Wissenschaft

ifo Institut entwickelt neues Prognosemodell für die deutsche Konjunktur

20.12.2020

ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.München: Das ifo Institut hat ein neues Modell zur Prognose des Bruttoinlandsprodukts Deutschlands im laufenden und kommenden Vierteljahr entwickelt. Die Modellergebnisse werden regelmäßig auf der ifo-Website bereitgestellt. „Der ifoCAST gibt uns eine schnellere und genauere Schätzung und Prognose der aktuellen konjunkturellen Lage und gewährt der Öffentlichkeit einen transparenten Einblick in unseren Methodenkasten“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Der ifoCAST ist ein vollständig automatisierter Ansatz, der auf Basis von Mustern der Vergangenheit eine rein technische, modellbasierte Prognose erstellt. „In den USA werden solche automatisierte Modellprognosen schon seit geraumer Zeit bereitgestellt, wir bieten diesen Service nun auch für Deutschland an“, erläutert Wollmershäuser. Die Modellprognosen basieren auf 21 zentralen Konjunkturindikatoren, die zuvor mit Hilfe eines computergestützten Verfahrens aus etwa 300 Indikatoren ausgewählt werden. Zu diesen 21 Indikatoren zählen beispielsweise die ifo Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe, die ifo Exporterwartungen oder die Industrieproduktion. Sie decken einen großen Teil der wirtschaftlichen Tätigkeit in Deutschland ab und haben in der Vergangenheit wichtige Signale für die konjunkturelle Entwicklung geliefert.

Für die Jahre 2011 bis 2019 hat ifoCAST eine hohe Prognosekraft bewiesen und lieferte deutlich geringere Prognosefehler als eine Reihe von Vergleichsmodellen. In der aktuellen Konjunkturkrise nahmen die Prognoseunsicherheit und die Prognosefehler jedoch deutlich zu. Die außergewöhnlich großen konjunkturellen Schwankungen, die mit dem Herauf- und Herunterfahren der staatlichen Infektionsschutzmaßnahmen einhergingen, sind im historischen Vergleich beispiellos. Deshalb stellen solche Krisen alle statistischen Modelle vor besondere Probleme, deren Prognosegüte sich aus historischen Zusammenhängen ableitet. Das erfordert zusätzliche Einschätzungen der aktuellen Lage durch Konjunkturexperten. „Die ifo Konjunkturprognose ist gekennzeichnet durch das Zusammenspiel aus modernen statistischen Methoden und dem Wissen zahlreicher ifo-Experten. Daher können sich zwischen ifoCAST und der ifo Konjunkturprognose durchaus Unterschiede ergeben“, erklärt Wollmershäuser.

Prognosen mit ifoCAST werden zweimal im Monat auf der ifo-Website unter folgender URL veröffentlicht: https://www.ifo.de/ifoCAST

(Pressemeldung vom 10.12.2020)

Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. | Foto: ifo Institut
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