Wirtschaft

Meyer Werft - IG Metall Küste bekräftigt Bereitschaft zu Verhandlung

03.06.2021

IG Metall | IG Metall KüsteHamburg: Die IG Metall Küste ist weiterhin bereit zu Tarifverhandlungen mit der Meyer Werft in Papenburg über ein Zukunftspaket zur Standort- und Beschäftigungssicherung. Das hat die Gewerkschaft am Mittwoch in einem Schreiben an den Arbeitgeberverband Nordmetall bekräftigt. Dem war ein Sondierungsgespräch mit Werftleitung, Nordmetall, IG Metall Küste und Betriebsrat vorausgegangen, das jedoch keine Fortschritte gebracht hatte.

  • IG Metall-Bezirksleiter Friedrich: „Eine pauschale Zustimmung zu Personalabbau vor den Verhandlungen wird es mit uns nicht geben“
  • Gewerkschaft fordert weiterhin Erhalt der Stammarbeitsplätze, unter anderem durch mehr Eigen- vor Fremdleistungen auf der Werft

„Eine pauschale Zustimmung zu Personalabbau vor den Verhandlungen - wie von der Geschäftsführung gefordert - wird es mit uns nicht geben“, erklärte IG Metall-Bezirksleiter Daniel Friedrich. „Kündigungen sind immer das letzte Mittel. Erst müssen alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sein, um die Stammbeschäftigung auf der Werft zu sichern.“ Auch ‚Kostenneutralität‘ dürfe die Werft nicht zur Voraussetzung für Verhandlungen über die Sicherung von Arbeitsplätzen machen. „Das Unternehmen muss die Kosten für Zukunft und Beschäftigung mittragen und darf diese nicht allein den Beschäftigten überlassen“, so der Gewerkschafter.
 
Mit der Übermittlung ihrer Forderungen hatte die IG Metall Küste vier Verhandlungstermine vorgeschlagen. Die Werftleitung lehnte umgehend die ersten beiden Termine ab und machte den dritten Termin zu einem ‚Vorgespräch‘, das gestern stattfand.
 
„Für ergebnisoffene Verhandlungen ohne Vorbedingungen auf beiden Seiten stehen wir weiterhin zur Verfügung. Es liegt jetzt an der Werft, ob sie diesen gemeinsamen Weg geht oder versucht, den Personalabbau über einen betrieblichen Interessenausgleich auf die harte Art durchzusetzen“, so IG-Metall-Bezirksleiter Friedrich.
 
Die Forderungen der IG Metall sind: Erhalt der Stammarbeits- und Ausbildungsplätze, Verschiebung von Fremdfertigungsanteilen zugunsten der Stammbeschäftigung, Regelungen zur zukünftigen Fremd- und Eigenfertigung und keine Tarifflucht durch weiteres Outsourcing.

(Pressemeldung vom 02.06.2021)
Quelle: IG Metall Küste | Foto: IG Metall Küste
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