Gesellschaft

IBA: Die mügge - Erste Projektwerft für die Veddel ist fertig gestellt

29.10.2012

IBA Hamburg GmbH Hamburg: „Bildung ist ein sehr wichtiger Baustein unserer Stadtentwicklung. Das ‚Haus der Projekt – die mügge‘ verbessert mit seinen Bildungsangeboten die Chancen junger Menschen, im Berufsleben Fuß zu fassen. Darüber hinaus bietet es zahlreiche Möglichkeiten, die Freizeit aktiv zu gestalten. Auch die Architektur passt sehr gut zur Veddel, denn als ‚Werft für Projekte‘ knüpft es an die alte Tradition des Schiffsbaus in Hamburg an“, sagte Jutta Blankau, die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt zur feierlichen Eröffnung des Projekts.

IBA: Die mügge - Erste Projektwerft für die Veddel ist fertig gestellt
 
Jürgen Hensen, Initiator des Projekts und Geschäftsführer des Vereins Get the Kick, sagte zur Eröffnung der „mügge“: „Siebeneinhalb Jahre von der ersten Vision bis zur Realisierung. Wir freuen uns darauf, mit unserer inhaltlichen Arbeit starten zu können.“
Nur zwei S-Bahnstationen vom Hauptbahnhof entfernt, an einer jahrzehntelang ungenutzten Lage, entstand in den vergangenen zwei Jahren ein kleines Projekt der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg, das es dennoch in sich hat: Das Gebäude stammt aus der Feder niederländischer Architekten des Büros Studio NL-D aus Rotterdam, die sich mit dem Entwurf bewusst beziehen auf Umgebung und Funktion des Baus. So spielt das überkragende Obergeschoss auf eine traditionelle Werft an und fügt sich gut in das tideabhängige Hafengebiet im Müggenburger Zollhafen ein. Das Gebäude mit klassischem Satteldach entspricht außerdem dem Urtypus eines Hauses.

IBA: Die mügge - Erste Projektwerft für die Veddel ist fertig gestellt
 
IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg fügte hinzu: „Ich freue mich sehr, heute mit allen Beteiligten hier zu sein, um ein weiteres wichtiges IBA-Projekt mit der IBA-Plakette zu ehren. Das ‚Haus der Projekte – die mügge‘ ist in vielerlei Hinsicht ein ganz außergewöhnlicher Bau: Die Architektur, die einerseits das archetypische Haus mit Satteldach zeigt, sich aber andererseits durch ihren Werftcharakter in ihre Umgebung einfügt.
 
Die Teilhabe der Jugendlichen oder ihre Eingliederung in die Arbeitswelt durch gezielte Angebote machen die ‚mügge‘ zu einem Bildungsort. Nicht zuletzt bringt diese Projektwerft eine Innovation in der Energieversorgung: Die Brennstoffzelle ist ein Testmodul und sehr interessant für die Erprobung dieser effizienten Technik.“
 
Andy Grote, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, sagte: „Die ‚mügge‘ verbindet praxisnahe Qualifizierung von Jugendlichen mit attraktiven Freizeitangeboten am Wasser. Die Unterstützung der Jugendlichen von der Veddel und Wilhelmsburg beim Berufseinstieg in enger Kooperation mit Schule und Unternehmen hat Modellcharakter für ganz Hamburg, deshalb hat der Bezirk Hamburg-Mitte mit 800.000 Euro gerne den Löwenanteil der Finanzierung für dieses großartige Jugendprojekt für die Elbinseln übernommen. Die heutige Eröffnung ist zudem eine Belohnung für die hoch engagierte Arbeit von Jürgen Hensen.“
 
Herzstück der ‚mügge‘ ist – angelehnt an die Architektur – eine Bootsbauwerkstatt, in der die Jugendlichen handwerkliche Fähigkeiten erlernen oder verbessern können. Darüber hinaus wird diese Projektwerft eine neue Anlaufstelle für junge Menschen sein, die eine Palette an berufsorientierenden Freizeit- und Förderangeboten bereithält. Die ‚mügge‘ wird ein neuer Ort sein, an dem Talente entdeckt und der Übergang in die Arbeitswelt erleichtert oder geebnet werden sollen. Gruppen- und Musikräume sowie eine große Küche und ein Gemeinschaftsbereich runden das Gesamtkonzept ab, das den Bildungsstandort Elbinseln weiter stärken soll. Die zukünftigen Nutzer des Gebäudes haben bereits zur Fertigstellung des Gebäudes einen großen Teil beigetragen: Sie halfen mit beim Innenausbau und arbeiteten auf der Baustelle mit Managern des Beton- und Zementherstellers Holcim.
 
Das energetische Konzept des Gebäudes ist außergewöhnlich und innovativ. Das Haus besitzt einen Haustechnikraum mit einer Brennstoffzelle, die Energie gewinnt durch die chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff: die verlangsamte Knallgasreaktion erzeugt Strom und Wärme.
 
Das Projekt wurde finanziert mit Mitteln des Vereins „Get the Kick e.V.“, der IBA Hamburg, des Bezirks Mitte, der BSU, der HPA und der Sponsoren Aurubis AG, HD. Bartels-Stiftung, e-on Hanse, Wilhelm A.F. Meyer GmbH, Stärken vor Ort, Homann-Stiftung, Velux, Holcim, SAGA-GWG Stiftung Nachbarschaft, WIWA Wilko Wagner GmbH. (Pressemeldung vom 26.10.2012)
Quelle: IBA Hamburg GmbH | Foto: IBA Hamburg GmbH,©Bernadette Grimmenstein, Studio NL-D
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