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Wissenschaft
Cassidian: Technologie-Preis - 3D-Druckverfahren für Luftfahrt-Bauteile
Donnerstag, der 19.September 2013
Cassidian: Technologie-Preis - 3D-Druckverfahren für Luftfahrt-Bauteile

Friedrichshafen: Cassidian, die Verteidigungsdivision von EADS, fördert Technologie-Innovationen im eigenen Haus durch die Prämierung herausragender Leistungen auf allen Kompetenzfeldern der technischen Entwicklung. Entwicklungsleiter Andrew Anderson vergab gestern im Dornier-Museum Friedrichshafen im Beisein von Cassidian-CEO Bernhard Gerwert den "Engineering Award" von Cassidian an sechs Mitarbeiterteams aus Standorten des Unternehmens in ganz Europa.

"Für ein Hochtechnologieunternehmen wie Cassidian ist Innovation überlebenswichtig" sagte Cassidian-CEO Bernhard Gerwert. "Durch die rasche Übernahme technischer Fortschritte in unsere Prozesse sind wir in der Lage, sicherheitskritische Produkte für Luftfahrt und Verteidigung schneller und kostengünstiger zu liefern."

Foto: Andrew Anderson (rechts), CTO und Entwicklungsleiter von Cassidian, und Aimo Bülte (links), Leiter für Forschung und Technologie bei Cassidian,  zeichnen die Preisträger aus, die das 3D-Druckverfahren für die Produktion von Bauteilen in der Luftfahrt entwickelt haben.

Der Preis wird in sechs Kategorien verliehen. In der Kategorie "Top Innovation or Design" wurde ein Team ausgezeichnet, das die neueste Technologie des 3D-Druckens auf die Entwicklung von Nichtstrukturbauteilen für die Luftfahrt und Sensorik anwendet. Dahinter verbirgt sich ein Verfahren, bei dem komplexe 3D-Strukturen in mikrometerdünnen Schichten aus Metallstaub dreidimensional aufgebaut und mit einem Laser zu einem extrem fein gearbeiteten Bauteil verschmolzen werden. Bisher mußten solche Komponenten aus massiven Werkstoffblöcken herausgefräst oder aufwändig aus Einzelteilen zusammengesetzt werden. Mit der neuen Technik unter der Bezeichnung "Additive Layer Manufacturing, ALM" – zu deutsch "Additiver Schichtaufbau" – kann der Ressourcenverbrauch drastisch gesenkt und die Entwicklungszeit für komplexe 3D-Bauteile deutlich verringert werden.

"Die neue Technik revolutioniert die Entwicklung und Fertigung solcher komplexen Strukturen ", sagte Andrew Anderson, der Leiter der Entwicklung und Chief Technology Officer des Unternehmens. "Deshalb arbeiten wir im gesamten Konzernverbund intensiv daran, die Vorteile von ALM für neue und effizientere Produkte nutzbar zu machen". Bei der Produktion von Bauteilen für die Drohne "Atlante" haben deutsche und spanische Ingenieure von Cassidian bereits ermutigende Ergebnisse erzielt.

In fünf weiteren Kategorien wurde der Cassidian-Entwicklungspreis an Teams mit insgesamt 48 Mitarbeitern vergeben. Zu den prämierten Entwicklungsergebnissen gehörte auch eine miniaturisierte Version einer Vermittlungsstelle für den Behördenfunk, die es ermöglicht, in Katastrophengebieten ohne Infrastruktur oder bei Großevents kurzfristig ein mobiles Funknetz aufzubauen, über das Polizei und Rettungsdienste zuverlässig kommunizieren können. Normalerweise sind solche Vermittlungsstellen in metergroßen Schaltschränken innerhalb von Gebäuden fest installiert. Durch die Findigkeit des Cassidian-Teams aus dem finnischen Helsinki konnten die Hardware-Anteile unter Verwendung vorhandener Komponenten aus anderen Projekten so weit verkleinert und vereinfacht werden, dass auch ein mobiler Einsatz möglich wird., Europas führendes Raumfahrtunternehmen und die OHB System AG (Bremen) haben heute in Friedrichshafen einen Vertrag über die Entwicklung und den Bau des kompletten Teilsystems „Phased Array“ für das satellitengestützte Radar-Aufklärungssystem „SARah“ unterzeichnet. Das Vertragsvolumen liegt bei 344 Millionen Euro.

Das Teilsystem „Phased Array“ umfasst die Entwicklung, den Bau und den Start eines Hochleistungs-Radarsatelliten modernster Technologie. Darüber hinaus gehört die Bereitstellung aller notwendigen Elemente des Bodensegments, die den Prozess von der Bildanforderung bis zur Bildablieferung im operationellen Vollbetrieb (ab Ende 2019) sicherstellen, zum Auftragsumfang.

Das SARah-Gesamtsystem besteht aus drei Satelliten und zwei Bodenstation. Das System basiert mit zwei Satelliten auf bekannter und bewährter Reflektortechnologie von OHB. Das SARah-Raumsegment wird durch einen dritten Satelliten komplettiert, der eine Weiterentwicklung der ebenfalls bereits im All bewährten Phased-Array-Technologie von Astrium darstellt. Sie ist derzeit schon auf dem zivilen Satelliten-Duo TerraSAR-X/Tandem-X im Einsatz.

Unter "Phased Array" versteht man phasengesteuerte Antennen, die aus vielen einzelnen Sende-/Empfangsmodulen zusammengesetzt sind, die miteinander verschaltet, gebündelt und unterschiedlich angesteuert werden können. Dies erlaubt dem Nutzer Aufnahmen mit schnellen Bildfolgen bei variablen Bildgrößen. ohne mechanisches Bewegen der Antenne.

"Astrium ist erstmals beteiligt an der strategischen Aufklärung der Bundeswehr und das mit modernster Technologie, nämlich der zukunftsweisenden aktiven "Phased Array"-Radarsatelliten. Die Bundeswehr verfügt damit über einen enormen Fähigkeitszuwachs. Zudem ist Deutschland industriell auch an dieser Stelle optimal aufgestellt für die Zukunft ", erläutert Evert Dudok, Vorsitzender der Geschäftsführung der Astrium GmbH bei der Vertragsunterzeichnung.

"Für Astrium Friedrichshafen ist dieser Auftrag unter zwei Gesichtspunkten von großer Bedeutung", so Standortleiter Eckard Settelmeyer: "Er erlaubt es uns, zum einen unsere - auch im Hause Astrium - einzigartige Radarkompetenz von der zivilen auf die militärische Linie auszuweiten. Zum anderen ermöglicht er es uns, durch die Lieferung des Satelliten und des zugehörigen Bodensegments, unsere Gesamtsystem-Fähigkeit weiter auszubauen - inklusive der Fähigkeit, den Satelliten temporär von Friedrichshafen aus zu steuern." (Pressemeldung vom 18.09.2013) 

Quelle: EADS Deutschland GmbH, Division Cassidian | Foto: Cassidian
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