Wirtschaft

Maker – mit virtuelle Maker Faire raus aus dem Nischendasein

25.05.2020

Heise Zeitschriften Verlag GmbH & Co. KGHannover: Am 23. Mai organisierte das US-Maker-Faire-Team ein 24-Stunden-Event, bei dem die Macher aus aller Welt ihre Ideen virtuell vorstellen konnten. Im Fokus standen viele Covid19-Projekte. Auch einige deutsche Maker beteiligten sich an dem kurzfristig auf die Beine gestellten Online-Event. In einer Panel-Diskussion tauschten sich Vertreter der deutschen Community darüber aus, wie das Engagement der Maker nachhaltig wirken kann.

Maker – mit virtuelle Maker Faire raus aus dem Nischendasein

Grafik: Maker Media GmbH

Sie besitzen das Know-how und die Kontakte: Die Maker haben in der Corona-Zeit eindrucksvoll bewiesen, wie schnell, unbürokratisch und vernetzt sie ihr Wissen einbringen und Masken, Gesichtsschutz und sogar Beatmungsgeräte herstellen können.

Wie man die neu gewonnene Aufmerksamkeit nachhaltig nutzen kann, diskutierten Vertreter der deutschen Maker-Community. Auf dem Podium saßen Nils Hitze, Mitinitiator von „Maker vs. Virus“, Guido Burger, Ingenieur und Konstrukteur von Beatmungsgeräten, Peter Pröpper, Vorstand vom Makerspace Bonn, Karsten Nebe, Professor an der Hochschule Rhein-Waal und Direktor des FabLab Kamp-Lintfort, Dominik Wilming, Initiator von „Vechta vs. Corona“, und Andreas Kopp, Gründer vom Erfindergarten München. Daniel Bachfeld, Chefredakteur des deutschen Make-Magazins, moderierte das Panel.

Fazit: Im medizinischen Bereich konnten sich die Maker als High-Tech-Bastler, die u. a. mit 3D-Drucker, Nähmaschine und Lasercutter umgehen können, jetzt einen Namen machen. Aber auch in der breiten Öffentlichkeit muss die Maker-Szene mit ihrem Mindset und ihren Skills noch mehr Beachtung finden, waren sich alle Teilnehmer einig. „Idealerweise müsse man auf der Agenda der Politik auftauchen. Makerspaces und Fablabs hätten eine ganz andere Schlagkraft, erhielten sie vom Staat Förderungen“, meinte Nils Hitze. „Allerdings“, ergänzte er, „wollen wir keinesfalls eine Bundesanstalt werden, mit unserem Batman-Image können wir gut leben.“

Die Vernetzung weltweit ausdehnen, Face Shields für Entwicklungsländer produzieren, die Zusammenarbeit mit kleinen und mittelständischen Unternehmen und der Open-Source-Bewegung intensivieren sowie die Jugendarbeit stärken – das nannten die Vertreter als nächste Aktivitäten. Und sollte es eine zweite Corona-Welle geben, wären die Maker wieder zur Stelle. Das Panel gibt es zum Nachschauen unter: makerfaire.com/

Bei der Netzpremiere der Maker Faire waren auch deutsche Maker dabei. „Wir haben uns sehr gefreut, dass einige Aussteller, die wir sonst in Berlin oder Hannover auf unseren Maker Faires getroffen hätten, sich spontan bereit erklärt haben, an der ersten virtuellen Maker Faire mitzuwirken“, sagt Kristina Fischer, Projektleiterin Maker Faires.

Wer sich für die Maker-Bewegung interessiert, kann sich auf der Webseite www.maker-faire.de auf dem Laufenden halten

(Pressemeldung vom 25.05.2020)

Quelle: Heise Medien GmbH & Co. KG, Maker Media GmbH | Foto: Heise Medien GmbH & Co. KG, Maker Media GmbH
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