Wirtschaft

MeLa: Preise für langjährige und engagierte Zuchtarbeit

18.09.2021

MV Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz  Mecklenburg-VorpommernMühlengeez, 17.09.2021 - Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus hat heute auf der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung die diesjährigen Preise für hervorragende Verdienste in der Tier- und Pflanzenzucht in Mecklenburg-Vorpommern an Harald Schewe (74) und Andreas Prelwitz (61) überreicht.

Den Tierzuchtpreis 2021 erhielt der studierte Landwirt und Schweinezüchter Harald Schewe. Harald Schewe hat sich seit den 70er Jahren unter Fachleuten einen Namen besonders in der Ferkelerzeugung gemacht.

„Harald Schewe war nie ein Mann, der Pläne am Reißbrett erstellt hat, sondern jemand, der unter den Rahmenbedingungen in der DDR eine realistische Sichtweise für das Machbare hatte. Er sicherte einen kontinuierlichen Zuchtfortschritt bei Schweinen, Rindern und Schafen, vom Haff bis in die Uckermark, von der Oder bis in die Mecklenburgische Schweiz“, unterstrich Backhaus.

Bei der Umstrukturierung der Tierzucht ab 1990 war Schewe maßgeblich an der Erhaltung der züchterischen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte beteiligt. Er war Mitgestalter beim Aufbau des Rinderzuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern eG und des Leistungskontrollverbandes für Milchleistungsprüfung e.V. sowie bei den Verhandlungen zur Privatisierung der Besamungsstationen für Rinder in Woldegk und für Schweine in Malchin.

Mit der Übernahme der Geschäftsführung in Hybridschweinezuchtverband Nord/Ost e.V. im Jahr 1993 begann die wohl größte Herausforderung in seiner beruflichen Laufbahn, erinnerte Backhaus. Der Verband stand wegen massiver Steuernachzahlungen vor dem Konkurs „Um den Verband aus den roten Zahlen zu holen, hat Harald Schewe Entscheidungen vorangebracht, die sich als richtig erwiesen und dem Verband die Wirtschaftlichkeit sicherten. Aus der Umstrukturierung der Besamungsstation Malchin in eine GmbH und durch den Neubau der Schweineleistungsprüfstation in Jürgenstorf konnte er zusätzliche Erlöse generieren. Auch schaffte Schewe es, die Zuchtbetriebe im Land zu Höchstleistungen zu motivieren. Ihm ist es maßgeblich zu verdanken, dass die Prüfstation in Jürgenstorf Zuchteber der Mutterrassen Deutsches Edelschwein und Deutsche Landrasse anbieten konnte, die in ganz Deutschland nachgefragt waren.“

Im Frühjahr 2006 übergab Harald Schewe die Geschäftsführung und einen wirtschaftlich stabilen Verband an Renate Schuster; 2007 ging er in Rente. Mehrere Jahre unterstützte er noch Zuchtbetriebe als Berater.

Den Pflanzenzuchtpreis 2021 erhielt der gebürtige Brandenburger Andreas Prelwitz. Herr Prelwitz war zunächst im Pflanzenzuchtunternehmen Limagrain für den Bereich Mecklenburg-Vorpommern tätig und wechselte dann 1994 in das Unternehmen Nordkorn AG in Schwerin als Leiter für die Bereiche Saatgut, Pflanzenschutz und Düngemittel.

„Von 1998 bis 2018 war Andreas Prelwitz ununterbrochen Geschäftsführer der Nordkorn-Saaten GmbH in Güstrow. Unter seiner Leitung hat sich das Unternehmen zu einem leistungsfähigen Betrieb in der Saatgutwirtschaft unseres Landes entwickelt. Zu seinen bedeutendsten Erfolgen zählt die Entwicklung und großtechnische Einführung der physikalischen Beizung von Getreide mittels Elektronenstrahlen. Schon als Geschäftsführer der Nordkorn-Saaten GmbH und jetzt als leitender Fachberater der Ceravis AG Rendsburg legt er einen großen Wert auf die Nutzung des züchterischen Fortschritts durch einen erhöhten Einsatz von zertifiziertem Saatgut (Z-Saatgut). Unter Landwirtinnen und Landwirten, Geschäftspartnern sowie bei den zuständigen Behörden genießt Herr Prelwitz aufgrund seiner fachlichen Kompetenz und seiner Bereitschaft zur Zusammenarbeit ein großes Ansehen“, betonte Backhaus.

Prelwitz ist seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich im Saatgut-Verband Mecklenburg-Vorpommern tätig und wurde im Februar 2020 zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Auf Bundesebene arbeitet er im Bundesverband der VO-Firmen mit und setzt sich auf allen Ebenen für den Erhalt einer wettbewerbsfähigen Saatgutwirtschaft in Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern ein.

Erläuterung: Der BVO - Bundesverband der VO-Firmen e.V. - ist die berufsständische Interessenvertretung der VO-Firmen in Deutschland. Aufgabe des BVO ist die Förderung der allgemeinen, ideellen und wirtschaftlichen Interessen der an der Erzeugung und dem Vertrieb von Saatgut beteiligten Handelsfirmen. 

(Pressemeldung vom 18.09.2021)
Quelle: MV Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern
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