Wirtschaft

Hapag-Lloyd Lookout: Trimm-Optimierung für Treibstoffeinsparungen und eine bessere CO2-Bilanz

04.11.2022

Hapag-Lloyd AGHamburg: Die Trimmoptimierung ist heute ein integraler Bestandteil einer effizienten Schifffahrt und damit ein wichtiger Beitrag, um unsere Dekarbonisierungsziele zu erreichen. Dank des täglichen Engagements an Bord und an Land sind wir in der Lage, sowohl unseren Treibstoffverbrauch als auch unsere Emissionen zu reduzieren.


Der Trimm eines Schiffes beschreibt seine Schwimmlage in Längsrichtung - oder anders ausgedrückt, ob der Bug oder das Heck des Schiffes tiefer im Wasser sitzt als das andere. Der Trimm kann einen erheblichen Einfluss auf den Energiebedarf eines Schiffes für den Antrieb während der Fahrt haben. Zur Einstellung des Trimms wird vor allem Seewasserballast verwendet. Dieses Ballastwasser kann an bestimmten Stellen an Bord genommen werden, um den gewünschten Trimm zu erreichen.

Hapag-Lloyd Lookout: Trimm-Optimierung für Treibstoffeinsparungen und eine bessere CO2-Bilanz

Grafik: Nach dem Bug ausgerichteter Trimm... Infografik: Hapag-Lloyd AG

Hapag-Lloyd Lookout: Trimm-Optimierung für Treibstoffeinsparungen und eine bessere CO2-Bilanz

Grafik: ...und nach dem Heck ausgerichteter Trimm... Infografik: Hapag-Lloyd AG

Hapag-Lloyd hat die Trimm-Optimierung in seiner Flotte schon vor langer Zeit eingeführt. Dies betraf zunächst nur eigene Schiffe unter eigenem Management. Aufgrund der erfolgreichen Ergebnisse dieser Maßnahmen haben wir sie dann aber auch auf Schiffe ausgeweitet, die von Dritten gemanagt werden, sowie auf langfristig gecharterte Schiffe. Heute sind 173 der 253 Schiffe, die wir betreiben, mit Trimm-Optimierungs-Tools ausgestattet. In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 wurden durch die Optimierung des Trimms 16 500 Tonnen Treibstoff eingespart, was etwa 50 000 Tonnen CO2 entspricht. Im Durchschnitt bedeutet dies eine Verringerung der Emissionen um etwa 1,5 % für jedes Schiff. Das mag relativ wenig klingen, summiert sich aber zu einem sehr beeindruckenden Betrag, wenn man die gesamte Flotte betrachtet.

Der Erfolg unserer Bemühungen zur Optimierung der Fahrten ist vor allem den Kapitänen und Offizieren an Bord, den Stauplanern an Land, Schulungen, dem Erfahrungsaustausch und der Transparenz der Ergebnisse zu verdanken. An Bord prüft die Besatzung die tatsächlichen Beladungsbedingungen, Biegemomente und Scherkräfte, bevor sie die Empfehlung zur Trimmoptimierung zurate zieht und schließlich entscheidet, welcher Trimm am besten wäre. Dabei wird natürlich stets auf die Sicherheit von Besatzung und Schiff geachtetet. Zuvor planen unsere Stauplaner die Ladung so, dass das Schiff möglichst vorteilhaft getrimmt wird, ohne dass die Grenzwerte für Biegemoment, Scherkraft und Stabilität verletzt werden.

Kapitän Henri Scheer, Master und Fleet Advisor in Network Operations: "An Bord konzentriere ich mich auf eine klare und frühzeitige Kommunikation mit dem Ersten Offizier, der für die Trimmplanung und die Stabilität zuständig ist. Zudem ist es wichtig frühzeitig mit dem (regionalen) Planer an Land zu kommunizieren, der die Absicht hat, den Trimm auf den langen Strecken zu optimieren. Im Allgemeinen klappt das gut. Wenn wir das Thema zu Beginn des Küstenumlaufs hervorheben, kann dies bei der Ladungsverteilung frühzeitig berücksichtigt werden. In sehr seltenen Fällen konnten wir jedoch keine Trimmoptimierung durchführen, weil die Ladungsverteilung nicht funktionierte oder ungünstig war. Aber auch dann war es möglich, die negativen Auswirkungen auf den Treibstoffverbrauch zu minimieren, wenn Schiff und Planer eng zusammengearbeitet haben."

