Wirtschaft

Neue mtu NautIQ-Produkte von Rolls-Royce mit Sea Machines-Technologie

05.04.2022

... bieten intelligente Unterstützung bei der Schiffssteuerung

Rolls-Royce Power Systems AG | MTU, MTU Onsite Energy und L’OrangeFriedrichshafen, 05.04.2022 - Rolls-Royce erweitert sein mtu NautIQ-Schiffsautomations-Portfolio um drei neue Produkte: mtu NautIQ CoPilot, mtu NautIQ CoOperate und mtu NautIQ CoDirect bieten jeweils unterschiedliche Möglichkeiten zur intelligenten Besatzungsunterstützung, autonomen Steuerung und Fernbedienung. Kunden aus allen Bereichen der Schifffahrt bringen sie erhebliche Vorteile in Bezug auf Sicherheit und Effizienz sowie Umwelt- und Klimafreundlichkeit. Die neuen Produkte sind der nächste Schritt der Zusammenarbeit zwischen Rolls-Royce und Sea Machines Robotics, dem führenden Entwickler von autonomen Steuerungs- und Fernsteuerungssystemen für Schiffe, die erstmals auf der Monaco Yacht Show im September 2021 verkündet wurde. Die Weiterentwicklung der mtu NautIQ-Produktpalette ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie von Rolls-Royce, Innovationsführer in der Schifffahrtsbranche zu sein und den Kunden komplette Antriebs- und Steuerungslösungen von der Brücke bis zum Propeller zu liefern.

Die neuen Rolls-Royce-Produkte mtu NautIQ CoPilot, mtu NautIQ CoOperate und mtu NautIQ CoDirect bieten Kunden unterschiedliche Möglichkeiten zur intelligenten Crew-Unterstützung, autonomen Steuerung und Fernbedienung von Schiffen und deren Funktionen. Sie basieren auf Technology von Sea Machines. © Rolls-Royce
Die neuen Rolls-Royce-Produkte mtu NautIQ CoPilot, mtu NautIQ CoOperate und mtu NautIQ CoDirect bieten Kunden unterschiedliche Möglichkeiten zur intelligenten Crew-Unterstützung, autonomen Steuerung und Fernbedienung von Schiffen und deren Funktionen. Sie basieren auf Technology von Sea Machines. © Rolls-Royce

mtu NautIQ CoPilot ist das technologisch fortschrittlichste intelligente Assistenzsystem der neuen Produktreihe. Je nach Betriebsart kann das System eine geplante Fahrt von Anfang bis Ende autonom steuern, während der Kapitän nur die Aufsicht hat. Alternativ kann das intelligente Assistenzsystem auch in einen sogenannten Guide Mode geschaltet werden, in dem es bewusst nicht in die Steuerung eingreift, dem Schiffsführer aber wichtige Hinweise liefert und vor Kollisionen oder Gefahren warnt. Das System ermöglicht eine präzisere und vorhersehbarere Navigation und trägt dazu bei, Kosten, Kraftstoffverbrauch und Emissionen zu senken. Es ist somit ein wichtiger Schritt in Richtung eines klimafreundlichen Schiffsbetriebs. Möglich wird dies durch die Verbindung von digitalen Schiffssensoren, ins System eingebetteten elektronischen Seekarten, fortschrittlicher künstlicher Intelligenz und einem der weltweit modernsten Computer-Vision-Systeme, das von Kameras aufgenommene Bilder verarbeitet und analysiert.

