Gesellschaft

Merck: Johann-Heinrich-Merck-Preis 2014 geht an Carolin Emcke

07.06.2014

Merck KGaA Darmstadt: Die Publizistin Carolin Emcke wird mit dem Johann- Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay 2014 ausgezeichnet. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 20.000 Euro dotierten Preis zusammen mit dem Georg-Büchner-Preis auf ihrer Herbsttagung am 25. Oktober 2014 in Darmstadt. Der Johann-Heinrich-Merck-Preis ist eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Literaturkritiker und Essayisten und wird von Merck seit 1964 gestiftet – in Gedenken an den Schriftsteller und Literaturkritiker Johann Heinrich Merck, der von 1741 bis 1791 in Darmstadt lebte. „Merck begreift die Förderung von Literatur als Teil seines verantwortungsvollen Unternehmertums“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. „Das Unternehmen knüpft damit an seine jahrhundertlang geübte Tradition an, sich auch für Kunst und Kultur zu engagieren.“ Im Selbstverständnis der Unternehmensverantwortung und -geschichte stiftet Merck den renommierten Literaturpreis 2014 zum 50. Mal (1965 wurde der Preis nicht verliehen).

Nach Auffassung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung wird in den Büchern von Carolin Emcke „literarische Meisterschaft zu einer Schule der Empathie“. Emckes Reportagen und Essays reflektierten „extreme Erfahrungen von Gewalt und
Ausgrenzung hierzulande und in Kriegsgebieten und Konfliktzonen in aller Welt“. Ihre Bücher verbinden, so die Jury, „genaueste Beobachtung und analytische Präzision mit erzählerischer Kraft“.

Carolin Emcke, geboren am 18. August 1967 in Mülheim an der Ruhr, lebt als freie Publizistin in Berlin. Seit 1998 bereist sie weltweit Krisengebiete, unter anderem Kosovo, Afghanistan, Gaza, Westbank, Israel, Irak und Pakistan. Zu ihren Veröffentlichungen zählen: Von den Kriegen - Briefe an Freunde (2004), Stumme Gewalt - Nachdenken über die RAF (2008), Wie wir begehren (2012), Weil es sagbar ist - Zeugenschaft und Gerechtigkeit (2013). Emcke wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Theodor-Wolff-Preis 2008, mit dem Preis „Journalistin des Jahres 2010“ und zuletzt 2012 mit dem Journalistenpreis für Kinderrechte der Ulrich- Wickert-Stiftung.
Johann Heinrich Merck, auf dessen Name der Literaturpreis zurückgeht, gründete 1771 einen Verlag für preiswerte Nachdrucke westeuropäischer Literatur in der Originalsprache, später auch für zeitgenössische deutsche Werke. Mercks Haus war Mittelpunkt des Darmstädter Kreises der Empfindsamen – einem literarischen Freundeskreis, dem unter anderem Johann Gottfried Herder und Franz Michael Leuchsenring angehörten. Mit dem jungen Goethe war Merck freundschaftlich verbunden.

Der Johann-Heinrich-Merck-Preis ist einer von derzeit vier Literaturpreisen, die Merck weltweit vergibt oder unterstützt. Seit 2003 verleiht das Unternehmen den „Premio Letterario“ in Italien, der Autoren für den Brückenschlag zwischen Literatur und Wissenschaft auszeichnet. Darüber hinaus hat Merck kürzlich zum zweiten Mal den Merck-Tagore-Preis in Indien zur Förderung des deutsch-indischen Kulturaustauschs vergeben. Im Oktober dieses Jahres vergeben Merck und das Goethe-Institut in Tokio erstmalig den Merck-Kakehashi-Literaturpreis, um deutschsprachige Gegenwartsliteratur einer breiteren Leserschaft in Japan zugänglich machen. (Pressemeldung vom 07.06.2014)

Quelle: Merck KGaA | Foto: Merck
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