Wirtschaft

MTU Aero Engines AG: Umsatz 2021 4,3 bis 4,4 Mrd. € erreichen

01.11.2021

MTU Aero Engines GmbH | MTU Maintenance HannoverMünchen: Die MTU Aero Engines AG hat in den ersten neun Monaten 2021 stabile Umsatz- und Ergebniswerte erzielt: Der Umsatz lag bei 3.008 Mio. € nach 2.957 Mio. € in den ersten neun Monaten 2020. Das operative Ergebnis1 erreichte 307 Mio. €; im Vergleichszeitraum waren es 311 Mio. €. Die Ergebnismarge lag bei 10,2 % (1-9/2020: 10,5 %). Mit 220 Mio. € war der Gewinn nach Steuern2 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert (1-9/2020: 219 Mio. €).

  • Umsatz 2021 soll 4,3 bis 4,4 Mrd. € erreichen
  • Bereinigte EBIT-Marge wird bei rund 10,5 % erwartet
  • CCR dürfte im hohen zweistelligen Prozentbereich liegen

„Es ist uns gelungen, in einem anhaltend volatilen Marktumfeld stabile Ergebnisse zu liefern. Auf dieser Basis können wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr heute weiter präzisieren“, sagte Reiner Winkler, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines AG. „Wir gehen jetzt von einem Jahresumsatz zwischen 4,3 und 4,4 Mrd. € aus. Die bereinigte EBIT-Marge dürfte mit rund 10,5 % das obere Ende der bisher prognostizierten Spanne erreichen.“ Ende Juli hatte die MTU die Umsatz-Zielspanne mit 4,3 bis 4,5 Mrd. € noch etwas weiter gefasst und war von einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 10 und 
10,5 % ausgegangen. Das Unternehmen erwartet, dass sich der bereinigte Gewinn nach Steuern analog zum operativen Ergebnis entwickelt.

Der Umsatz der MTU war in den ersten neun Monaten vom US-Dollar-Wechselkurs beeinflusst. Finanzvorstand Peter Kameritsch: „Die Kursentwicklung hat für Gegenwind gesorgt. In Dollar betrachtet liegt das Umsatzplus in den ersten neun Monaten bei 8 %.“

Auf Euro-Basis ist der Umsatz der MTU in den ersten neun Monaten 2021 sowohl in der zivilen Instandhaltung als auch im Militärgeschäft gestiegen.

In der zivilen Instandhaltung hat der Umsatz um 8 % auf 2.010 Mio. € zugenommen (1-9/2020: 1.866 Mio. €). „Wie bereits in den Vorquartalen setzte sich der Mix in der zivilen Instandhaltung aus rund 
60 % MRO-Arbeiten in unserem Kerngeschäft und 40 % Instandhaltungsaktivitäten am Getriebefan zusammen“, ergänzte Winkler. Das PW1100G-JM, das in der A320neo zum Einsatz kommt, und das V2500 für die klassische A320-Familie waren die wichtigsten Umsatzträger in der zivilen Instandhaltung. Winkler weiter: „Manche Programme hatten im abgelaufenen Quartal einen weniger umfangreichen MRO-Bedarf als erwartet. Das wirkt sich auf das Gesamtjahr aus: Der Umsatz der zivilen Instandhaltung dürfte 2021 im mittleren Zehner-Prozentbereich steigen.“ Zum Halbjahr hat-te die MTU einen Umsatzanstieg zwischen 15 und 20 % für die zivile MRO angenommen.

Im militärischen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz von 296 Mio. € auf 310 Mio. € gestiegen. Der wichtigste Umsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200. Winkler: „Kleinere Verzögerungen in der Lieferkette dürften im Militärgeschäft dazu führen, dass sich Auslieferungen ins kommende Jahr verschieben. Unsere Umsatzerwartung für das Gesamtjahr passen wir daher auf ein mittleres einstelliges Plus an.“ Bisher hatte die MTU eine Zunahme im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich erwartet.

