Wirtschaft

Handelsverband Nord: Leichtes Umsatzplus im Handel, Sonntagsöffnungen ohne Anlassbezug

27.09.2017

Kiel: „Das erste Halbjahr 2017 hat der Handel in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit einem leichten Umsatzwachstum abgeschlossen und liegt damit im bundesweiten Trend. Der Handelsverband Nord (HV Nord) erwartet für das Gesamtjahr 2017 ein nominales Wachstum von 3 % in Hamburg und 2,5 % in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Real dürfte dies ein Umsatzplus von einem bis 1,5 % bedeuten“, sagte Dierk Böckenholt, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Nord anlässlich des Tages des Norddeutschen Handels in Lübeck. Mitentscheidend für diese Entwicklung seien die weiterhin günstigen Rahmbedingungen für den Konsum, insbesondere die guten Auftrags- und Beschäftigungszahlen. Die Wirtschaft sei in einer stabilen Verfassung. Dass es bei der insgesamt positiven Ausgangslage nicht zu deutlicheren Zugewinnen komme, erklärt Böckenholt damit, dass dem Einzelhandel in diesem Jahr vier Verkaufstage weniger zur Verfügung stehen als im Vorjahr.
 
Die Unterschiede der Entwicklungsverläufe der einzelnen Branchen und Vertriebswege seien allerdings beachtlich. So gehöre der Online- und Multi-Channelhandel zu den Gewinnern, während dessen der stationäre Bekleidungshandel vielerorts eher stagniere und nicht selten sogar mit Umsatzrückgängen und rückläufiger Frequentierung zu kämpfen habe. Mit Sorge blicke man auf die Situationen in einigen Innenstädten, in denen der enorme Wettbewerb innerhalb der Branche durch steigenden Leerstand und rückläufige Kundenfrequenzen sichtbar werde. Der stationäre Handel dürfe sich dem Online-Handel nicht verschließen. Gleichzeitig müsse er sich an den Wünschen der Kunden orientieren und Einkaufserlebnisse und Aufenthaltsqualität bieten. Um entsprechende Konzepte in die Tat umzusetzen, seien umfangreiche Investitionen gefordert, die sich nicht jedes Unternehmen im gewünschten Maße leisten könne, erklärt Böckenholt.
 
Deshalb sei auch die Politik gefordert, verantwortungsbewusst gerade die Innenstädte zu behandeln. Für eine gute Erreichbarkeit zu sorgen und das Planungsrecht nebst vorhandener Einzelhandelskonzepte konsequent anzuwenden, sei dabei eine notwendige Handlungsmaxime. Zudem fordere der Verband weiterhin, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene, bei den Sonntagsöffnungszeiten die Abschaffung des sog. Anlassbezuges. Er verfolge damit vor allem die Wiederherstellung einer Rechts- und Planungssicherheit für die Unternehmen, welche nach den geltenden Landenöffnungsgesetzen nicht gegeben sei. (Pressemeldung vom 27.09.2017)
Quelle: Handelsverband Nord e.V. | Foto: Handelsverband Nord e.V.
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