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Wirtschaft
Hamburg: Geplante Wohnunterkunft für Asylbewerber auf dem Parkplatz an der Lokstedter Höhe
Samstag, der 24.August 2013
Hamburg: Geplante Wohnunterkunft für Asylbewerber auf dem Parkplatz an der Lokstedter Höhe

Hamburg: Die Zahl der Flüchtlinge, die in Deutschland und damit auch in Hamburg Schutz vor Bürgerkriegen, Unruhen und Verfolgung in ihren Heimatländern suchen, steigt weiter dramatisch an.

Die zuständige Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und die Bezirke bemühen sich derzeit dringend um die Ausweitung der vorhandenen Unterkunftskapazitäten, da letztere vollständig erschöpft sind. Um dennoch eine menschenwürdige Unterbringung der Menschen gewährleisten zu können, sind Notmaßnahmen erforderlich geworden. Für eine begrenzte Zeit werden daher Notunterkünfte in Containerbauweise auf öffentlichen Flächen aufgestellt.

Eine solche Notunterkunft für ca. 200 Flüchtlinge ist nunmehr auch auf einem Parkplatz an der Lokstedter Höhe, südlich der Koppelstraße (Bezirk Eimsbüttel), geplant. Bei dieser Fläche handelt es sich um eine P&R-Anlage, die jedoch entsprechend dem Eimsbütteler Wohnungsbauprogramm langfristig für den Wohnungsbau vorgesehen ist. Erste planerische Schritte in diese Richtung sind bereits eingeleitet.

Vorhabenträgerin ist die fördern&wohnen AöR (f&w), die voraussichtlich in der 35. Kalenderwoche mit dem Aufstellen von rund 60 Containern beginnen wird. Die Belegung mit Flüchtlingen ist dann für September 2013 geplant. Ein entsprechender Antrag liegt dem Bezirksamt Eimsbüttel als zuständiger Genehmigungsbehörde bereits vor und wird geprüft.

Die Maßnahme ist vorübergehend und dient lediglich der Überbrückung der akuten Notlage.

Zeitnah ist auch eine öffentliche Informationsveranstaltung des Bezirksamtes für interessierte Anwohner zu dieser Thematik geplant. Diese wird noch gesondert bekannt gegeben.

Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke sagt dazu: „Wir wissen, dass diese Maßnahme für die Nutzer der P&R-Anlage sowie für die Anwohner überraschend erfolgt und als Belastung empfunden wird. Ich wünsche mir trotzdem, dass die Bevölkerung die vorübergehenden Nachbarn freundlich aufnimmt. Angesichts des menschlichen Elends der Flüchtlinge werben wir bei den Eimsbütteler Bürgerinnen und Bürgern für Verständnis.“


Im ersten Halbjahr 2013 haben rund 43.000 Erstantragsteller um Asyl in Deutschland nachgesucht, das sind 86% mehr als im ersten Halbjahr 2012.
Für das ganze Jahr 2013 erwartet das Bundesinnenministerium mehr als 100.000 Erstantragsteller.
 
Zugangsstärkstes Herkunftsland ist die Russische Föderation. Bei den Flüchtlingen handelt es sich im Wesentlichen um Familien mit mehreren Kindern aus Tschetschenien.
 
Weitere Hauptherkunftsländer sind die Staaten des westlichen Balkan (Serbien, Mazedonien, Kosovo und Bosnien und Herzegowina), Syrien, Afghanistan, Iran, Irak, Pakistan und Somalia.
 
Von den neu einreisenden Asylbewerbern nimmt Hamburg einen nach dem so genannten Königsteiner Schlüssel ermittelten Anteil auf, im Jahr 2013 sind das 2,55 % oder rund 2.600 Personen.
 
Neu ankommende Flüchtlinge werden zunächst für drei Monate in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung (ZEA) der Behörde für Inneres und Sport aufgenommen. Nach diesem Zeitraum müssen sie bis zur Entscheidung über ihr Bleiberecht und danach gegebenenfalls so lange untergebracht werden, bis sie eigenen Wohnraum gefunden haben.
 
Diese öffentlich-rechtliche Unterbringung erfolgt in Einrichtungen, die die fördern & wohnen AöR betreibt. Dort werden neben den Flüchtlingen auch einheimische Wohnungslose durch die Fachstellen der Bezirke untergebracht.
Derzeit befinden sich ca. 9.200 Personen in den 60 Einrichtungen von f&w. 2013 wurden etwa 2.750 Personen neu aufgenommen, davon rund 1.750 Zuwanderer.
 
Die Unterbringungskapazitäten sind erschöpft. Dazu hat neben der hohen Zahl der Zuwanderer die Wohnungssituation in Hamburg beigetragen, die es vielfach verhindert, das Wohnungslose auf dem normalen Markt Wohnraum finden. Zudem sind durch die Gerichtsentscheidung zur geplanten Einrichtung am Offakamp die dort geplanten Kapazitäten ausgefallen.
 
Weitere Einrichtungen bzw. Erweiterungen der bestehenden Einrichtungen befinden sich im Aufbau, stehen aber derzeit noch nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund werden Notunterkünfte für die Personen benötigt, die ab September die Zentrale Erstaufnahme verlassen werden.

(Pressemeldung vom 22.08.2013)

Quelle: Senat der Hansestadt Hamburg | Foto: Senat der Hansestadt Hamburg
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