lesezeichen - weitere Meldungen


08.06.2019
  • Sa
    • Samstag, der 08.06.2019
  • So
    • Sonntag, der 09.06.2019
  • Mo
    • Montag, der 10.06.2019
  • Di
    • Dienstag, der 11.06.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 12.06.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 13.06.2019
  • Fr
    • Freitag, der 14.06.2019
  • Sa
    • Samstag, der 15.06.2019
  • So
    • Sonntag, der 16.06.2019
  • Mo
    • Montag, der 17.06.2019
  • Di
    • Dienstag, der 18.06.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 19.06.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 20.06.2019
  • Fr
    • Freitag, der 21.06.2019
  • Sa
    • Samstag, der 22.06.2019
  • So
    • Sonntag, der 23.06.2019
  • Mo
    • Montag, der 24.06.2019
  • Di
    • Dienstag, der 25.06.2019
  • Mi
    • Mittwoch, der 26.06.2019
  • Do
    • Donnerstag, der 27.06.2019
27.06.2019