Wirtschaft

LichtBlick: Ökostrom-Marktführer begrüßt Reformpläne der Regierung

23.01.2014

LichtBlick SE Hamburg: Der Ökostrom-Marktführer LichtBlick befürwortet die EEG-Reformpläne der Bundesregierung. "Das Konzept von Minister Gabriel weist den Weg: Mehr Markt und schrittweise weniger Subventionen", so Heiko von Tschischwitz, Vorsitzender der Geschäftsführung von LichtBlick. "Die Politik muss einen verlässlichen Rahmen für den neuen Energiewende-Markt schaffen. Denn intelligente Ökostrom-Produkte können nach und nach das EEG als Investitionstreiber ersetzen."

Von Tschischwitz fordert allerdings ein schnelleres Umdenken von Politik und Unternehmen: "EEG-Strom darf nicht mehr künstlich aus dem Markt heraus gehalten werden. Er steckt nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern in der Pubertät und muss sich aus eigener Kraft behaupten. Das heißt vor allem: Grüner Strom aus Deutschland muss den Verbrauchern zugänglich gemacht werden."

Eigenverbrauch entlastet EEG

LichtBlick hat mit ZuhauseStrom bereits ein Energiewende-Produkt an den Markt gebracht. Im von 3000 Mietparteien bewohnten Gelben Viertel in Berlin-Hellersdorf läuft das erste kommerzielle Großprojekt zum Verkauf von lokal erzeugtem Sonnenstrom an Mieter. Die Mieter profitieren dabei von einem preiswerten ZuhauseStrom-Tarif. Der direkt vermarktete Solarstrom benötigt keine Subventionen mehr. So kann das EEG allein im Gelben Viertel um bis zu 200.000 Euro pro Jahr entlastet werden.

Trotzdem werden die Mieter - wie von der Politik gefordert - weiterhin an der Ökostrom-Förderung beteiligt. Sie zahlen für den lokalen Strom eine reduzierte EEG-Umlage. "Das ist eine faire Lösung für den Eigenverbrauch", so LichtBlick-Chef von Tschischwitz. Anders als häufig behauptet führe der private Eigenverbrauch nicht zu einer Entsolidarisierung mit der Energiewende - er entlaste vielmehr das EEG und damit die Strompreise.

Direktvermarktung für alle neuen EEG-Anlagen

LichtBlick fordert noch mehr Mut bei der Direktvermarktung. Alle neuen Öko-Kraftwerke - unabhängig von ihrer Größe - müssten sich dem Markt stellen. Der Zugriff auf grünen Strom aus Kleinkraftwerken dürfe nicht länger das Monopol der Netzbetreiber bleiben. "Die Politik muss auch diesen Markt zügig öffnen", sagt von Tschischwitz. So biete EEG-Strom aus Solaranlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern, kombiniert mit einer Stromlieferung aus dem Netz, attraktive wirtschaftliche Potentiale für neue Energiedienstleistungen.

Kritik an Offshore-Windkraft

Scharfe Kritik übt LichtBlick an der Förderung der Offshore-Windkraft. "Windkraft auf See ist ein Kostentreiber. Sie ist ein Stück alte, zentrale Energiewelt. Die Zukunft der Energie ist dezentral", so von Tschischwitz. Auch der Netzausbau müsse angesichts der Dezentralisierung des Kraftwerksparks neu bewertet werden. (Pressemeldung vom 22.01.2014) 

Quelle: LichtBlick SE | Foto: LichtBlick SE
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