Essam Wahby Amin, Network Operations Stowage Experte: "Es ist eines der Hauptziele, auf jedem Schiff, den Treibstoffverbrauch auf einem möglichst niedrigen Niveau zu halten. Um das umsetzen, müssen wir dafür sorgen, dass Ladung, Bunker und Ballastgewichte optimal verteilt sind, um den erforderlichen optimalen Trimm bei Fahrten über 800 Seemeilen zu erhalten. Gleichzeitig gibt es einige Herausforderungen, die sich negativ auswirken können, wie z. B. die Unbeständigkeit der Hafenrotation, die geringe Genauigkeit der Buchungsprognosen und die Einschränkungen des Terminalbetriebs."

Darüber hinaus überwacht ein aktiver Kapitän der Flotte, der für drei bis sechs Monate im Büro von Network Operations tätig ist, das Trimmpotenzial unserer Flotte, unterstützt die Kommunikation zwischen Schiff und Land und bespricht mit den Schiffen trimmspezifische Fragen.

Captain Henri Scheer, Master and Fleet Advisor in Network Operations: "Bei Network Operations konzentrieren wir uns darauf, das Potenzial für Treibstoffeinsparungen zu bewerten und die Flotte bei ihren Bemühungen um einen optimierten Trimm zu unterstützen. Mithilfe eines Dashboards können wir feststellen, bei welchen Schiffen ein gewisses Potenzial für weitere Treibstoffeinsparungen besteht und wie wir ihnen dabei helfen können.
Anstatt lediglich ein anonymes Programm an die Schiffe zu schicken und zu erwarten, dass unsere Besatzungen es anwenden, geben wir kompakte, aber aussagekräftige Anweisungen, geben schiffsspezifisches Feedback zur Leistung (z. B. für den Trimm an Bord) und führen Schulungen mit den Besatzungen unter unserem eigenen Management durch."

Insgesamt haben die oben genannten Schritte unsere Bemühungen zur Trimm-Optimierung zu einem einzigartigen Erfolg in unserer Branche gemacht.

Mit einer Flotte von 253 modernen Containerschiffen und einer Gesamttransportkapazität von 1,8 Millionen TEU ist Hapag-Lloyd eine der weltweit führenden Linienreedereien. Das Unternehmen ist mit 14.300 Mitarbeitenden an Standorten in 137 Ländern mit mehr als 400 Büros präsent. Hapag-Lloyd verfügt über einen Containerbestand von 3,0 Millionen TEU – inklusive einer der größten und modernsten Kühlcontainerflotten. Weltweit 126 Liniendienste sorgen für schnelle und zuverlässige Verbindungen zwischen mehr als 600 Häfen auf allen Kontinenten. Hapag-Lloyd gehört in den Fahrtgebieten Transatlantik, Mittlerer Osten, Lateinamerika sowie Intra-Amerika zu den führenden Anbietern.

Disclaimer  - Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die mit einer Reihe von Risiken und Ungewissheiten einhergehen. Solche Aussagen stützen sich auf eine Reihe von Annahmen, Schätzungen, Prognosen oder Pläne, die ihrer Natur nach erheblichen Risiken, Ungewissheiten und Eventualitäten unterliegen. Tatsächliche Ergebnisse können deutlich von den zukunftsgerichteten Aussagen des Unternehmens und den erwarteten Ergebnissen abweichen.

News & Lookout 2022 11

(Pressemeldung vom 04.11.2022)
Quelle: Hapag-Lloyd AG | Foto: Hapag-Lloyd AG
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