Wirtschaft

50Hertz und Energinet vereinbaren Kooperation beim Offshore-Hub "Bornholm Energy Island" in der Ostsee

25.01.2021

Deutsch-Dänisches Gemeinschaftsprojekt zukünftig für weitere Partner offen, Voruntersuchungen zur wirtschaftlichen und technischen Machbarkeit laufen - Offshore-Hub soll Windkraftleistung von zunächst 2.000 MW erschließen.

50Hertz Transmission GmbHBayreuth | Bornholm: 50Hertz und der dänische Netzbetreiber Energinet wollen im Projekt "Bornholm Energy Island" zusammenarbeiten, um ein auf der Ostseeinsel Bornholm geplantes Offshore-Hub mit zunächst 2.000 MW Windenergieleistung an beide Länder anzuschließen. Stefan Kapferer, Vorsitzender der Geschäftsführung von 50Hertz, und Thomas Egebo, CEO von Energinet, haben gestern eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der bilateralen Kooperation sollen sich zukünftig weitere Partnerunternehmen aus dem Ostseeraum anschließen.

Das gemeinsame Vorhaben ist die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit beider Netzbetreiber. Neben dem Interkonnektor KONTEK wurde im Herbst vergangenen Jahres der weltweit erste "hybride Interkonnektor" Kriegers Flak - Combined Grid Solution (CGS) eingeweiht und inzwischen in Betrieb genommen. Unter "hybridem Interkonnektor" ist die Verknüpfung der Stromnetze beider Länder unter Einbeziehung der Offshore-Windparks entlang dieser Route zu verstehen.

Das neue Projekt "Bornholm Energy Island" soll in einem ersten Entwicklungsschritt Deutschland und Dänemark mit einem Interkonnektor verbinden. In diesen soll auf der Insel Bornholm Strom aus den umliegenden Offshore-Windparks eingespeist werden. In weiteren Schritten sollen dann nach und nach Verbindungen zu weiteren Ostsee-Anrainerstaaten und Offshore-Windparks aufgebaut werden.

Nach den bisherigen Planungen Dänemarks sollen die Windparks in etwa 20 km südlicher und südwestlicher Entfernung von Bornholm im Meer errichtet und via Seekabel mit dem Offshore-Hub auf der Insel verbunden werden. Dafür hat das dänische Parlament einen Zeitrahmen bis 2030 vorgegeben. Vorteilhaft im Vergleich zu anderen geplanten Offshore-Hubs, z.B. in der Nordsee, ist bei diesem Projekt, dass bereits eine natürliche Insel vorhanden ist. Somit können die Anlagen effizient und flexibel errichtet werden. Dadurch wird dieses Vorhaben zum Vorbild für andere Hybridprojekte und die weitere Offshore-Entwicklung.

Anlässlich der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung ("Letter of Intent", kurz LoI) sagte 50Hertz-CEO Stefan Kapferer: "Für Europas Energiezukunft haben die uns umgebenden Meere eine zentrale Bedeutung. Gemeinsam mit unserem bewährten Partner Energinet wollen wir hier ein neues innovatives Projekt für die Energiewende und den Klimaschutz auf den Weg bringen. Wir gehen damit nicht nur technologisch voran, sondern müssen auch - gemeinsam mit der Politik und der Offshore-Windindustrie - neue regulatorische Wege finden zur länderübergreifenden Nutzung und Vergütung des erzeugten Stroms."

Der CEO von Energinet, Thomas Egebo, erklärte: "Der Ausbau der Offshore-Windenergie ist notwendig, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Daher müssen wir jetzt die Gangart wechseln vom nationalen Ausbau mit einzelnen Windparks hin zu Energieinseln, die nur als transnationale Projekte zu realisieren sind."

Der Absichtserklärung zwischen 50Hertz und Energinet waren mehrere wichtige politische Entscheidungen vorausgegangen: So haben im September 2020 die Ostsee-Anrainerstaaten, darunter auch Deutschland und Dänemark, eine gemeinsame Erklärung zur Kooperation bei Offshore-Windkraftprojekten unterzeichnet, damit mehr Flächen als bisher für erneuerbare Energien genutzt werden können. Auf dieser Basis haben sieben Übertragungsnetzbetreiber - darunter Energinet und 50Hertz - im Dezember die "Baltic Offshore Grid Initiative" gegründet, um dabei mitzuhelfen, das Windenergie-Erzeugungspotenzial in der Ostsee von rund 93 GW und einer möglichen jährlichen Erzeugungsmenge von über 300 TWh/Jahr zu erschließen. Auch hatten die Regierungen Deutschlands und Dänemarks im Dezember vereinbart, beim Ausbau der Offshore-Windenergie noch intensiver zu kooperieren.

50Hertz und Energinet haben vereinbart, zunächst weitere Analysen durchzuführen, um im Laufe dieses Jahres eine solide wirtschaftliche und technische Basis für die weiteren Schritte zur bestmöglichen Projektumsetzung zu haben. Beide Netzbetreiber wollen dieses Vorhaben im engen Austausch mit den zuständigen Ministerien der jeweiligen Länder vorantreiben.

(Pressemeldung vom 21.01.2021)
Quelle: 50Hertz Transmission GmbH | Foto: 50Hertz Transmission GmbH
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