Wirtschaft

Linde: Konzernumsatz um 8,5 Prozent auf 10,209 Mrd. EUR gewachsen

30.10.2011

München: Der Technologiekonzern The Linde Group hat im dritten Quartal 2011 an die gute Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahrs angeknüpft und per Ende September bei Konzernumsatz und operativem Konzernergebnis* deutliche Steigerungsraten erzielt. "Wir sind weiterhin gut unterwegs und können deshalb unseren bisherigen Ausblick bestätigen", kommentierte Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, der Vorsitzende des Vorstands der Linde AG. "Für das Geschäftsjahr 2011 gehen wir unverändert davon aus, den Konzernumsatz und das operative Konzernergebnis* im Vergleich zum Vorjahr zu steigern." Mit Blick auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld sagte Reitzle: "Selbst wenn sich die konjunkturelle Dynamik etwas abschwächen sollte, sehen wir für unser Geschäft - insbesondere in den Bereichen Energie und Umwelt sowie in den aufstrebenden Volkswirtschaften - nach wie vor gute Wachstumschancen."
 
Per Ende September 2011 ist der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent auf 10,209 Mrd. EUR (Vj. 9,405 Mrd. EUR) gewachsen. Bereinigt um Währungskurseffekte entspricht dies einem Umsatzplus von 9,0 Prozent. Vor allem durch die konsequente Umsetzung des ganzheitlichen Konzepts zur nachhaltigen Prozessoptimierung und Produktivitätssteigerung (HPO = High Performance Organisation) hat Linde das operative Konzernergebnis* überproportional um 10,2 Prozent auf 2,363 Mrd. EUR (Vj. 2,145 Mrd. EUR) verbessert. Die operative Konzernmarge stieg auf 23,1 Prozent (Vj. 22,8 Prozent).
 
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) erreichte 1,184 Mrd. EUR und übertraf damit den Vorjahreswert (1,003 Mrd. EUR) um 18,0 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 20,7 Prozent auf 903 Mio. EUR (Vj. 748 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung der Anteile anderer Gesellschafter entfielen davon 856 Mio. EUR (Vj. 698 Mio. EUR) auf die Aktionäre der Linde AG. Das Ergebnis je Aktie stieg somit um 21,5 Prozent auf 5,02 EUR (Vj. 4,13 EUR). Auf angepasster Basis, also bereinigt um die Auswirkungen der Kaufpreisallokation im Zuge der BOC-Übernahme, entspricht dies einem Ergebnis je Aktie von 5,68 EUR (Vj. 4,88 EUR).
 
Gases Division
 
Vor dem Hintergrund des im Vergleich zum Vorjahr verbesserten gesamtwirtschaftlichen Umfelds ist die Nachfrage im weltweiten Gasegeschäft gestiegen. Linde hat von dieser Entwicklung in allen Produktbereichen profitiert, weil das Unternehmen global aufgestellt ist und insbesondere in den aufstrebenden Volkswirtschaften über sehr gute Marktpositionen verfügt.
 
Per Ende September 2011 ist der Umsatz in der Gases Division im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,0 Prozent auf 8,270 Mrd. EUR (Vj. 7,590 Mrd. EUR) gewachsen. Auf vergleichbarer Basis - bereinigt um Währungs- und Erdgaspreiseffekte sowie um Änderungen im Konsolidierungskreis - betrug der Umsatzanstieg ebenfalls 8,1 Prozent.
 
Das operative Ergebnis konnte die Gases Division um 9,7 Prozent auf 2,254 Mrd. EUR (Vj. 2,055 Mrd. EUR) verbessern. Zu dieser erneut überproportional guten Ertragsentwicklung hat auch die kontinuierliche Umsetzung der HPO-Maßnahmen beigetragen. Die operative Marge erreichte 27,3 Prozent und übertraf damit den bereits hohen Vorjahreswert von 27,1 Prozent.
 
Die Geschäftsentwicklung in den einzelnen operativen Segmenten der Gases Division zeigt, dass die konjunkturelle Dynamik regional nach wie vor unterschiedlich ausgeprägt ist. Die höchsten Wachstumsraten waren im Berichtszeitraum erneut in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens - insbesondere in China und in Indien - sowie in Südamerika zu verzeichnen. Auch in den reiferen Märkten, etwa in den USA und in Westeuropa, ist die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.
 
