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Wirtschaft
Parlamentarischer Abend zur Zukunft der Seehafenanbindungen
Donnerstag, der 20.Februar 2014
Parlamentarischer Abend zur Zukunft der Seehafenanbindungen

Lüneburg | Hamburg: Beim Parlamentarischen Abend der IHK Nord und des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe e.V. (ZDS) wurde gestern in der Vertretung des Landes Bremen beim Bund in Berlin über die notwendigen Maßnahmen zum Ausbau der Seehafenanbindungen diskutiert.

„Die IHK Nord begrüßt ausdrücklich, dass die Seehafenhinterlandanbindungen gemäß Koalitionsvertrag im neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 prioritär berücksichtigt werden sollen. Hierfür müssen aber auch die erforderlichen Finanzmittel bereitgestellt werden. Gut eine Milliarde Euro pro Jahr wurden zusätzlich für die Infrastruktur versprochen. Allein für Erhalt und nachholende Sanierung sind jedoch 7,2 Milliarden Euro nötig. Die zusätzlichen Mittel sind daher eher ein Tropfen auf dem heißen Stein“, so Olaf Kahle, Vorsitzender der IHK Nord und Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg.

Die Veranstaltung, an der auch der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Uwe Beckmeyer, sowie der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Enak Ferlemann, teilnahmen, verdeutlichte die Bedeutung der land- und seeseitigen Erreichbarkeit der Seehäfen für den Wirtschaftsstandort Norddeutschland. „Nach den Eckwerten der aktuellen Hafenumschlagsprognose wird sich der Güterumschlag in den deutschen Seehäfen bis 2030 nahezu verdoppeln. Diese Entwicklung fordert zwangsläufig einen zügigen Ausbau der Seehafenanbindungen auf Basis der Projekte der ‚Ahrensburger Liste‘“, betonte Klaus-Dieter Peters, Präsident des Zentralverbandes der deutschen Seehafenbetriebe e.V., gegenüber den über 200 Teilnehmern. Darüber hinaus unterstrich er die große Bedeutung eines leistungsfähigen Nord-Ostsee-Kanals für den Seehafenstandort Deutschland.

Eduard Dubbers-Albrecht, Vizepräses der Handelskammer Bremen, kritisierte den nachlässigen Umgang mit der Infrastruktur in Deutschland und forderte eine systematische Unterhaltskonzeption sowie eine Konzentration der wenigen Ausbaumittel auf Hauptverkehrsachsen, insbesondere auf die für die exportstarke deutsche Wirtschaft wichtigen Seehafenhinterlandanbindungen.

Vor dem Hintergrund der Hafenumschlagsprognose veröffentlichten die IHK Nord und der ZDS bei der Veranstaltung ein Eckpunktepapier, in dem Forderungen an die neue Bundesregierung für den notwendigen Ausbau der Seehafenanbindungen formuliert sind. Neben der bedarfsgerechten und zukunftsorientierten Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur fordern die IHK Nord und der ZDS in dem Eckpunktepapier u.a. auch, das nationale Prioritätenkonzept konsequent umzusetzen sowie die Planungsverfahren für Bundesverkehrswege zu beschleunigen. (Pressemeldung vom 20.02.2014)

Quelle: IHK Nord e.V. | Foto: IHK Nord e.V.
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