Gesellschaft

Hamburger Gartenschau pflanzt den Frühling

11.11.2012

Senat Hansestadt Hamburg Hamburg: Damit zur Eröffnung der internationalen gartenschau hamburg (igs 2013) die Besucher von einem bunten und üppigen Reigen Frühjahrsblühern begrüßt werden, bringen Gärtner seit Oktober noch bis zu den ersten knackigen Nachtfrösten Tulpen-, Narzissen-, Hyazinthen-, Kaiserkronen- und Schachbrettblumenzwiebeln in den Boden – rund eine halbe Million Zwiebeln werden sie am Ende gesetzt haben. Hamburgs Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau legte jetzt gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Wilhelmsburger Nelson-Mandela-Schule und der Grundschule Kirchdorf zum Schlussakkord symbolisch mit Hand an. Die Senatorin freut sich jetzt schon auf einen frischen und bunten Mix leuchtender Frühjahrsblüher auf dem Gartenschaugelände.

Seit gut einem Monat läuft die Zwiebelaktion der Profis für die Wettbewerbsflächen nach vorher ausgefeilten Pflanzplänen. Eine logistische Herausforderung, denn schließlich kommen die „Wunderwerke der Natur“ von einem halben Dutzend Lieferanten aus ganz Deutschland und den Niederlanden. Schneller Transport, optimale Zwischenlagerung und eine bestmögliche Vorbereitung der Pflanzflächen sind wichtige Voraussetzungen für optimale Ergebnisse. Damit den Besuchern bereits zum igs-Startschuss am 26. April 2013 ein florales Feuerwerk an Formen und Farben blüht, sollten die Blumenzwiebeln bis zu den ersten starken Frösten in der Erde sein.

Hamburger Gartenschau pflanzt den Frühling

Landschaftsarchitektin Anja Borstelmann, im igs-Team zuständig für die Projektkoordination Pflanzungen auf dem Gartenschaugelände: „Die Zwiebeln müssen jetzt in den Boden, damit sie noch in diesem Jahr Wurzeln bilden können. Dann entfalten sie rechtzeitig zur Eröffnung ihre volle Pracht.“ Die Voraussetzungen für gesundes und robustes Wachstum sind gegeben. Schließlich wurden alle für die Frühjahrs- und Sommerbepflanzungen vorgesehenen Wechselflorflächen, immerhin fast 11.000 Quadratmeter, ausschließlich mit torffreiem Substrat versorgt. „Ein Novum bei Gartenschauen“, freut sich Anja Borstelmann: „Der Boden ist trotz der letzten starken Regenfälle locker und durchlässig und schafft so für die Zwiebeln optimale Wachstumsbedingungen.“ Die Gartenschaubesucher dürfen sich also schon zur Eröffnung auf ein üppiges Blütenmeer freuen. Im späteren Dahliengarten etwa zeigen sich zunächst vor allem Kaiserkronen und Papageientulpen, während in allen Staudenbereichen und dem Rosenboulevard eine große Anzahl von Tulpen und Narzissen um die Wette blühen.

Die Schülerinnen und Schüler betreuen im südlichen Teil des igs-Geländes den Naturerlebnisgarten. Gemeinsam mit zwei weiteren Schulen aus dem Stadtteil (Schule an der Burgweide, Elbinsel-Schule) sowie einer Kita (Kita Koppelstieg) wurden Beete angelegt und bepflanzt, Pflanzen ausgesät und geerntet. Außerdem entstanden eine kleine Brücke im Rahmen einer Kulturwoche sowie Sitzmöbel. Verschiedene kleinere Arbeitsgruppen bringen je nach Interesse ihre handwerklichen, gärtnerischen oder künstlerischen Fähigkeiten in den Garten ein. Das Projekt entstand durch das Engagement des BUND Hamburg e.V. – im Jahr 2013 werden die Schulen und die Kita ihre tägliche Arbeit den Besuchern der igs 2013 präsentieren.

Hamburger Gartenschau pflanzt den Frühling

Pflanztipps von igs- und Mediengartenexperte John Langley
„Jetzt im Herbst wird es Zeit bereits an den kommenden Frühling 2013 zu denken. Herbstzeit ist auch für die Gärtnerteams auf dem igs-Gelände aktive Pflanzzeit, um knapp eine halbe Million „Wunderwerke der Natur“ in und um das internationale Gartenschaugelände zu setzen. Jetzt werden neben den Klassikern wie Tulpen, Hyazinthen und Narzissen auch immer mehr ausgefallene Zwiebelblüher wie Winterlinge, Schneestolz, Blumenlauch, Berganemone, Märzbecher, Milchstern, Puschkinie oder Blausterne angeboten. Sie alle bringen "frischen Wind und Farbe" in Gärten, Kübel, Balkonkästen und Parks. Für den Blüherfolg ist vor allem die Qualität entscheidend. Unbedingt beim Einkauf darauf achten, dass die Zwiebeln druckfest, trocken und glatthäutig, schimmelfrei und nicht zu stark angetrieben sind. Keine Hektik ist bei dem Setzen der meisten Zwiebelblüher angesagt; sie können noch bis zu den ersten knackigen Nachtfrösten in den Boden oder die Töpfe gebracht werden. Zwiebeln sind absolute Meisterwerke der Natur. Sobald die "Blühwunder" in die Erde kommen, bilden sich Wurzeln. Steigende Temperaturen im kommenden Frühjahr geben dann den Impuls für eine blühende igs 2013 und lassen Kinderherzen höher schlagen.“ (Pressemeldung vom 08.11.2012)

Quelle: Senat der Hansestadt Hamburg | Foto: Senat der Hansestadt Hamburg,igs
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