Im operativen Segment EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) hat Linde den Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 um 7,0 Prozent auf 4,258 Mrd. EUR (Vj. 3,978 Mrd. EUR) erhöht. Auf vergleichbarer Basis betrug der Umsatzanstieg 5,6 Prozent. Das operative Ergebnis hat sich um 7,9 Prozent auf 1,215 Mrd. EUR (Vj. 1,126 Mrd. EUR) verbessert. Dies entspricht einer operativen Marge von 28,5 Prozent (Vj. 28,3 Prozent). Neben Volumeneffekten hat auch hier die stetige Umsetzung der vielfältigen Initiativen zur Produktivitätssteigerung und Prozessstandardisierung im Rahmen von HPO einen positiven Beitrag geleistet.
 
In Asien ist die wirtschaftliche Dynamik nach wie vor ungebrochen hoch. Vor diesem Hintergrund und auf der Grundlage der führenden Position in diesen Märkten hat Linde im operativen Segment Asien/Pazifik erneut zweistellige Wachstumsraten erzielt. Per Ende September 2011 stieg der Umsatz in dieser Region um 16,2 Prozent auf 2,283 Mrd. EUR (Vj. 1,965 Mrd. EUR). Auf vergleichbarer Basis betrug das Umsatzplus 10,8 Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 14,9 Prozent auf 634 Mio. EUR (Vj. 552 Mio. EUR). Die operative Marge lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 27,8 Prozent (Vj. 28,1 Prozent). Beim Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sind hier die Weitergabe von Erdgaspreiserhöhungen sowie Vorleistungen zu berücksichtigen, die für den Infrastrukturaufbau und die Neueinstellung von Mitarbeitern für den stark expandierenden chinesischen Markt erforderlich sind. Zur nachhaltigen Sicherung der stabilen Ertragsentwicklung setzt Linde auch im Segment Asien/Pazifik das HPO-Konzept weiterhin konsequent um.
 
Im operativen Segment Amerika ist der Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 um 4,6 Prozent auf 1,778 Mrd. EUR (Vj. 1,700 Mrd. EUR) gewachsen. Auf vergleichbarer Basis lag das Umsatzplus bei 10,5 Prozent. Das operative Ergebnis verbesserte sich per Ende September um 7,4 Prozent auf 405 Mio. EUR (Vj. 377 Mio. EUR). Neben Volumeneffekten haben die Fortschritte, die Linde bei der Umsetzung von HPO erzielt hat, sowie positive Einmaleffekte aus dem ersten Quartal zu diesem Ergebnisanstieg beigetragen. Die operative Marge übertraf mit 22,8 Prozent den Vorjahreswert (22,2 Prozent) um 60 Basispunkte.
 
Der Geschäftsverlauf in den einzelnen Produktbereichen bestätigt die insgesamt gute Entwicklung der Gases Division: Im On-site-Geschäft, also bei der Vor-Ort-Versorgung von Großkunden, hat Linde erneut den stärksten Zuwachs erzielt. Per Ende September 2011 hat sich der Umsatz hier auf vergleichbarer Basis - ohne Berücksichtigung von Währungskurs-, Erdgaspreis- und Konsolidierungseffekten - um 9,7 Prozent auf 2,015 Mrd. EUR (Vj. 1,837 Mrd. EUR) erhöht. Linde hat dabei von der gestiegenen Auslastung bestehender Anlagenkapazitäten ebenso profitiert wie von dem Anlauf neuer Anlagen. Im Produktbereich Flüssiggase lag der Umsatz bei 1,993 Mrd. EUR und damit auf vergleichbarer Basis um 9,0 Prozent über dem Vorjahreswert (1,828 Mrd. EUR). Der Umsatz mit Flaschengasen ist auf vergleichbarer Basis um 7,4 Prozent auf 3,382 Mrd. EUR (Vj. 3,148 Mrd. EUR) gewachsen. Der Produktbereich Healthcare - das Geschäft mit medizinischen Gasen und den dazu gehörigen Service- und Beratungsleistungen - hat seine stabile Geschäftsentwicklung weiter fortgesetzt und konnte den Umsatz auf vergleichbarer Basis um 5,0 Prozent auf 880 Mio. EUR (Vj. 838 Mio. EUR) erhöhen.
 
