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Wirtschaft
VDR: Paradigmenwechsel bei der Schiffsbewertung
Freitag, der 26.Juli 2013
VDR: Paradigmenwechsel bei der Schiffsbewertung

Hamburg: Der Verband Deutscher Reeder (VDR) und der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler (ZVDS) begrüßen die im Zusammenhang mit der Schaffung eines Kapitalanlagengesetzbuches (KAGB) vorgelegten neuen Regelungen zur Schiffsbewertung. „Damit vollzieht der Gesetzgeber einen Paradigmenwechsel“, sagt Dr. Alexander Geisler, Geschäftsführer des Zentralverbands Deutscher Schiffsmakler. Die am 22. Juli 2013 zusammen mit dem KAGB in Kraft getretene Kapitalanlage-Rechnungslegungs- und Bewertungsverordnung (KARBV) erkennt das Ertragswertverfahren als Standardverfahren zur Ermittlung des Verkehrswertes von Schiffen an.

„Mit den neuen Regelungen zur Schiffsbewertung kommt die Bundesregierung nicht nur einer Forderung der maritimen Verbände nach“, betont Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDR. „Vielmehr setzt sie damit auch ein gemeinsam auf der 8. Nationalen Maritimen Konferenz erarbeitetes Ziel zeitnah um.“

Die Teilnehmer des Schifffahrtsworkshops im Rahmen der Nationalen Maritimen Konferenz Anfang April 2013 in Kiel waren sich einig, dass das Long Term Asset Value (LTAV)-Konzept als alternatives, langfristig orientiertes Bewertungsverfahren einen wichtigen Beitrag erbringen kann, die Volatilität an den Schifffahrtsmärkten zu reduzieren.

„Der LTAV kann den Reedereien und schiffsfinanzierenden Banken dabei helfen, die schwere Krise der Schifffahrt zu durchfahren. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass nunmehr erste legislative Schritte zur Verankerung eines Bewertungsverfahrens gemacht worden sind, das in anderen Bereichen längst Standard ist“, so Nagel.

Bislang wurde der Wert von Schiffen vor allem im Rahmen eines Vergleichswertverfahrens bestimmt. Dies hatte sich in der Folge der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise vielfach als untauglich erwiesen. Mangels einer ausreichenden Anzahl von repräsentativen Schiffsankäufen und -verkäufen sahen sich immer mehr Sachverständige und Makler außerstande, die bis dahin übliche, auf Markttransaktionen basierende Bewertung durchzuführen. Als Reaktion auf diese Marktstörung hatten Schiffsmakler, Reeder, Banken sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nicht nur eine Modifizierung der bisherigen Bewertungspraxis gefordert, sondern mit dem LTAV auch ein alternatives Schiffsbewertungsverfahren entwickelt.


„Mit der Entwicklung und Vorlage des Long Term Asset Value-Konzepts hat die Wirtschaft ein schlüssiges Konzept vorgelegt, das auch in Krisenzeiten zu belastbaren Ergebnissen führt. Zudem ist es nur schwer vermittelbar, warum für Schiffe andere Bewertungsgrundsätze gelten sollen als für Immobilien oder bei der Unternehmensbewertung“, so Geisler abschließend.

Beim LTAV (Long Term Asset Value) handelt es sich um eine von Marktstörungen unabhängige, am langfristigen und nachhaltigen Ertragspotential eines Schiffes orientierte Bewertungsgrundlage. Insbesondere bei gestörten Märkten kann der LTAV sowohl bei Marktuntertreibungen als auch bei Marktübertreibungen zur Beurteilung heran gezogen werden. Als Basis dienen das Barwertverfahren beziehungsweise das DCF-Verfahren, welche an die Erfordernisse der Schiffsbewertung angepasst wurden. Bei der Entwicklung des Verfahrens nachhaltige und statistisch belegbare sowie transparente Ansätze gewählt, um die Volatilität der Schifffahrtsmärkte angemessen zu berücksichtigen.

Nachdem das LTAV-Modell in den vergangenen Jahren schon auf eine erhebliche Akzeptanz in der nationalen und internationalen maritimen Industrie traf, erfolgte im Jahr 2011 die Gründung eines gesonderten Vereins, der die Weiterentwicklung und Verbreitung dieses Schiffbewertungsmodells zum Ziel hat – der LTAV e.V.

Vereinszweck ist die Förderung des von der maritimen Wirtschaft entwickelten LTAV-Konzepts als alternatives Schiffbewertungsverfahren. Mitglieder des Vereins sind Reeder, Schiffmakler und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. (Pressemeldung vom 25.07.2013)

Quelle: VDR - Verband Deutscher Reeder | Foto: VDR
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