Wirtschaft

Miele und Solvis: Studie für Solar-Wäschetrockner

05.09.2011

Braunschweig|Berlin: Die Wärmeversorgung eines Wäschetrockners durch eine Solarwärmeanlage lässt die Energiekosten und den Primärenergie-Verbrauch deutlich sinken. Im Vergleich zu einem Wärmepumpentrockner reduzieren sich die Kosten um die Hälfte, bei herkömmlichen Abluft oder Kondenstrocknern sogar um bis zu 80 Prozent. Die Primärenergie-Ersparnis kann ebenfalls bis zu 80 Prozent betragen. Die  besten Ergebnisse im Hinblick auf die Energieeffizienz werden in Kombination mit einem Schichtspeicher erreicht. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die das Unternehmen Miele gemeinsam mit dem Solarheizsystemhersteller Solvis erstellt hat. Auf der IFA 2011 präsentierten beide das Projekt des weltweit ersten solarbeheizten Wäschetrockners. Die Markteinführung ist für Herbst nächsten Jahres vorgesehen. Der Anschluss an ein bereits installiertes Solarheizsystem ist jederzeit problemlos möglich.
 
Kostenlose Sonnenenergie direkt ohne Umwandlung in Strom zum maschinellen Wäschetrocknen nutzbar zu machen ist bislang nicht möglich gewesen. Eine derartige Lösung ist jedoch interessant, da die Nutzung von Solarwärme im Haushalt in den nächsten Jahren zunehmen und einen wachsenden Anteil bei der Energieversorgung von Haushaltsgeräten wie Wäschetrockner, Waschmaschine oder Geschirrspüler haben wird.
 
Für den Solartrockner kommt dabei im Projekt eine Solarthermanlage auf dem Dach zusammen mit einem Solvis-Schichtenspeicher zum Einsatz. Die durch die Solaranlage laufende Flüssigkeit erhitzt das Wasser im Speicher, das dort für die verschiedenen Anwendungen mit unterschiedlichen Temperaturen (Schichten) zur Verfügung steht. Für den Solartrockner wird das wärmste Wasser verwendet, das auch zur Erwärmung des Trinkwassers genutzt wird.
 
Der Betrieb des Solartrockners erfolgt über vier Leitungen direkt aus dem Schichtenspeicher: Über die erste Leitung gelangt warmes Wasser in den Trockner und erwärmt die Prozessluft zum Trocknen. Das dann abgekühlte Wasser wird über eine zweite Leitung in den Speicher zurückgeführt, dort wieder erwärmt und dem Kreislauf erneut zur Verfügung gestellt. Zum Abkühlen der feuchten und warmen Trocknerluft wird über einen dritten Anschluss aus dem Speicher kühles Wasser in den Trockner geführt, wodurch die warme Trockenluft innerhalb des Wärmetauschers gekühlt und entfeuchtet (kondensiert) wird. Dadurch erwärmt sich das Wasser und wird über eine vierte Leitung in den Speicher zurückgeführt.
 
Durch das geschlossene Kreislaufsystem zwischen Solartrockner und Speicher arbeitet das System weitgehend ohne Verluste, denn die zum Trocknen entnommene Wärmemenge wird zum Großteil im Kondensierungsprozess dem Wasser im Schichtenspeicher wieder zugeführt.
 
Beim Trockenergebnis ist der Solartrockner vergleichbar mit herkömmlichen Geräten. Aufgrund des niedrigen Temperaturniveaus in der Prozessluft, die vergleichbar mit der im Wärmepumpentrockner ist, trocknet der Solartrockner die Textilien besonders schonend.
 
Der Solartrockner trägt dazu bei, die Solaranlage besonders im Sommer stärker auszulasten. Im Schichtenspeicher ist die Erwärmung des Wassers aber auch in Kombination mit anderen Energiequellen, beispielweise regenerativer Energien wie Biomasse oder Erdwärme, möglich. Dies bewirkt eine kostengünstige und ressourcensparende Wäschetrocknung auch im Winter, wenn keine Sonnenenergie zur Verfügung steht. Eine Nutzung des Trinkwassers im Schichtenspeicher für andere Haushaltsgeräte wie Geschirrspülmaschine und der (Allwater-)Waschmaschine ist ebenfalls möglich.
 
Bei dem Solarheizsystem SolvisMax steht der Speicher im Zentrum der Anlage und nicht - wie bei herkömmlichen Heizungen - der Brenner. Die Sonnenenergie hat hier immer Vorrang, nur wenn sie nicht ausreicht, übernimmt der im Speicher integrierte Gas- oder Öl-Brenner bzw. die Wärmepumpe oder das Fernwärmemodul die Wärmeversorgung. Ebenso ist der Anschluss eines Pelletkessels oder Kaminofens eine sinnvolle Alternative. Durch das Gesamtkonzept arbeitet die Anlage besonders effizient und energiesparend. 
 
Auch bei Haushaltsgeräten wie Waschmaschine und Geschirrspüler macht Wärme den Großteil des Energiebedarfs aus. Die Kombination mit einem Wäschetrockner ist eine weitere Entwicklung, um das Potential des Solarheizsystems SolvisMax auszuschöpfen. Es wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und ging 2009 bei Stiftung Warentest und 2010 bei Ökotest als Testsieger hervor. Die Kollektoren SolvisFera  erzielten jeweils die höchste Leistung unter den Flachkollektoren im Test. (Pressemeldung vom 31.08.2011)
Quelle: SOLVIS GmbH & Co KG { Miele AG | Foto: Miele
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