Gases Division - Ausblick
 
Lindes grundsätzliche Zielsetzung im Gasegeschäft bleibt nach wie vor bestehen: Das Unternehmen will stärker wachsen als der Markt und die Produktivität weiter verbessern. Im On-site-Geschäft verfügt Linde über eine gut gefüllte Projektpipeline, die im Geschäftsjahr 2011 deutlich zum Umsatz und Ergebnis beitragen wird. Im Geschäft mit Flüssig- und Flaschengasen sind trotz der prognostizierten Konjunkturabflachung auch im weiteren Jahresverlauf stabile Wachstumsraten zu erwarten. Im Produktbereich Healthcare rechnet Linde mit einer Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung und mit einem höheren Umsatzplus als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund geht Linde in der Gases Division für das Geschäftsjahr 2011 unverändert davon aus, den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zu steigern und das operative Ergebnis überproportional zu verbessern.
 
Engineering Division
 
Im internationalen Großanlagenbau zeigte sich das Marktumfeld in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011 weitgehend stabil.
 
Per Ende September ist der Umsatz in der Engineering Division um 6,1 Prozent auf 1,776 Mrd. EUR (Vj. 1,674 Mrd. EUR) gestiegen. Durch die weiterhin sehr erfolgreiche Abwicklung einzelner Projekte hat Linde das operative Ergebnis überproportional um 16,3 Prozent auf 214 Mio. EUR (Vj. 184 Mio. EUR) verbessern können. Die operative Marge erreichte 12,0 Prozent (Vj. 11,0 Prozent).
 
Der Auftragseingang betrug zum Ende des Berichtszeitraums 1,676 Mrd. EUR und lag damit um 9,0 Prozent über dem Vorjahreswert (1,538 Mrd. EUR). Im dritten Quartal 2011 wurde der Auftragseingang wesentlich durch zwei größere Aufträge aus China und Thailand bestimmt: Aus Thailand hat Lindes Engineering Division von der konzerneigenen Gases Division einen Auftrag zur Lieferung einer Luftzerlegungs-Anlage mit einer Kapazität von 800 Tonnen Gase pro Tag erhalten. Zudem wird Linde für die chinesische Yantai Wanhua Group zwei Luftzerlegungs-Anlagen mit einer Kapazität von 110.000 Normkubikmeter pro Stunde liefern.
 
Neben diesen größeren Aufträgen war der Auftragseingang - wie bereits in den vergangenen Quartalen - durch eine Reihe kleiner und mittelgroßer Neubestellungen gekennzeichnet. Linde kann auf einen nach wie vor hohen Auftragsbestand zurückgreifen: Zum 30. September 2011 lag dieser Wert bei 3,761 Mrd. EUR (31. Dezember 2010: 3,965 Mrd. EUR).
 
Lindes Engineering Division hat im Berichtszeitraum gemeinsam mit ihrem Projektpartner SBM Offshore (Niederlande) einen Kooperationsvertrag mit dem thailändischen Mineralölkonzern PTT (Petroleum Authority of Thailand) zur Entwicklung einer schwimmenden Erdgasverflüssigungs-Anlage in der Timorsee vor der Nordküste Australiens geschlossen. Im Rahmen des Projekts soll Erdgas aus drei Gasfeldern zu LNG (Liquefied Natural Gas) verarbeitet werden. Sofern die Gasvorkommen den Erwartungen entsprechen, wird das Projekt Ende 2011 in die Front-End-Engineering- und Planungsphase münden. Ende 2012 soll die abschließende Investitionsentscheidung fallen. Der Beginn der kommerziellen Förderung wäre dann für Ende 2016 vorgesehen.
 
Engineering Division - Ausblick
 
Der hohe Auftragsbestand bildet eine gute Grundlage für eine solide Geschäftsentwicklung der Engineering Division in den kommenden zwei Jahren. Für das Geschäftsjahr 2011 rechnet Linde in seinem Anlagenbaugeschäft unverändert damit, einen Umsatz auf dem Niveau des Berichtsjahres 2010 zu erzielen. Das Unternehmen geht weiterhin davon aus, bei der operativen Marge im laufenden Geschäftsjahr einen Wert von mindestens 10 Prozent zu erreichen. Mittelfristig gilt hier unverändert die Zielgröße von 8 Prozent.
 
Linde ist im Markt für Olefin-Anlagen, Erdgas-Anlagen, Luftzerlegungs-Anlagen sowie Wasserstoff- und Synthesegas-Anlagen global gut aufgestellt und wird insbesondere von Investitionen in die strukturellen Wachstumsbereiche Energie und Umwelt nachhaltig profitieren. (Pressemeldung vom 28.10.2011)
Quelle: Linde Aktiengesellschaft | Foto: Linde
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