Wissenschaft

Julius Kühn-Institut erhält Förderbescheide des Bundeslandwirtschaftsministeriums

22.04.2015

Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen Quedlinburg: Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, hat am 20.04.2015 bei seinem Besuch am Julius Kühn-Institut (JKI) in Quedlinburg den symbolischen Startschuss für zwei neue Forschungsprojekte gegeben. Er übergab zwei Förderbescheide seines Ministeriums an die Projektverantwortlichen.

Julius Kühn-Institut erhält Förderbescheide des Bundeslandwirtschaftsministeriums„Die Ressortforschung leistet wichtige Beiträge im Gefüge der bundesdeutschen Wissenschaftslandschaft und für die Politikberatung. Besonders wichtig ist es, erfolgreiche innovative Projekte bei der konkreten Umsetzung in die Praxis zu unterstützen. Bei den beiden Forschungsvorhaben, um die es heute geht, sehe ich echtes Potential und große Chancen der praktischen Umsetzung. Daher freue ich mich besonders, dass diese zukunftsfähigen Projekte durch das Bundeslandwirtschaftsministerium finanziell fördert werden und ich Ihnen heute die Zuwendungsbescheide überreichen darf“, sagte Bleser.

Foto: Staatssekretär Bleser schaut sich Wildformen des Spargels an.

Beide Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass die Wissenschaftler, in diesem Fall Züchtungsforscher und Anwendungstechniker aus dem JKI, eng mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammenarbeiten und somit gewährleistet wird, dass die Ergebnisse schnell Eingang in die Praxis finden.

Ein Projekt zielt darauf ab, deutschen Landwirten neue multiresistente Sorten von Weidelgras zur Verfügung zu stellen, die besser an die Klimabedingungen angepasst sind als dies bei den derzeit marktgängigen Sorten der Fall ist. Gefragt ist hier das Know-How der Züchtungsforscher vom JKI-Standort Groß Lüsewitz (bei Rostock), über die genetischen Ursachen und die Kombinierbarkeit von Resistenzen gegenüber den Pilzkrankheiten Schwarz- und Kronenrost sowie der Bakterienwelke. Molekulare Werkzeuge ermöglichen eine präzise Selektion auf das gewünschte Merkmal. Dadurch erlangen die am Vorhaben beteiligten Züchter einen europaweiten Wettbewerbsvorteil auf dem Saatgutmarkt für klimaangepasste Weidelgrassorten. Die effiziente Züchtung multiresistenter Sorten wird ermöglicht, ohne wichtige agronomische und qualitätsbestimmende Eigenschaften aus dem Blick zu verlieren.

Julius Kühn-Institut erhält Förderbescheide des BundeslandwirtschaftsministeriumsFoto: Dr. Ruge-Wehling vom JKI Groß Lüsewitz erhält Bescheid über 321.307 Euro Förderung.

Projekt - „Entwicklung multiresistenten Zuchtmaterials bei Lolium (LoMaRe)“; Koordination: Dr. Brigitte Ruge-Wehling, Julius Kühn-Institut/Institut für Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen Kulturen/Standort Groß Lüsewitz; Partner: Fa. Saatzucht Steinach GmbH & CoKG, Fa GenXPro GmbH (Frankfurt/M.); Gesamtfördersumme für alle Partner: 535.743 Euro; Fördersumme für das JKI: 321.307 Euro; Projektlaufzeit: 01.03.2015 bis 28.02.2018.

Im zweiten Projekt geht es um die Einsparung von Pflanzenschutzmitteln im Obstanbau. Dies wird mit einem „intelligenten“ Sprühgerät erreicht, das mit einer verbesserten, sensorgestützten Lückenschaltung ausgestattet ist. Da die meisten Mittel, z. B. gegen Pilzkrankheiten, auf die Blätter ausgebracht werden, ist es sinnvoll, dass das Gerät erkennt, wo ein belaubter Obstbaum steht und dann erst das Mittel gesprüht wird. In einem Vorläuferprojekt ist der Prototyp eines solchen Gerätes erfolgreich getestet worden. Im nun geförderten Anschlussprojekt OLSVA soll neben dem vorhandenen Sprühgerät mit Radialgebläse auch eines mit Querstromgebläse mit der verbesserten Lückenschaltung ausgerüstet werden. Außerdem soll ein Nachrüstsatz entwickelt werden, mit dem bereits im Gebrauch befindliche Geräte verbessert werden können. Die biologische Wirksamkeit dieser Technik wird in einem mehrjährigen Praxiseinsatz untersucht, um am Projektende diese Technik sicher in den Markt einzuführen. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Effizienzsteigerung und zum Umweltschutz geleistet.

Projekt - „Optimierung einer Lückenschaltung am Sprühgerät für die präzise Pflanzenschutzmittelapplikation im Obstbau (OLSVA)“, Koordination: Fa. Wanner Maschinenbau GmbH Wangen, Partner: Julius Kühn-Institut/Institut für Anwendungstechnik/Standort Braunschweig, Obstbauversuchsanstalt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (OVA); Gesamtfördersumme für alle Partner: 740.000 Euro; Fördersumme für das JKI: 320.734 Euro; Projektlaufzeit: 01.03.2015 bis 31.12.2017. (Pressemeldung vom 22.04.2015)

Quelle: Julius Kühn-Institut | Foto: JKI, © Stefanie Hahn
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