Wissenschaft

KI made in Europe

19.09.2022

Erfolgreiche bilaterale KI-​Fördermaßnahme geht in die zweite Runde

DLR Deutsches Zentrum für Luft- und RaumfahrtKöln-Porz: KI made in Europe: Seit 2021 fördern das BMBF und das französische Forschungsministerium 21 bilaterale Kooperationsprojekte zu Künstlicher Intelligenz (KI). Der DLR Projektträger betreut die bilaterale Forschungskooperation von Beginn an. In einer zweiten Ausschreibungsrunde können Förderinteressierte jetzt wieder Projektskizzen einreichen.

Frankreich und Deutschland sind seit vielen Jahren Partner im Bildungs- und Forschungsbereich. Gemeinsame Fördermaßnahmen sind eine wichtige Säule dieser Kooperation. Aktuell geht es besonders um die Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) und zum Transfer von Ergebnissen der KI-Grundlagenforschung in spezifische Anwendungsfelder. 

2020 hatten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das französische Forschungsministerium Ministère de l'Enseignement supérieur et de la Recherche (MESR) eine bilaterale Förderbekanntmachung veröffentlicht, die in Deutschland durch den DLR Projektträger und in Frankreich durch die Agence Nationale de la Recherche (ANR) betreut wird. Im Rahmen dieser Maßnahme unterstützen und finanzieren beide Länder gemeinsame, qualitativ hochwertige KI-Forschungskooperationen. Nun können Förderinteressierte zum zweiten Mal Projektskizzen über das Skizzentool „easy-Online“ einreichen: Stichtag ist der 22. September 2022.

KI made in Europe wird gestärkt

Mit der bilateralen Maßnahme wollen die Ministerien ein gemeinsames KI-Ökosystem stärken. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Transfer von Ergebnissen der KI-Forschung in wirtschaftliche Anwendungsfelder. Nicht zuletzt soll die wissenschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit von Frankreich und Deutschland grundlegend und bestmöglich gefördert werden. Beide Länder verfügen über ein hohes Innovationspotential und große Expertisen. Mit der aktuellen Ausschreibung sollen diese Potenziale erneut mobilisiert werden, um so einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer vertrauenswürdigen und innovativen „KI made in Europe“ zu leisten.

Für die aktuelle Ausschreibungsrunde wurde die thematische Ausrichtung geringfügig modifiziert und umfasst nun auch die Förderung von KI-Forschung für eine nachhaltigere Gesellschaft. „KI-Methoden können für technologische Lösungen eingesetzt werden, die es ermöglichen, die Gesellschaft besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Ebenso können mit ihnen Technologien entwickelt werden, die helfen, in Zukunft Treibhausgasemissionen zu mindern“, erklärt Patrick Schubert, Wissenschaftlicher Referent in der Abteilung Software-intensive Systeme, Bereich Gesellschaft, Innovation, Technologie.

Großer Erfolg des ersten Förderaufrufs

Im Rahmen des ersten Förderaufrufs sind zahlreiche Projektskizzen aus beiden Ländern eingegangen. Deren thematisches Spektrum war sehr breit: Es reichte von KI-Ansätzen zur Interpretation wissenschaftlicher Diskurse über KI-Methoden für die Robotik bis hin zu Vorhersage von Teilchentrajektorien in physikalischen Experimenten. „Das hohe Interesse hat gezeigt, dass die geförderten Themen nicht nur dem aktuellen Forschungsbedarf entsprechen, sondern dass zudem in beiden Ländern ein starkes Interesse der Fachcommunity am Ausbau wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Kooperationsbeziehungen besteht“, betont Schubert.

Innovative Forschung für innovative Anwendung

Interessierte können in zwei Förderlinien Projektskizzen einreichen: Die erste betrifft Forschungskooperationen zur nachhaltigen Stärkung deutsch-französischer Forschungspartnerschaften und Kooperationsbeziehungen. Hier werden bilaterale Forschungsvorhaben von mindestens zwei wissenschaftlichen Partnern gefördert, die methodenorientierte und innovative Forschungsfragestellungen im Bereich der KI breit adressieren. 
Förderlinie 2 spricht Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von Verbünden aus Wissenschafts- und Wirtschaftsorganisationen an, die risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben in bilateraler Zusammenarbeit mit Partnern aus Frankreich durchführen möchten. Diese so genannten 2+2-Projekte sollen möglichst technologieübergreifend und anwendungsbezogen aufgestellt sein und zu einer innovativen Anwendung von KI-Methoden in der Praxis führen. 

Weitere Informationen zum aktuellen Förderaufruf und zur Förderung deutsch-französischer KI-Projekte finden Interessierte auf der Website zur bilateralen Kooperation.

DLR Projektträger hat fundierte Expertise in der KI-Förderung

Der DLR Projektträger setzt sich in zahlreichen Aufträgen dafür ein, die Chancen KI-gestützter Technologien zu identifizieren, eine Ausgestaltung im Sinne der Gesellschaft zu fördern und Deutschland und Europa in diesem Themenfeld zu stärken. Er hat an der Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung mitgewirkt und ist sowohl für das BMBF als auch für das BMWK zuständiger Projektträger für KI-Themen.

Internationale Kooperationen spielen dabei eine wichtige Rolle: Ein Beispiel ist das europäische EUREKA-Clusters ITEA 4, welches die europäische Position im Bereich der eingebetteten Software-intensiven Systeme stärkt und die Potenziale in Industrie und Forschung aus den beteiligten Ländern bündelt. Mit dem auf deutscher Seite von BMBF und BMWK geförderten und vom DLR Projektträger umgesetzten Programm werden jährlich große Verbundprojekte gefördert. Der vom DLR Projektträger umgesetzte BMBF-Wettbewerb „Zukunftslabore“ bringt Forscherinnen und Forscher aus aller Welt zu Zukunftsfragen der Künstlichen Intelligenz zusammen.

Zudem ist der DLR Projektträger in internationale Gremien eingebunden und unterstützt BMBF und BMWK in der Interessensvertretung zu den Rahmenprogrammen der Europäischen Union (EU) Horizon Europe und Digital Europe, in denen aktuell große Infrastruktur- und F&E-Maßnahmen unter anderem zur KI angebahnt werden. Weiterhin ist der DLR Projektträger in das Governing Board des Gemeinsamen Unternehmens EuroHPC eingebunden und berät die Bundesregierung strategisch.

(Pressemeldung vom 16.09.2022)
Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) | Foto: DLR
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