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Wirtschaft
BSH legt Bilanz 2013 vor - die Bedeutung von Umweltschutz im Seeverkehr nimmt zu
Mittwoch, der 22.Januar 2014
BSH legt Bilanz 2013 vor - die Bedeutung von Umweltschutz im Seeverkehr nimmt zu

Hamburg: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, (BSH) gab am 21.01.2014 einen Überblick über die wichtigsten Aufgaben des Jahres 2013. Drei Themen standen im Vordergrund: Die Warnungen vor Sturmfluten, Umweltschutz auf See und die Begleitung der Offshore-Windenergie.

Der Umweltschutz muss im Seeverkehr eine ebenso wichtige Rolle spielen wie die Sicherheit. Dies wird auch von Seiten der Reeder als eine der großen Herausforderungen für die nächsten Jahre gesehen und ernst genommen. Schon früh - bereits 1973 - hat die Internationale Schifffahrtsorganisation (IMO) mit dem Internationalen Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch Schiffe (MARPOL) Maßnahmen zum Schutz der Meeresumwelt verabschiedet.

„Regeln allein genügen nicht. Es wird auch kontrolliert, ob sie befolgt werden – eine Aufgabe, die das BSH in vielfältiger Weise unterstützt“, betonte Monika Breuch-Moritz, Präsidentin des BSH. Das BSH startete 2013 ein Projekt zur Entwicklung von Methoden zur Messung von Schadstoffen und Spurengasen in der marinen Atmosphäre und in Abgasen von fahrenden Schiffen. Die ersten Auswertungen deuten darauf hin, dass der deutlich überwiegende Teil der Schiffe im Elbetransit regelkonformen Treibstoff verwendet. Nur ein geringer, einstelliger Prozentsatz der untersuchten Emissionssignale ergibt Hinweise auf die Verbrennung von stärker schwefelhaltigem Treibstoff, der in einem Schwefelemissions-Kontrollgebiet (SECA - Sulphur Emission Control Area) nicht zulässig ist. Das Projekt soll mittelfristig in die Entwicklung einer Messtechnik münden, die standardmäßig zur Abgasmessung eingesetzt werden kann.

Ab 2015 gilt in Nord- und Ostsee und rund um Nordamerika der strengere Grenzwert von 0,1 Prozent Schwefelgehalt in Schiffskraftstoffen. Dort steht die Schifffahrt vor der Herausforderung, schwefelarme, aber teurere Mitteldestillate, Abgasreinigungssysteme oder verflüssigtes Erdgas (LNG) als Kraftstoff zu verwenden. Das BSH hat alle Akteure wie Gaslieferanten, Motorenhersteller, Werften, Reeder und Charterer in einem Gesprächsforum zusammengebracht, um in Deutschland den Einsatz von LNG auf den Weg bringen.

Monika Breuch-Moritz wies auch darauf hin, dass das Inkrafttreten des Ballastwasser-Übereinkommens, das 2013 von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert wurde, nur eine Frage der Zeit sei: „Wir wissen nicht, wann das Übereinkommen in Kraft tritt, aber es wird in Kraft treten. Insofern kann ich nur die Reeder auffordern, mit der Ausrüstung der Schiffe rechtzeitig zu beginnen.“ Ende 2013 waren weltweit 33 Anlagen zugelassen, davon sechs durch das BSH. Im Moment betreut das BSH 14 Behandlungssysteme im Zulassungsverfahren.

Auf der Bilanz-Pressekonferenz ging die Präsidentin auch auf die Dezembersturmflut 2013 ein: Obwohl die Lage dem Jahrhunderthochwasser von 1962 ähnelte, sind die Schäden nicht mit der damaligen Situation zu vergleichen. Dies ist auf den besseren Küstenschutz, auf die präzisen Vorhersagen und ein hervorragendes Katastrophenmanagement zurückzuführen. Sie mahnte dennoch: „Der glimpfliche Ablauf von Xaver sollte uns nicht veranlassen, in Zukunft Unwetterwarnungen zu bagatellisieren oder nicht ernst zu nehmen.“

Die Energiewende hatte auch 2013 den Arbeitsumfang im BSH weiter wachsen lassen. So wurde der erste „Bundesfachplan Offshore Nordsee“ fertiggestellt. 33 Windparks sind inzwischen genehmigt, acht Projekte sind derzeit im Bau. Das BSH überwacht den Bau und auch die Einhaltung von Vorschriften. (Pressemeldung vom 21.01.2014)

Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, BSH | Foto: BSH
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