Wirtschaft

M-V: Potentielle Standorte für Aquakultur in Mecklenburgischer Seenplatte benannt

03.06.2013

MV Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Schwerin: Zur Entwicklung der Aquakultur in Mecklenburg-Vorpommern hat das Landeswirtschaftsministerium für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als ersten der sechs Landkreise im Nordosten potentielle Standorte für Aquakulturanlagen ermitteln lassen.

"Heraus kamen 20 ausgewählte Standorte in 15 Kommunen mit Flächen zwischen 0,74 und 127 ha, die zum Teil über ungenutzte Wärmequellen in der Nachbarschaft, interessierte Partnerunternehmen, Teiche, Gebäude oder andere Nutzungsmöglichkeiten verfügen" berichtet Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. "Alle genannten Kommunen stehen der Aquakultur aufgeschlossen gegenüber und sind an Investitionen interessiert." Dabei ist unter anderem auch die Stadt Malchin, die 2005 als wirtschaftsfreundliches Kommune Mecklenburg-Vorpommerns ausgezeichnet wurde, über hochmotivierte Mitarbeiter verfügt und die bis zu 12 ha voll erschlossenes Gewerbegebiet anbietet.

"Darüber hinaus bieten wir über die Firma MV-Invest sowie die regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften Möglichkeiten der intensiven Begleitung von Investoren", so der Minister. Mit dem Institut für Fischerei der Landesforschungsanstalt, dem Fachbereich Aquakultur der Universität Rostock, dem Leibniz-Institut für Nutztierbiologie und der Bundesforschungsanstalt für Tiergesundheit verfüge das Land Mecklenburg-Vorpommern außerdem hinaus über eine der besten Forschungsinfrastrukturen im Bereich der Aquakultur in Deutschland, die alle an einer Zusammenarbeit mit Unternehmen der Aquakultur interessiert sind. Außerdem gibt es in Mecklenburg-Vorpommern eine auf die Fischerei und Aquakultur spezialisierte Beratungsgesellschaft, die LMS und Firmen wie die Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern oder PAL-Anlagenbau, die Anlagen projektieren und bauen.

Im Jahr 2011 erzeugten in Mecklenburg-Vorpommern 22 Betriebe der Aquakultur zusammen eine Fischmenge von 997,1 Tonnen, darunter 283,1 Tonnen in Teichen, 118,6 Tonnen in Becken bzw. Fließkanälen oder speziellen Forellenteichen sowie 547,6 Tonnen in Kreislaufanlagen. Von der erzeugten Menge haben so genannte sonstige Fische, das sind Nicht-Speisefische zur Erhaltung des Öko-Systems der Gewässer, aber auch Brut, Satzfische und Jungfische, mit 408,0 Tonnen bzw. 40,9 Prozent den größten Anteil. Ein Drittel der Menge entfällt auf Regenbogenforellen (ohne Lachsforellen) und den Gemeinen Karpfen. Mit knapp einem Viertel der Menge sind verschiedene Welsarten an der Aquakultur beteiligt. Weitere Süßwasserfische, wie Lachsforelle, Bachsaibling, Zander, Hecht und Aal, haben mengenmäßig nur geringe Bedeutung; zusammen ergeben sie weniger als 3 Prozent der erzeugten Gesamtmenge.

Regionale Schwerpunkte der Aquakultur sind die Landkreise Mecklenburgische Seenplatte mit 8 Betrieben und 48 Prozent der im Land erzeugten Speisefische, Rostock mit 6 Betrieben und 27 Prozent sowie Ludwigslust-Parchim mit 4 Betrieben und 18 Prozent der Erzeugung von Speisefischen. (Pressemeldung vom 30.05.2013)

Quelle: LU MV Nr. 157/ 2013 | Foto: MV, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
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