Wissenschaft

Leibniz Lungenklinik startet am UKSH, Campus Kiel

01.02.2022

UKSH Universitätsklinikum Schleswig-HolsteinKiel: Die international anerkannte klinische Forschung des Forschungszentrums Borstel (FZB) geht eine enge klinische Kooperation in der Pneumologie und Infektiologie mit der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ein. Darin wird die ehemalige Medizinische Klinik in Borstel durch die neue „Leibniz Lungenklinik“ am UKSH abgelöst. Die neue interdisziplinäre Einheit zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen wurde zum 1. Januar 2022 eröffnet.

„Die neue Leibniz Lungenklinik steht gleichermaßen für die Krankenversorgung mit modernster Diagnostik und Therapie wie für die Erforschung von Lungenerkrankungen“, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH. „Hier vereinigt sich das international anerkannte Wissen und Können der ehemaligen Medizinischen Klinik Borstel und der Pneumologie der Klinik für Innere Medizin I des UKSH.“

Prof. Dr. Jan Heyckendorf, kommissarischer Leiter der Pneumologie, ergänzt: „Ziel ist es, das gesamte Spektrum der Lungenheilkunde mit dem höchst möglichen Maß an Qualität der stationären Patientenversorgung abzudecken und diese in Zukunft entsprechend auch über Spezialsprechstunden ambulant anzubieten. Hierbei soll auch die Forschung im Bereich chronisch-entzündlicher Lungenerkrankungen weiter ausgebaut werden. Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit im Exzellenzcluster Präzisionsmedizin für Chronische Entzündungserkrankungen der CAU und dem Forschungszentrum Borstel.“

Leibniz Lungenklinik startet am UKSH, Campus Kiel

Foto: Interdisziplinäre Expertise und großer Teamgeist: Die Leibniz Lungenklinik wurde am Campus Kiel des UKSH eröffnet. Foto: Universitätsklinikums Schleswig-Holstein © Campus Kiel

Das Behandlungsspektrum des neuen pneumologischen Schwerpunktes der Klinik für Innere Medizin I am UKSH umfasst Krankheitsbilder wie Lungenentzündung, Lungenkrebs, Lungenhochdruck, Lungenfibrose sowie Infektionen der Lunge und seltene Lungenerkrankungen. Die Medizinische Klinik Borstel galt als größtes Behandlungszentrum für Patientinnen und Patienten mit komplizierter oder multiresistenter Tuberkulose in Deutschland und als eines der erfahrensten dieser Zentren in Westeuropa. Daher wird zusätzlich zur neuen pneumologischen Schwerpunktstation C.420 bis Anfang März 2022 auch eine Spezialstation für Tuberkulosepatienten errichtet.

Maike Schmidt-Bishop, pflegerische Teamleitung der Pneumologie, sagt: „Die neue Station C.420 ist ein echter Neustart und ein Herzensprojekt. Wir freuen uns sehr, dieses hochkomplexe Gebiet mit zahlreichen weiteren Disziplinen von Beginn an entscheidend mitgestalten zu können – und dies insbesondere vor dem aktuellen pandemischen Hintergrund von Lungenerkrankungen."

„Neben dem starken Fokus auf ärztlicher Expertise und wissenschaftlichem Fortschritt werden wir auf unseren neuen pneumologischen Stationen besonderes Augenmerk auf einen erstklassigen Teamgeist legen“, sagt Prof. Heyckendorf. „Die Kolleginnen und Kollegen der Pflege, der Physiotherapie, Atemtherapie und weitere Fachleute werden Hand in Hand und auf Augenhöhe mit dem ärztlichen Dienst ihre Expertise für den Behandlungserfolg der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten einsetzen.“

Das Team rechnet damit, dass sich viele Patientinnen und Patienten für die hochqualifizierte Expertise der neuen Leibniz Lungenklinik entscheiden. „Daher hoffen wir, dass wir in den kommenden Wochen unser Team insbesondere in der Pflege ebenfalls erheblich vergrößern können“, sagt Prof. Heyckendorf. Bewerbungen von qualifizierten Kolleginnen und Kollegen sind herzlich willkommen und können per E-Mail an die Pflegedirektorin sabine.richter@uksh.de adressiert werden.

Um die bestmöglichen individuellen Therapien für Lungenerkrankungen anzubieten, arbeitet das pneumologische Team übergreifend mit Disziplinen wie der internistischen Intensivmedizin, Weaning-Station (Beatmungsentwöhnung), Atemtherapie, Endoskopie, Physiotherapie, bildgebender Diagnostik sowie weiteren Kliniken des UKSH zusammen. Die Kontinuität in der lungenärztlichen Patientenversorgung ist auch für die klinische Forschung in Borstel essentiell und bildet die Grundlage der künftigen engen Zusammenarbeit von UKSH und FZB

(Pressemeldung vom 01.02.2022)
Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein | Foto: UKSH
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