Wirtschaft

Neuer Außenhandelsrekord für MV

06.04.2022

Mecklenburg-Vorpommern: Das Außenhandelsvolumen betrug 17,1 Milliarden Euro, das sind rund 2,2 Milliarden Euro mehr als 2020.

MV Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und ArbeitSchwerin: Der Außenhandel Mecklenburg-Vorpommerns hat im Jahr 2021 einen neuen Höchstwert erreicht. Das Außenhandelsvolumen betrug 17,1 Milliarden Euro, informierte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute im Anschluss an die Kabinettssitzung. „Das sind rund 2,2 Milliarden Euro mehr als 2020. Diese Steigerung wird sowohl durch einen verstärkten Export von rund 9,6 Milliarden Euro als auch durch einen verstärkten Import von rund 7,6 Milliarden Euro erzielt. Der Exportüberschuss beträgt damit rund 2 Milliarden Euro. Das ist angesichts der Corona-Pandemie ein wirklich gutes Ergebnis.“ Der Außenhandel des Landes ist damit seit 2016 kontinuierlich angestiegen.
 
„Das ist insgesamt eine sehr positive Entwicklung. Trotzdem sehe ich noch Steigerungspotential. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist geprägt von sehr vielen kleinen und mittleren Unternehmen, bei denen Aktivitäten im Bereich des Außenhandels oftmals nicht im Vordergrund ihres unternehmerischen Handelns stehen. Mit Blick auf die demografische Lage und die schrumpfenden Binnenmärkte kommt dem Auslandsgeschäft künftig jedoch eine noch größere Bedeutung zu. Hier können wir noch besser werden, denn verstärkte Exportgeschäfte sind eine langfristige Zukunftssicherung für Unternehmen“ erklärte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer.
 
 
"Knapp 60 Prozent des Außenhandels Mecklenburg-Vorpommerns fand innerhalb der EU statt“, betonte die Ministerpräsidentin. 26 Prozent des Außenhandelsvolumens entfallen auf die EU-Staaten im Ostseeraum, weitere 32,6 Prozent auf die deutlich größere Zahl an Staaten der Europäischen Union ohne Ostseezugang. „Der Ostseeraum bietet für Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern besonders gute Chancen. Deshalb wollen wir am 22. September 2022 zum ersten Baltic Sea Business Day nach Mecklenburg-Vorpommern einladen.“ Die Veranstaltung war ursprünglich bereits für das Jahr 2020 geplant, musste aber damals wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Sie soll für die Zukunft als festes Wirtschaftsforum im Ostseeraum etabliert werden.
 
Die drei wichtigsten Außenhandelspartner waren 2021 die Niederlande, Polen und Dänemark. Beim Export lagen die Niederlande, Großbritannien und Schweden auf den ersten drei Plätzen. Die wichtigsten Importländer waren Polen, China und Dänemark.

Hauptexportgüter waren Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (1,1 Mrd. Euro), Weizen (738 Mio. Euro), Wasserfahrzeuge (684 Mio. Euro), Rohre aus Eisen und Stahl (385 Mio. Euro), sowie Eisen-, Blech- und Metallwaren (367 Mio. Euro).
Die Hauptimportgüter waren Wasserfahrzeuge, Papier und Pappe sowie Halbwaren.
 
Die Landesregierung hat sowohl vor wie auch während der Pandemie die Außenhandelsbemühungen der Unternehmen in MV mit vielfältigen Instrumenten unterstützt. Während der Pandemie konnten einige der Maßnahmen nur eingeschränkt angeboten werden wie zum Beispiel Delegationsreisen. Andere wurden auf digitale Formate umgestellt. „Die wirtschaftliche Entwicklung und der Außenhandel werden ein Schwerpunkt dieser Wahlperiode sein. Ich freue mich darauf, unsere Wirtschaft wieder auf Reisen und Messen zu unterstützen“, erklärte die Ministerpräsidentin.
 
„Die Erschließung neuer Märkte stellt für kleine und mittlere Unternehmen oft eine schwierige und zeitintensive Aufgabe dar. Die Teilnahme an nationalen und internationalen Leitmessen – sei es als Einzelaussteller, auf einem Gemeinschaftsstand oder dem Landesmessestand – kann den Unternehmen jedoch den Einstieg und den Ausbau des internationalen Geschäfts erleichtern. Deshalb unterstützt die Landesregierung die Wirtschaft bei ihrer Messepräsenz. Dafür haben wir wirksame Instrumente geschaffen, beispielsweise die einzelbetriebliche Messeförderung“ so Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.

Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern 

(Pressemeldung vom 05.04.2022)
Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern | Foto: Staatskanzlei MV
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