Wirtschaft

Haren & Partner: P+S WERFTEN GmbH baut zwei Offshore-Giganten!

31.08.2011

Bremen | Stralsund: OIG ist eine Firmengründung der Bremer Reederei Harren & Partner, an der sich in diesem Jahr mehrheitlich Goldman Sachs Capital Partners beteiligt hat. In enger Kooperation zwischen Harren & Partner und der P+S WERFTEN GmbH wurde der Schiffstyp „Combi Dock“ weiterentwickelt und an die im Offshore-Markt speziellen Bedingungen und Bedürfnisse für Erschließungs- und Installationsarbeiten von Öl- und Gasfeldern in großen Wassertiefen angepasst.
 
Den P+S WERFTEN ist damit ein weiterer Meilenstein in der Re-Positionierung des Produktportfolios gelungen; dazu Dr. Dieter Brammertz, Vorsitzender der Geschäftsführung der P+S WERFTEN GmbH: „Bereits nach der Vertragszeichnung für eines der weltweit größten Kranschiffe (siehe Pressemitteilung vom 21.01.2011, Großauftrag Schwerlastschiff Offshore-Construction-Vessel), konnten wir unsere Sonderstellung im Bereich „große Offshore Installationsschiffe“ festigen, der neue Auftrag über ZWEI dieser High-End-Produkte etabliert die P+S WERFTEN nun als eines der führenden Schiffbauunternehmen in diesem Marktsegment. Unser gewachsenes Knowhow beim Bau von mehr als zwanzig Offshore-Schiffen (Ankerziehversorger, Kabelleger, Bagger etc.) oder anders gesagt, Erfahrungen von mehr als zehn Jahren Spezialschiffbau sind die Grundlage für das uns entgegengebrachte Vertrauen seitens des Auftraggebers OIG. Das spezielle Segment „große Offshore Installationsschiffe“ kann bisher nur von wenigen Werften weltweit angeboten werden. Durch die Marktanforderungen, in immer größeren Tiefen und Entfernungen vom Land zu operieren, steigt der Bedarf an den großen Installationsschiffen mit längeren Verweilzeiten auf See und damit unabhängiger Logistik weiter an. Hier sehen wir für die P+S WERFTEN ein großes Potenzial und arbeiten bereits an weiteren Offshore-Projekten.“
 
Die beiden Neubauten werden auf den P+S WERFTEN als Bau-Nr. 2105 (OIG Giant III) und 2106 (OIG Giant IV) geführt. Die neuen OIG-Schiffe verfügen über drei leistungsfähige Krane, zwei davon mit einer Tragfähigkeit von jeweils 400 t, eine Heckrampe für rollende sowie eine Dockfunktion für schwimmende Ladungen. Diese Schiffe können sich so absenken, dass Ladung eingeschwommen werden kann. Mit einer Gesamtlänge von 172 m, einer Breite von 25 m und einem durchgängigen Laderaum mit einer Länge von ca. 100 m und einer Breite von ca. 18 m, der sich je nach Bedarf sowohl horizontal als auch vertikal unterteilen lässt, bieten die Schiffe maximalen und flexiblen Stauraum für die zu installierende Offshore-Technik.
 
Zusätzlich werden die zwei Einheiten mit speziellem Offshore-Equipment - wie beispielsweise einem System zum Verlegen von so genannten „Flex Pipes“ - ausgerüstet. Ein computergesteuertes System zur dynamischen Positionierung, d. h. ohne das Schiff zu verankern, garantiert das Halten einer Position bis einschließlich Windstärke 7 und einer Strömung von 1 Knoten. Eine Hubschrauberplattform und ein zusätzliches Wohnmodul ergänzen die komplexe Ausrüstung dieses mit 17.300 kW diesel-elektrisch angetriebenen Spezialschiffes und qualifizieren es für die besonderen Bedingungen im Offshore-Einsatz.
 
„Unsere Schiffe verfügen über dreimal so viel Decksfläche wie Schiffe anderer Anbieter der Branche. Damit benötigen wir keine zusätzlichen Schwergutschiffe für den Transport des Equipments“, sagt Peter Harren, Gründer von Harren & Partner und zusammen mit Goldman Sachs Capital Partners Hauptanteilseigner der Firma Offshore Installation Group. „Rohrleitungen, voluminöse Kabeltrommeln, schlicht alles, was man benötigt um auf See Öl und Gas zu gewinnen, haben die Schiffe an Bord. Das spart nicht nur Zeit und Geld, außerdem können wir so auch in weiter entlegenen und tieferen Seegebieten operieren“, erläutert Peter Harren. „Während andere Schiffe aufgrund limitierter Decksflächen regelmäßig einen Offshore-Hafen anlaufen müssen, um Nachschub zu holen, sind die OIG-Schiffe für Installationsarbeiten weit draußen auf See optimal ausgerüstet. Die Palette der angebotenen Dienstleistungen reicht von Kabellegen über Tiefseeverankerung bis hin zu Offshore-Installationen. Wassertiefen von bis zu 2.500 m sind nach wie vor äußerst anspruchsvoll, mit dem richtigen Equipment und einer qualifizierten Mannschaft allerdings kein großes Problem mehr.“
 
„Unsere Flotte - mit OIG GIANT I und II, die uns bereits als Umbauten und Starterpaket
zur Verfügung stehen - soll auf zunächst sechs Einheiten anwachsen. Nach der Auftragsvergabe über das für uns dritte und vierte Schiff an die P+S WERFTEN, gibt es derzeit gute Gründe, eventuell auch Schiff Nummer fünf und sechs in Stralsund bauen zu lassen“, verriet Peter Harren.
 
„Dass wir heute den Auftrag für zwei neue Schiffe in dieser Größenordnung als effektiv vermelden können, verdanken wir auch der guten Zusammenarbeit mit der KfW IPEXBank GmbH und der Euler Hermes Kreditversicherung für die Sicherung der Finanzierung für deutsche Exporte“, so Axel Schulz, Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb der P+S
WERFTEN GmbH und fügt abschließend hinzu: „Die zukunftsweisende Aussage unseres Auftraggebers, eventuell auch Schiff Nummer fünf und sechs in Stralsund bauen zu lassen, ehrt uns sehr und bestätigt uns in unserer strategischen Neuausrichtung! Dieser Vertrauensvorschuss ist eine großartige zusätzliche Motivation für unsere zukünftige, noch intensivere Zusammenarbeit. Wir freuen uns darauf!“

Im Auftragsbuch der P+S WERFTEN GmbH stehen nun 22 Spezialschiffe mit einem Gesamtauftragsvolumen von fast einer Milliarde Euro und einer Auslastung bis Mitte 2013, u. a. die genannten zwei Offshore-Installationsschiffe, eines der größten Schwerlastschiffe vom Typ Offshore Construction Vessel, die Großaufträge über zwei Fähren für die Reederei Scandlines, zwei Spezialtransportschiffe für DFDS, fünf eisgängige Spezialfrachter für die Reederei Royal Arctic Line sowie vier Küstenwachschiffe für die Swedish Coast Guard. (Pressemeldung vom 30.08.2011)
Quelle: Harren & Partner Maritime Services GmbH | P+S Werften | Foto: H&P, P+S
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