Im zivilen Triebwerksgeschäft ist der Umsatz auf Neun-Monats-Sicht um 10 % von 850 Mio. €auf 765 Mio. € zurückgegangen. „Dabei lag das Umsatzminus im zivilen Seriengeschäft organisch im niedrigen Zehner-Prozentbereich, im Ersatzteilgeschäft im niedrigen einstelligen Prozentbereich“, führte Winkler aus. Die Quartalsbetrachtung zeigt in beiden Bereichen eine organische Verbesserung – im Seriengeschäft um etwa 20 %, im Ersatzteilbereich im niedrigen Zehner-Prozentbereich. Der A320neo-Antrieb PW1100G-JM war der Hauptumsatzträger im zivilen Triebwerksgeschäft. Die Annahmen für das Gesamtjahr bleiben sowohl für das zivile Seriengeschäft als auch das Ersatzteilgeschäft unverändert: Beide Bereiche dürften 2021 organisch im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zunehmen.

Der Auftragsbestand lag am Quartalsende bei 20,7 Mrd. € (31.12.2020: 18,6 Mrd. €). Die meisten Aufträge entfallen auf das V2500 und die Getriebefan-Triebwerke der PW1000G-Familie, insbesondere das PW1100G-JM.

Die MTU verzeichnete in den ersten neun Monaten ein Ergebnisplus im OEM-Geschäft und ein Ergebnisminus im MRO-Segment: Das operative Ergebnis des OEM-Geschäfts nahm von 194 Mio. € auf 202 Mio. € zu. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 18,8 % nach 16,9 % im Vergleichszeitraum. In der zivilen Instandhaltung ist das operative Ergebnis von 116 Mio. € auf 105 Mio. € zurückgegangen. Die Ergebnismarge lag bei 5,2 % (1-9/2020: 6,2 %). „Im OEM-Geschäft hatten der Umsatzmix und unsere Kostensenkungsprogramme einen positiven Einfluss auf das Ergebnis. In der zivilen Instandhaltung wirkte vor allem der hohe Getriebefan-Arbeitsanteil ergebnismindernd“, so Kameritsch.

In den ersten neun Monaten 2021 sind 162 Mio. € in Forschung und Entwicklung geflossen; im Vergleichszeitraum 2020 waren es 139 Mio. €. Ihre F&E-Tätigkeit fokussiert die MTU auf das Thema emissionsfreies Fliegen, insbesondere die Themenbereiche Wasserstoff und fliegende Brennstoffzelle. Neben diesen F&E-Arbeiten und Technologiestudien für künftige Antriebsgenerationen hat sich die MTU im Schwerpunkt mit den Getriebefan-Programmen und ihrer Weiterentwicklung sowie der Digitalisierung im Triebwerksbau beschäftigt.

Der Free Cashflow der MTU lag Ende September mit 205 Mio. € um 41 % über dem Vergleichswert (1-9/2020: 145 Mio. €). „Diese positive Entwicklung bringt eine Erhöhung unserer Prognose für die Cash Conversion Rate mit sich“, sagte Kameritsch. „Wir rechnen für 2021 jetzt mit einer Cash Conversion Rate im hohen zweistelligen Prozentbereich.“ Bisher hatte die MTU einen mittleren bis hohen zweistelligen Prozentbereich als CCR-Zielspanne ausgegeben.

Die Netto-Auszahlungen in Sachanlagen sind in den ersten neun Monaten um 25 % auf 117 Mio. € gestiegen (1-9/2020: 93 Mio. €).

Die MTU hatte am Quartalsende 10.298 Mitarbeiter; zum Jahresende 2020 waren es 10.313 Mitarbeiter.

MTU Aero Engines – Eckdaten 3. Quartal 2021

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen - diese Quartalsmitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen der Geschäftsführung der MTU Aero Engines wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsführung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen. Zukunftsgerichtete Aussagen enthalten keine Gewähr für den Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen und sind mit Risiken und Unsicherheiten verbunden. Die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse der MTU Aero Engines und Entwicklungen betreffend die MTU Aero Engines können daher aufgrund verschiedener Faktoren wesentlich von den hier geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, die Zyklizität der Flugzeugindustrie und Risiken in Zusammenhang mit der Beteiligung der MTU Aero Engines an Konsortien für die Entwicklung und den Bau von neuen Triebwerken. Darüber hinaus können die Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Wechselkursschwankungen sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere in Bezug auf steuerliche Regelungen und Gesetze betreffend die Herstellung und den Einsatz von Triebwerken im Luftverkehr, sowie andere Faktoren einen Einfluss auf die zukünftigen Ergebnisse und Entwicklungen der MTU Aero Engines haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die MTU Aero Engines übernimmt keine Verpflichtung, die in dieser Mitteilung enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

(Pressemeldung vom 29.10.2021)
Quelle: MTU Aero Engines AG | Foto: MTU Aero Engines AG
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