mtu NautIQ CoOperate ist ein optional autonomes Schiffsnavigations- und Kommandosystem, das die Fernsteuerung von Schiffen einschließlich aller Geräte an Bord (wie zum Beispiel Kräne) ermöglicht. Das System kann routinemäßige und monotone Aufgaben übernehmen und ermöglicht es der Besatzung, sich auf wichtigere Aspekte ihrer Arbeit zu konzentrieren. Das System hat sich kürzlich auf spektakuläre Weise in der Praxis bewährt: Der Schlepper Nellie Bly nutzte das System, um eine 1.000 Seemeilen lange Rundreise von Hamburg um Dänemark herum und zurück zu absolvieren. Dabei wurde das Schiff aus dem etwa 3.000 Seemeilen entfernten Boston in den USA ferngesteuert. Wie bei allen drei neuen mtu NautIQ-Produkten kann der Betreiber bei Bedarf jederzeit eingreifen.

mtu NautIQ CoDirect ist ein drahtloses Fernsteuersystem, das die Motoren, die Steuerung und das Getriebe eines Schiffes sowie Maschinen an Bord wie Winden und Kräne aus einer Entfernung von bis zu 1.000 m steuern kann. Dadurch kann die Schiffsbesatzung das Schiff vom besten Standpunkt aus bedienen, was Sicherheit und Effizienz erhöht. So kann beispielsweise ein Schlepper-Kapitän das Steuerhaus verlassen und sein Schiff von einem Standort mit besserer Sicht manövrieren.

Michael Johnson, CEO und Gründer von Sea Machines, sagte: „Unsere fortgesetzte Partnerschaft mit Rolls-Royce ist von großer Bedeutung für die Branche, da sie einen führenden Anbieter von Energie- und Antriebslösungen für die Schifffahrt und den führenden Entwickler von fortschrittlichen und KI-basierten Schiffssteuerungssystemen zusammenbringt. Unsere Kooperation erlaubt unseren Kunden nicht nur den Zugang zu intelligenten Technologien, die sich positiv auf Rentabilität, Produktivität, Umweltschutz und Sicherheit auswirken, sondern sie ist auch ein Beweis für die wachsende Marktnachfrage nach dieser Art von Systemen für den realen Betrieb. Wir danken Rolls-Royce für das Vertrauen in unsere Technologie und freuen uns darauf, sie an Bord einer Vielzahl von Schiffstypen auf der ganzen Welt im Einsatz zu sehen.“ 

Denise Kurtulus, Vice President Global Marine beim Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems, sagte: „Ich bin begeistert, wie schnell die Teams von Rolls-Royce und Sea Machines unsere gemeinsame Vision in Produkte für unsere Kunden umgesetzt haben. Diese Ergänzung unseres mtu NautIQ-Produktportfolios ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg zum Anbieter integrierter nachhaltiger Lösungen. Und es ist ein fantastisches Beispiel dafür, wie wir als Unternehmen mit langer Geschichte und Tradition Spitzentechnologie, von der unsere Kunden und die Umwelt gleichermaßen profitieren, auf sehr agile Weise auf den Markt bringen.“

Der Rolls-Royce-Geschäftsbereich Power Systems mit seiner Produkt- und Lösungsmarke mtu ist Vorreiter für klimafreundliche Antriebs- und Energielösungen in der Schifffahrt. Er transformiert sich derzeit vom Motorenhersteller zum Anbieter integrierter nachhaltiger Lösungen. Mit dem Nachhaltigkeitsprogramm „Net Zero at Power Systems“ unternimmt Rolls-Royce Power Systems konkrete Schritte in Richtung klimaneutraler Lösungen. So wird das Unternehmen ab 2023 seine mtu-Motoren der Baureihen 2000 und 4000 für nachhaltige Kraftstoffe wie E-Diesel und Biokraftstoffe der zweiten Generation freigeben und damit einen klimaneutralen Betrieb in fast allen Anwendungen ermöglichen. Neben der Nutzung nachhaltiger Kraftstoffe arbeitet das Unternehmen auch an neuen Technologien wie CO2-freien Brennstoffzellensystemen.

(Pressemeldung vom 05.04.2022)
Quelle: Rolls-Royce Power Systems AG | MTU, MTU Onsite Energy und L’Orange | © Rolls-Royce Power Systems AG | MTU, MTU Onsite Energy und L’Orange
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