Wirtschaft

Hamburg und Turku stellen gemeinsam das neue Sekretariat der EU-Ostseestrategie

10.10.2022

Senat Hansestadt HamburgHamburg: Hamburg spielt ab sofort eine noch zentralere Rolle in der europäischen Ostseekooperation: Die Hansestadt und das Centrum Balticum der finnischen Stadt Turku haben gemeinsam den Zuschlag des EU-Förderprogramms INTERREG Ostsee bekommen, ab Oktober 2022 das neue Sekretariat der EU-Ostseestrategie zu gründen und zu betreiben. Unter dem Namen „Baltic Sea Strategy Point“ werden Hamburg und Turku für einen Zeitraum von mindestens drei Jahren die Arbeit der EU-Ostseeanrainer koordinieren und dabei einen Schwerpunkt u. a. beim Klimaschutz setzen.
 
„Die Zusammenarbeit im Ostseeraum hat durch den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine stark an Bedeutung gewonnen. Viele EU-Ostseeanrainer teilen eine Grenze mit Russland. Die neue Sicherheitslage bedeutet, dass es wichtiger denn je ist, am Zusammenhalt und an der Zukunftsfähigkeit des EU-Ostseeraumes zu arbeiten. Die EU-Ostseeanrainerstaaten kooperieren beim Ausbau der Energieinfrastruktur, aber auch in vielen anderen Zukunftsfeldern wie Innovation, Wissenschaft und Katastrophenschutz. Durch den Baltic Sea Strategy Point, das neue Sekretariat der EU-Ostseestrategie, wird Hamburg zur Stärkung der Ostseeregion einen noch aktiveren Beitrag leisten können als bisher“, erklärt Staatsrätin Almut Möller, Bevollmächtigte beim Bund, der EU und für auswärtige Angelegenheiten.
 
„Die Zusammenarbeit im Ostseeraum war noch nie so wichtig wie heute. Die EU-Ostseestrategie kann als zentrales Kooperationsformat zur Entwicklung der Zusammenarbeit in der Region genutzt werden. Einigkeit ist erforderlich, um Hindernisse zu überwinden! Turku ist ein aktiver Akteur in der EU-Ostseestrategie. Unsere Rolle in dieser regionalen Zusammenarbeit wird in den kommenden Monaten und Jahren noch stärker werden, da die EU-Mitgliedsstaaten beschlossen haben, den Baltic Sea Strategy Point in den Städten Turku und Hamburg einzurichten. Dies wird nicht nur unsere Zusammenarbeit mit Ländern, Regionen und Städten im Ostseeraum selbst stärken, sondern auch unsere Zusammenarbeit auf europäischer und EU-Ebene erweitern“, erklärt Minna Arve, Bürgermeisterin der Stadt Turku.
 
Die EU-Ostseestrategie wurde im Oktober 2009 vom Europäischen Rat beschlossen. Sie ist die erste makroregionale Strategie der Europäischen Union, d. h. sie hat nur für einen Teil der EU-Mitglieder Gültigkeit. Mitgliedsländer der EU-Ostseestrategie sind Dänemark, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen und Deutschland. Ziel der Strategie ist es, die Potenziale des gesamten Ostseeraums gemeinsam effektiver zu nutzen. Die EU-Ostseestrategie verfolgt drei übergeordnete Ziele: die Ostsee zu schützen, die Region besser zu verbinden und das wirtschaftliche Wachstum zu fördern.
Der neu gegründete Baltic Sea Strategy Point ist das Sekretariat für die EU-Ostseestrategie. Er wird eine Schlüsselrolle spielen bei der Koordinierung der gemeinsamen Aktivitäten, insbesondere im Klimaschutz und bei der Zusammenarbeit der Akteure im Ostseeraum sowie bei deren Beziehungen zu Nicht-EU-Ländern.

 Senat Hansestadt Hamburg

(Pressemeldung vom 10.10.2022)
Quelle: Senat Hansestadt Hamburg | hamburg.de GmbH & Co. KG
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